Uni.Blutspendedienst OWL und DRK-Blutspendedienst West appellieren an Unterstützung der Ostwestfalen
Blutspender in OWL händeringend gesucht

Bielefeld/Paderborn/Bad Oeynhausen (WB/lmr). Dass zu Beginn der Sommer-Ferienzeit die Spendenbereitschaft von Blutkonserven abnimmt, ist der Urlaubszeit geschuldet. Doch in diesem Jahr verschärft die Corona-Pandemie die sinkende Zahl von Blutspenden. Der Uni.Blutspendedienst OWL sowie der Blutspendedienst West des Deutschen-Roten-Kreuzes appellieren nun dringend an die Ostwestfalen, Blut zu spenden.

Mittwoch, 01.07.2020, 11:37 Uhr aktualisiert: 02.07.2020, 07:08 Uhr
Prof. Dr. Cornelius Knabbe mit einer Vollblutspende im Uni.Blutspendedienst OWL. Foto: Marcel Mompour/HDZ
Prof. Dr. Cornelius Knabbe mit einer Vollblutspende im Uni.Blutspendedienst OWL. Foto: Marcel Mompour/HDZ

Noch Ende März verzeichnete der Uni.Blutspendedienst OWL eine Welle der Solidarität und Unterstützung, die sich in einer besonders hohen Spendenbereitschaft niederschlug. „Jedoch dürfen Vollblutspenden nicht so häufig im Jahr geleistet werden: Männer dürfen nur alle 9 Wochen und Frauen alle 13 Wochen“, erklärt Prof. Dr. Cornelius Knabbe, Direktor des Instituts für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin des Herz- und Diabeteszentrums NRW und Leiter des Uni.Blutspendedienst OWL, die momentane Situation.

Ähnlich sieht es beim DRK-Blutspendedienst West aus. Der DRK-​Blutspendedienst West steht auch in der Zeit der Lockerung vor einer großen Herausforderung. Einerseits steige der Bedarf an Blutpräparaten stark an – andererseits könne der DRK-Blutspendedienst den Bedarf kaum decken, weil immer noch sehr viele wichtige Blutspendetermine durch Corona entfallen und nicht durchgeführt werden könnten. „Ein Dilemma, aus dem es aktuell nur einen Ausweg gibt: Die Blutspendetermine, die weiterhin öffentlich angeboten werden, müssen unbedingt angenommen werden“, berichtet Presssprecher Stephan David Küpper.

Konserven für OPs dringend benötigt

Doch gerade jetzt, da die Spendenbereitschaft Anfang der Sommerferien traditionell abnehme, viele Blutspender noch nicht wieder spenden dürften und die Krankenhäuser in der Region nach der ersten Covid-19-Welle nun wieder die OPs hochfahren würden, steige der Bedarf an Blutspenden enorm an.

Prof. Dr. Cornelius Knabbe richtet deswegen einen dringenden Spende-Aufruf an alle Ostwestfalen: „Sie sind Erstspender oder haben länger nicht mehr gespendet? Kommen Sie bitte trotz Urlaubszeit zur Blutspende! Besonders viele Patienten, deren OP bisher verschoben wurde, sind jetzt auf Ihre Unterstützung angewiesen.“

Schutz der Spender gewährleistet

Sorgen um den eigenen Schutz müssen sich Spender dabei übrigens nicht machen, so Prof. Knabbe. „Wir haben strikte Einlasskontrollen, messen bei jedem Blutspender die Temperatur und stellen Desinfektionsmittel zur Verfügung. Auch der Mindestabstand, ob im Wartebereich oder auf den Spenderliegen, kann ohne Probleme eingehalten werden.“

Gespendet werden kann in insgesamt fünf Einrichtungen des Uni.Blutspendedienstes OWL in Bad Oeynhausen, Bünde, Bielefeld, Herford und Minden. Informationen zur Blutspende gibt es kostenlos unter der Rufnummer 0800/4440777 oder unter www.blutspendedienst-owl.de . Blutspendetermine des Deutschen Roten Kreuzes in Wohnortnähe sowie weitere Informationen finden Sie unter www.blutspendedienst.jetzt .

 

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