Küster Günter Erdei macht Entdeckung bei einem Kontrollgang im Kirchturm
Falkenbrut an der Rehmer Kirche

Bad Oeynhausen-Rehme (WB). Bei einem Kontrollgang im Turm der Rehmer Laurentiuskirche hat Küster Günter Erdei hinter einem bleiverglasten Fenster eine Falkenbrut entdeckt. Das hat Erwin Mattegiet mitgeteilt. Er ist Naturschutzwart der Arbeitsgruppe (AG) Natur- und Umweltschutz.

Montag, 13.07.2020, 16:09 Uhr aktualisiert: 13.07.2020, 16:12 Uhr
Ein Blick auf die St. Laurentius-Kirche in der Rehmer Ortsmitte. Bei einem Kontrollgang im Turm des Gotteshauses hat Küster Günter Erdei hinter einem bleiverglasten Fenster die Falkenbrut entdeckt und die Naturschützer informiert. Foto: Klaus-Udo Hennings
Ein Blick auf die St. Laurentius-Kirche in der Rehmer Ortsmitte. Bei einem Kontrollgang im Turm des Gotteshauses hat Küster Günter Erdei hinter einem bleiverglasten Fenster die Falkenbrut entdeckt und die Naturschützer informiert. Foto: Klaus-Udo Hennings

In einer engen Fensternische drängelten sich demnach fünf Turmfalkenküken in Erwartung der Mäuseration der Falkeneltern. Günter Erdei hat umgehend den Naturschutzwart verständigt, der sich gut auf dem Dachboden der Kirche auskennt. Schon 1991 hatte er mit dem Rehmer Küster und Dr. Walter Jäcker einen Schleiereulenkasten auf der Nordseite aufgehängt. Der Dehmer: „Der Nistkasten wurde leider nur einmal von Schleiereulen als Brutplatz genutzt, und dann nur noch von verwilderten Haus- und Brieftauben besetzt. Da die ungeliebten Tauben für starke Verkotung an dem historischen Gebäude sorgen, wurde der Einflug zum Kasten verschlossen, und Fensterbänke und andere Gebäudeteile mit so genannten Taubenspikes versehen“, berichtet Erwin Mattegiet.

Nistplätze an vielen Kirchen

Nach Beobachtung von Presbyter Klaus Udo Hennings zeigen die Tauben zur Zeit Respekt vor den Turmfalken, und sind kaum noch am Gotteshaus anzutreffen. Tauben gehören eigentlich nicht zum Nahrungsspektrum des Turmfalken, aber zur Vergrämung der selben tragen sie offensichtlich bei. Die AG-Natur hatte schon in den 1990er Jahren unter dem Motto „Lebensraum Kirchturm bewahren“ mehrere Kirchen der Synode mit Nistgeräten versehen. Die Auferstehungskirche am Kurpark sowie die Kirchen in Eidinghausen, in Volmerdingsen und in Bergkirchen wurden mit Nistkästen für Falken, Eulen und Fledermäuse bestückt.

Vor etwa 40 Jahren gegründet

Die AG gibt auch weiter Falken- und Eulennistkästen an Bürger ab, die Nistmöglichkeiten an hohen Gebäude haben. Wer einen solchen Kasten haben möchte, kann sich an Erwin Mattegiet, Telefon 05731/5645, wenden. Die Kästen werden gegen eine freiwillige Spende abgegeben. Das Holz ist in den vergangenen Jahren durch das Unternehmen „Grübbel – Holz.Bau.Manufaktur.“ in Eidinghausen zur Verfügung gestellt worden. Die Fertigung der Nistkästen hat dann das Berufsbildungswerk des Wittekindshofes in Eidinghausen übernommen.

Die AG Natur- und Umweltschutz ist vor etwa 40 Jahren gegründet worden und hat nach Angaben von Erwin Mattegiet „zwischen 40 und 50 Mitglieder.“

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