Stadt investiert mehr als drei Millionen Euro in Schulzentren und Grundschulen
Sommerferien sind Bauzeit

Bad Oeynhausen (WB). Kaum hatten die letzten Kinder die Schulgebäude für die Sommerferien verlassen, haben in diesem Jahr an sechs Standorten die Handwerker das Kommando übernommen. Grund sind umfangreiche Modernisierungen und Sanierungen von Klassenräumen, Lehrerzimmern oder Sporthallen. Etwa drei Millionen Euro nimmt die Stadt dieses Jahr in die Hand, damit zum neuen Schuljahr Schulstandorte unter anderem mit neuer Technik und Lärmschutz ein verbessertes Lernumfeld bieten.

Mittwoch, 15.07.2020, 08:39 Uhr aktualisiert: 15.07.2020, 08:42 Uhr
Das ehemalige Bürgerhaus in Eidinghausen soll für den Neubau der Grundschule weichen. Vorbereitende Arbeiten sind angelaufen. Foto: Louis Ruthe
Das ehemalige Bürgerhaus in Eidinghausen soll für den Neubau der Grundschule weichen. Vorbereitende Arbeiten sind angelaufen. Foto: Louis Ruthe

Abriss steht an

Am spürbarsten werden Schüler und Lehrer an der Grundschule Eidinghausen eine Veränderung wahrnehmen. Auf dem Schulhof soll bis zum Ferienende die Übergangsmensa samt Offenen Ganztag in Modulbauweise entstehen. „Doch derzeit gibt es Lieferprobleme bei den Modulen“, berichtet Dieter Hinzmann, Bereichsleiter Gebäude- und Liegenschaftsmanagement der Stadt Bad Oeynhausen. Inwieweit sich somit der Abriss des ehemaligen Komplexes rund um das Bürgerhaus verzögert, sei derzeit nicht abzuschätzen. „Wichtig ist, das Gebäude wird erst dann abgerissen, wenn die Module bezugsfertig sind“, sagt Hinzmann und ergänzt: „Am Termin der Fertigstellung ändert dieser Verzug nichts.“ 665.000 Euro hat die Stadt für die vorbereitenden Maßnahmen zum Baustart im September sowie für die Modulaufstellung und den Abriss des ehemaligen Bürgerhauses eingeplant.

Während der Bauzeit soll auch das Soccerfeld an der Grundschule abgebaut werden. „Das lagern wir ein“, sagt Dieter Hinzmann.

Turnhalle wird saniert

Nicht wesentlich weniger Geld wird in die Sanierung der Turnhalle samt Umkleiden an der Grundschule Wulferdingsen investiert. 530.000 Euro hat die Stadt über das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (KInvFG) dafür abgerufen. Neben neuen Fensterelementen aus Metall wird der Prallschutz an den Hallenwänden erneuert und werden die Umkleiden mit neuer Technik versehen. Neben einer Thermischen Solaranlage, die künftig den Bedarf an Warmwasser in den Duschen decken soll, werden die Duschen mit Wärmetauschern sowie einem automatischen Spülungssystem versehen.

Licht und Aktustik

Auf technische Erneuerungen können sich auch die Schüler und Lehrer an der Europaschule sowie am Immanuel-Kant-Gymnasium (IKG) freuen. 700 neue LED-Leuchten sollen demnächst für mehr Durchblick in den Klassenräumen und auf den Fluren des IKG sorgen. Ebenfalls wird im Lehrerzimmer des Gymnasiums eine neue Akustikdecke eingebaut, die mit einer Entlüftungsanlage versehen wird. Kostenpunkt: 360.000 Euro. Etwa 500 LED-Leuchten werden in den Klassen und Fluren an der Europaschule verbaut. „Zudem werden die bestehenden Akustikdecken ertüchtigt“, sagt Volker Taake, Hausmeister der Europaschule. Gemeinsam mit seinem Kollegen Ronnie Oolders von der Realschule Nord steht er den Handwerkern Rede und Antwort. 230.000 Euro kosten die Maßnahmen im Schulzentrum Nord. Beide Maßnahmen werden finanziell durch das Programm „Gute Schule 2020“ vom Land gefördert. 25.000 Euro hat die Stadt zudem am IKG in die Hand genommen, um die schulinterne Bücherei umzubauen. Diese Arbeiten sind bereits abgeschlossen, ganz zur Freude von Schulleiter Tom van de Loo: „Die neue Beleuchtung bringt sofort eine spürbare Veränderung mit sich.“

Ein Trakt fehlt noch

Auch die Grundschule Wichern ist in diesen Sommerferien wieder eine Großbaustelle. Mit der Sanierung des Dachgeschosses von Trakt 1 soll dies aber auch die letzte große Maßnahme an der Grundschule für die kommenden Jahre sein. „In dem Trakt werden alle Oberflächen saniert und es wird eine neue Beleuchtung installiert“, sagt Georg Parnowski, Bauleiter der Stadt.

Neben den großen Maßnahmen stehen, wie jedes Jahr, auch kleinere Arbeiten in den Ferien an. So wird in der Grundschule Altstadt noch eine Teilsanierung mit Akustikwandplatten vorgenommen (18.000 Euro) und an den beiden Schulzentren erfolgen diverse Unterhaltungsarbeiten (22.000 Euro) sowie Malerarbeiten in den Klassenräumen (20.000 Euro).

Seit 2017 hat die Stadt etwa vier Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Gute Schule“ abgeschöpft. Beim KInvFG sind es etwa zwei Millionen Euro seit 2018.

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