Stefan Gütinger und Anna Beringhoff übernehmen Verantwortung in Bad Oeynhausen
Neues Führungsduo in der Pflege am Krankenhaus

Bad Oeynhausen (WB). Die Pflege am Krankenhaus Bad Oeynhausen wird von einem neuen Team geleitet. Pflegedirektor Stefan Gütinger und die stellvertretende Pflegedirektorin und Pflegedienstleiterin Anna Beringhoff sind seit einigen Monaten für etwa 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Pflege, dem Funktionsdienst und dem Patientenservice verantwortlich.

Freitag, 24.07.2020, 06:30 Uhr
Anna Beringhoff und Stefan Gütinger bilden das neue Führungsduo der Pflege am Krankenhaus in Bad Oeynhausen. Die beiden Pflegeexperten sehen die Pflege als Treiber und Motivator für Veränderungen im Krankenhaus. Foto: Mühlenkreis-Kliniken
Anna Beringhoff und Stefan Gütinger bilden das neue Führungsduo der Pflege am Krankenhaus in Bad Oeynhausen. Die beiden Pflegeexperten sehen die Pflege als Treiber und Motivator für Veränderungen im Krankenhaus. Foto: Mühlenkreis-Kliniken

Beiden ist es wichtig, die Pflege als eigenständige Profession im Krankenhaus weiter zu entwickeln. „Ziel der Pflege ist es, unter Berücksichtigung neuester pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse Gesundheit zu fördern, Krankheiten zu verhüten, Heilung zu ermöglichen und Leiden zu lindern“, sagt Stefan Gütinger.

Schon nach kurzer Zeit sind die ersten Änderungen am Krankenhaus Bad Oeynhausen sichtbar. Die ärztliche und pflegerische Visite finden ab sofort gemeinsam statt. Dadurch wird die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den beiden Professionen gestärkt.

„Wenn Pflege und Medizin Hand in Hand zusammenarbeiten, erreichen wir für den Patienten das beste Ergebnis“, sagt Anna . Daneben sollen Stationssekretärinnen die Pflegefachkräfte auf den Stationen entlasten, wodurch mehr Zeit für die Pflege am Patienten zur Verfügung stehen wird.

Viele Zukunftspläne

Für die Zukunft haben sich beide viel vorgenommen. In ihrem Büro hängt ein großes Whiteboard. Es ist eng beschrieben mit einer Vielzahl an innovativen Projektideen – aufgeteilt in Priorität eins bis Priorität drei. „Wir haben Lust auf Veränderung und Fortschritt. Und auch auf den Stationen ist eine Aufbruchsstimmung spürbar“, sagt Gütinger. Wichtig ist beiden insbesondere die Nachwuchsförderung.

„Neue Ideen von unseren zahlreichen engagierten Mitarbeitern nehmen wir gerne auf. Die oft gerade im Krankenhaus gern genutzte Begründung ‚Das war schon immer so‘ ist für uns kein Argument. Wir wollen neue Ideen und das Verantwortungsbewusstsein jedes Mitarbeiters fördern“, erklärt der Pflegedirektor.

Dazu soll beispielsweise auch das Konzept einer Ausbildungsstation in Zusammenarbeit mit der Akademie für Gesundheitsberufe etabliert werden. Hier sollen Auszubildende im fortgeschrittenen Stadium ihrer Ausbildung zeitweise die Verantwortung und die Organisation einer Station übernehmen. „Selbstverständlich unter Aufsicht. Aber wir wollen den jungen Fachkräften schon in der Ausbildung zeigen, dass ihre Ideen und ihr Engagement willkommen sind“, so Gütinger.

Akademisch ausgebildete Pflegekräfte sollen zudem in Arbeitsgruppen wissenschaftliche Erkenntnisse in praktische Projekte umsetzen. „Das ist ein neues Selbstverständnis von Pflege als Treiber und Motivator für Veränderungen im Krankenhaus. Wir beide vertreten dieses Pflegeverständnis offensiv“, sagt Gütinger.

Neue Projekte

Ein weiteres Projekt ist beispielsweise ein erweitertes Ausfallmanagement. Neben dem bereits existierenden Pflegepool, dessen Mitarbeiter bei krankheitsbedingten Ausfällen schnell einspringen können, soll es ein weiteres Instrument des Ausfallmanagements geben. Über eine App können Mitarbeiter zukünftig festlegen, wann und in welchem Bereich sie prinzipiell bereit sind, einen Dienst zu übernehmen. Sollte jemand kurzfristig ausfallen, kann so sehr schnell ein Dienst nachbesetzt werden.

„Wir möchten verhindern, dass künftig eine Pflegekraft in der Freizeit angerufen wird. Umfragen zeigen, dass Pflegekräfte diese Anrufe als besonders belastend empfinden. Deswegen wollen wir sie so gut wie möglich aus dem Krankenhausalltag verbannen“, erklärt Beringhoff. Aus diesem Grund wird auch der Ausfallpool weiter ausgebaut.

„Das ist insbesondere für Rückkehrer aus der Elternzeit sehr interessant, weil sich alle Mitarbeiter im Ausfallpool ihre Arbeitszeiten aussuchen können. Das ist das besondere Angebot zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, erklärt Anna Beringhoff.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7506256?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516044%2F
Eine Liga, zwei Welten
Schon 2016 beim ersten und bisher einzigen Arminia-Gastspiel in Leipzig wurde klar: RB (hier Diego Demme) ist kaum aufzuhalten. Dennoch entführten Seung-Woo Ryu und der DSC beim 1:1 damals einen Punkt aus der Red-Bull-Arena.
Nachrichten-Ticker