Premierengäste spenden viel Beifall für neue Show im GOP-Varieté in Bad Oeynhausen
Jetzt heißt es wieder „Vorhang auf!“

Bad Oeynhausen  (WB). Dass nicht nur Varieté-Direktor Christoph Meyer und sein Team das Ende der Corona-Zwangspause herbei gesehnt haben, ist am Freitag bei der Premiere der Show „Vorhang auf!“ im GOP-Kaiserpalais eindrucksvoll deutlich geworden. Die 250 Gäste spendeten nach jeder Darbietung tosenden Applaus. Ein besonderes Zeichen der Wertschätzung für alle Künstler, die mehr als vier Monate nicht auf der Bühne gestanden hatten.

Montag, 27.07.2020, 05:30 Uhr
Im Mittelpunkt der Show „Vorhang auf!“ steht Ulknudel Rosemie. Coronabedingt dürfen aktuell maximal 250 Zuschauer in den Varieté-Saal. Normalerweise bietet er Raum für 340 Gäste. Foto: Malte Samtenschnieder
Im Mittelpunkt der Show „Vorhang auf!“ steht Ulknudel Rosemie. Coronabedingt dürfen aktuell maximal 250 Zuschauer in den Varieté-Saal. Normalerweise bietet er Raum für 340 Gäste. Foto: Malte Samtenschnieder

„Es ist ein tolles Gefühl, wieder Gäste bei uns begrüßen zu können, nachdem das Haus in den vergangenen Monaten fast menschenleer war“, sagte Christoph Meyer zu Beginn. Er sei sehr zufrieden, dass auch die ersten Showtermine nach der Premiere bereits ausverkauft seien. Der Varieté-Direktor: „Das zeigt uns, dass die Menschen – endlich – wieder Kultur erleben wollen.“

Ähnlich äußerte sich Werner Buss, künstlerischer Leiter der GOP Entertainment Group. „Ich bin beseelt und glücklich, dass Sie heute alle da sind“, sagte er ans Publikum gewandt. Das Konzept der Show „Vorhang auf!“ sei den Corona-Folgen geschuldet.

„Wir konnten nicht, wie eigentlich laut Spielplan vorgesehen, mit ‚Camping‘ weitermachen“, erläuterte Werner Buss. Zum einen enthalte jene Show Ensemble-Elemente, die wegen der Hygiene- und Abstandsregeln aktuell so nicht umsetzbar seien. „Zum anderen konnten nicht alle der internationalen Künstler nach Deutschland einreisen.“ Kurzerhand sei ein neues Programm kreiert worden.

Alles dreht sich um Rosemie

Im Mittelpunkt des 90-minütigen Varieté-Spektakels, das aufgrund der aktuellen Situation ohne Pause gespielt wird, steht Ulknudel Rosemie. Mit Anekdoten, Liedern, einem Alphornsolo oder einer Rollschuheinlage gestaltet das Multi-Talent aus Schwaben die Übergange zwischen den Artistik- und Tanzeinlagen. Dabei darf zwischendurch auch immer wieder herzhaft gelacht werden.

„Vorhang auf!“ im GOP-Varieté in Bad Oeynhausen

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Jenseits des Klamauks reiht sich eine hochkarätige Akrobatik-Darbietung an die nächste. Atemberaubende Fußjonglage zeigt das Antipoden-Duo Eyerusalem und Tsion aus Äthiopien. Bis zu acht rote Teppiche wirbeln die jungen Frauen gleichzeitig durch die Luft.

Zwei Arme voller Keulen lassen Nate Armour und Aaron DeWitt über ihren Köpfen kreisen. Beiden ist anzumerken, dass sie es lieben, im Rampenlicht zu stehen.

Das gilt auch für Thomas Blacharz und Marion Bayle. Sie bringen eine rasante Lindy-Hop-Darbietung auf die Bühne. Der Tanzstil entwickelte sich in den 1930er Jahren in den USA. Er gilt als Vorläufer von Jive, Boogie-Woogie und Rock‘n’Roll.

In die Herzen der Zuschauer

Waghalsige Drehungen und Sprünge prägen die Auftritte von Publio Albergo Rabago. Sowohl am Chinese Pole als auch an den Strapaten macht er eine gute Figur. Das Publikum würdigt seinen vollen Körpereinsatz mit viel Applaus. Dessen kann sich auch Gabriel Drouin sicher sein. Im Verlauf der Show wird er nicht nur zur Zielscheibe immer neuer Flirtversuche von Moderatorin Rosemie. Auch mit seinem Cyr wirbelt er sich in die Herzen der Zuschauer.

Skurril gestaltet sich die Partnerakrobatik von Aaron DeWitt und Colin André-Heriaud. Durch Make-up und Kostüm verwandelt sich letzterer im Wortsinne in einen schrägen Vogel. In dieser Rolle begeistert er zudem an der Escarpolette. Dabei handelt es sich um eine spezielle Schaukel.

Für die Besucher vergeht die Show „Vorhang auf!“ wie im Flug. Beim Betreten und Verlassen des Kaiserpalais’ gilt für sie eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht. Im Varieté-Saal sorgen Acrylwände zwischen den Tischreihen für Sicherheit. Zudem sind nicht alle Tische verfügbar. Bei Bedarf trennen zusätzliche mobile Scheiben Besucher, die nicht zum gleichen Haushalt gehören, voneinander.

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