Feuerwehr mit Großaufgebot im Einsatz – keine Gefahrstoffe ausgetreten
Lkw-Unfall auf A2 sorgt für lange Staus

Bad Oeynhausen/Vlotho (WB/cm/mcs). Auf der A2 hat es am Donnerstag gegen 18.40 Uhr einen Auffahrunfall unter Beteiligung von zwei Lkw gegeben. Der Unfall ereignete sich zwischen den Anschlussstellen Vlotho-West und Bad Oeynhausen in Richtung Hannover. Das teilte die zuständige Autobahnpolizei Bielefeld mit.

Donnerstag, 30.07.2020, 19:52 Uhr aktualisiert: 31.07.2020, 07:13 Uhr
Feuerwehr mit Großaufgebot im Einsatz – keine Gefahrstoffe ausgetreten: Lkw-Unfall auf A2 sorgt für lange Staus
Bei dem Unfall auf der A2 sind zwei Lkw beschädigt worden. Einer hatte Gefahrstoffe geladen. Foto: Christian Müller

Die beiden Lkw-Fahrer blieben nach Behördenangaben unverletzt. Die Polizei sperrte die Autobahn und leitete den Verkehr an der Anschlussstelle Herford-Ost ab.

Die Polizei beschrieb den Unfallhergang so: Ein 51-jähriger Lkw-Fahrer aus Polen brachte seinen 40-Tonnen-Lkw zum Stehen. Denn vor dem Kreuz Bad Oeynhausen staute es sich aufgrund einer Baustelle. Ein  nachfolgender Litauer (62) übersah den Stau und krachte aufgrund von  Unachtsamkeit in das Heck des polnischen Lkw, welcher Gefahrstoffe geladen hatte. Da bei der Kollision zwei Fässer beschädigt worden waren, konnte zunächst niemand ausschließen, dass Gefahrstoffe austraten.

86 Feuerwehrleute im Einsatz

Ein Großaufgebot der Feuerwehr aus Vlotho, Herford und Löhne wurde alarmiert, wie Thomas Twellsiek, stellvertretender Wehrführer aus Vlotho, mitteilte: „Die Herforder und Löhner Brandbekämpfer hatten den ABC-Zug gebildet. Die Vlothoer Wehr rückte mit den Einheiten Vlotho, Exter und     Bonneberg-Steinbrünndorf aus. Wir waren mit 86 Kräften im Einsatz. Da wir im ersten Moment nicht wussten, was uns im Einsatz erwartet,     hatten wir eine größere Kräfteanzahl alarmiert. Unter Chemiekalienschutzanzügen gingen wir unter Atemschutz an die  havarierten Behälter vor. Wir konnten Entwarnung geben, da aus den Behältern keine Gefahrstoffe austraten.“

Der Auflieger war mit zahlreichen Gefahrstoffgebinden beladen, darunter Lösungsmittel, Industriekleber und Druckgaspatronen. In den beiden deformierten Fässern befanden sich lösungsmittelhaltige Klebergebinde für die Druckindustrie und chemischer Fensterkleber.

Sperrung um 20.45 Uhr aufgehoben

Die beiden Lkw wurden in Begleitung des ABC-Zuges und der Polizei von der Autobahn geleitet. Der aufgefahrene 40-Tonner wurde abgeschleppt und in eine Werkstatt gebracht. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen der Polizei auf etwa 200.000 Euro. Die Autobahn blieb im Bereich der Unfallstelle bis 20.45 Uhr gesperrt. Die Polizei leitete den Verkehr ab Vlotho ab. Der Verkehr staut sich auf bis zu fünf Kilometern zurück. Die Ausweichstrecken, besonders im Vlothoer Ortskern, waren zeitweise überlastet.

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