Poetische Quellen auf dem Aqua-Magica-Gelände werden zur Veranstaltungsreihe
Erstmals ein „Literarisches Quartett“

Löhne/Bad Oeynhausen  (WB). Literatur leistet Widerstand – auch der Corona-Pandemie: Die Poetischen Quellen, in diesem Jahr mit dem Thema „Literatur und Widerstand“, sind eine der wenigen Veranstaltungen, die 2020 im Landschaftspark Aqua Magica stattfinden dürfen – zwar nicht in gewohnter Form als Literaturfest, aber als Veranstaltungsreihe mit genehmigtem Hygienekonzept. Geplant ist diese von Donnerstag, 27. August, bis Sonntag, 30. August.

Samstag, 01.08.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 01.08.2020, 05:03 Uhr
Sponsoren und Veranstalter der 19. Poetischen Quellen im Landschaftspark Aqua Magica: Peter Becker (von links), Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Herford und der Sparkassenstiftung, Kay-Uwe Schneider, Westfalica-Geschäftsführer und Vorsitzender des Wirtschaftsclubs Bad Oeynhausen, der künstlerische Leiter der Veranstaltung, Michael Scholz, Dirk Marcus, Geschäftsleitung von Creditreform Herford und Minden sowie Dirk Hinke, Geschäftsführer der Aqua Magica GmbH. Foto: Andrea Berning
Sponsoren und Veranstalter der 19. Poetischen Quellen im Landschaftspark Aqua Magica: Peter Becker (von links), Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Herford und der Sparkassenstiftung, Kay-Uwe Schneider, Westfalica-Geschäftsführer und Vorsitzender des Wirtschaftsclubs Bad Oeynhausen, der künstlerische Leiter der Veranstaltung, Michael Scholz, Dirk Marcus, Geschäftsleitung von Creditreform Herford und Minden sowie Dirk Hinke, Geschäftsführer der Aqua Magica GmbH.

Darüber freut sich nicht nur der künstlerische Leiter Michael Scholz, der die 19. Auflage der Poetischen Quellen organisiert hat. Auch Vertreter der Sponsoren wie Kay-Uwe Schneider, Geschäftsführer von Westfalica und Vorsitzender des Wirtschaftsclubs Bad Oeynhausen, zeigten sich erfreut, dass die Veranstaltungsreihe in veränderter Form durchgeführt werden kann.

Beim Spazierengehen im Siekertal habe man sich im Frühjahr zufällig immer wieder getroffen, so Schneider, und gemeinsam überlegt, ob es bei dem Termin im August bleiben könne. Auch Michael Scholz gab zu, dass der Zweifel manchmal stärker als die Hoffnung war. Doch Anfang Juni fiel die endgültige Entscheidung dafür, ein mit acht Veranstaltungen etwas schmaleres Programm durchzuführen. In den vergangenen Jahren waren es auch schon einmal 16 Programmangebote.

Sponsoren stehen zur Veranstaltung

Peter Becker, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Herford und der Sparkassen-Stiftung, berichtete von einem starken Rückgang von Anfragen beim Veranstaltungssponsoring. Insofern habe man sich darüber gefreut, dass die Aqua Magica GmbH den Mut habe, diese „qualitativ hochwertige Veranstaltung durchzuziehen“. Wenn man ein Jahr aussetze, bestehe auch immer die Gefahr, dass ein Neuanfang nicht gelinge, warnte Becker. Die Sponsoren jedenfalls stünden zu der Veranstaltung, bekräftigte auch Dirk Marcus aus der Geschäftsleitung von Creditreform Herford und Minden.

Michael Scholz hat sich als künstlerischer Leiter ein Netzwerk an literarischen Kontakten aufgebaut. So war es kein Problem, wieder einmal den Schauspieler Rolf Becker für eine musikalische Lesung zu gewinnen. Er kommt nicht zum ersten Mal zu den Poetischen Quellen, ebenso wie die Schriftsteller Ingo Schulze und Dževad Karahasan, die zum Abschluss der Veranstaltungsreihe die Autorenbegegnung gestalten. Fest eingeplant ist auch Moderator Jürgen Keimer.

Künstler freuen sich aufs Publikum

Viele Künstler und Literaten freuten sich darauf, endlich wieder vor Publikum aufzutreten. Ihre Terminkalender hätten sich seit Mitte März geleert, und außerdem mussten sie finanzielle Einbußen hinnehmen, unterstrich Dirk Hinke, Geschäftsführer der Aqua Magica GmbH.

Auch Saxophonist Jan Schulte-Bunert, der sonst schon mal mit den Berliner Philharmonikern auftrete, habe seine Mitwirkung an der musikalischen Lesung am Samstag, 29. August, sofort zugesagt, berichtete Michael Scholz. Abgesagt habe dagegen die italienische Philosophin Donatella di Cesare, die sich einfach noch nicht auf die Reise getraut habe.

Auch hier fand Scholz Ersatz. Er freue sich auf ein „Literarisches Quartett“, so wie man es mit Marcel Reich-Ranicki im Fernsehen kannte, und eine Veranstaltung mit hochkarätigen Übersetzerinnen, die von den Schwierigkeiten bei ihrer Arbeit mit teils politisch brisanten Texten berichten.

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