Betreiber des Bad Oeynhauser Unverpacktladens Bio Provinz übernehmen Café-Betrieb im Glashaus auf der Aqua Magica
Regionale Küche im Herold’s

Löhne/Bad Oeynhausen (WB). „Wir werden hier alt“, sind sich Dimitrij Nikulicev und Orhan Bro sicher. Von diesem Wochenende an übernehmen die Geschäftsführer des Unverpacktladens Bio-Provinz das Herold’s-Café im Glashaus auf dem Aqua-Magica-Gelände. Nach und nach möchte sich das Duo mit eigenen Ideen in den Park einbringen und so für die Zukunft wappnen. Immer wieder hatten dort in der Vergangenheit die Gastronomen gewechselt.

Samstag, 15.08.2020, 03:30 Uhr aktualisiert: 15.08.2020, 11:08 Uhr
Platzwart Thomas Pest (von rechts) ist überzeugt, dass Dimitrij Nikulicev und Orhan Bro die richtigen Betreiber für die Gastronomie im Glashaus sind. Die zwei setzen beim Angebot beispielsweise auf regionales Bier und Kuchen heimischer Bäckereien. Foto: Lydia Böhne
Platzwart Thomas Pest (von rechts) ist überzeugt, dass Dimitrij Nikulicev und Orhan Bro die richtigen Betreiber für die Gastronomie im Glashaus sind. Die zwei setzen beim Angebot beispielsweise auf regionales Bier und Kuchen heimischer Bäckereien. Foto: Lydia Böhne

Fünf Jahre lang hatte zuletzt Tatjana Herold das Café betrieben. Schon vor Vertragsende hatte sie die Zusammenarbeit beendet, weil sie sich laut Parkwart Thomas Pest beruflich und privat verändern wollte. Auf der Suche nach neuen Mietern ist Pest auf die Betreiber des Unverpacktladens an der Herforder Straße gestoßen. Auf seine Nachfrage, ob Interesse bestünde, antworteten die Inhaber so: „Wir sind Naturmenschen. Für uns wäre es ein Traum, hier zu arbeiten.“

Laden zu zweit managen

Auch wenn ihr Laden über einen kleinen Kaffeeausschank verfügt, sind sich die Geschäftsführer bewusst: „Das Café auf der Aqua-Magica ist eine andere Hausnummer“ – aber auch eine Herausforderung, der sie sich stellen möchten. „Seit zweieinhalb Jahren führen wir den Laden. Wir sind immer auf der Suche nach Veränderungen“, sagt Dimitrij Nikulicev.

Die noch fehlende Erfahrung wollen sich die zwei mit der Zeit erarbeiten. Dass sie die Gastronomie unter Corona-Bedingungen übernehmen, stört die neuen Inhaber nicht. „Für uns ist es der perfekte Zeitpunkt. Wenn es etwas ruhiger ist, können wir uns einarbeiten und in die neue Rolle hineinwachsen“, sagt Orhan Bro. Thomas Pest schätzt, dass an einem Spitzentag etwa 400 Leute im Café Platz finden.

Dimensionen, die zusätzliches Personal unabdingbar machen werden. Bis es aber soweit ist, wollen die Betreiber Laden und Café zu zweit managen. Bis zum offiziellen Ende des alten Vertrags im Dezember führen sie das Herold’s unter diesem Namen fort. Zum neuen Jahr soll die Gastronomie dann unter einem neuen Namen laufen. Wie er lauten könnte, wollen Dimitrij Nikulicev und Orhan Bro noch in Ruhe überlegen, wenn sie ihr Konzept ausarbeiten.

Regionale Küche

„Die Lage ist top und bietet Potenzial ohne Ende“, meint Orhan Bro. Die Entscheidungsfreiheit, in welche Richtung die Pläne gehen könnten, überlässt Thomas Pest den neuen Mietern. Der Platzwart ist aber überzeugt: „Sie haben viele und gute Ideen. Das wird laufen, es muss sich nur rumsprechen.“ Eine Idee könnte laut der Betreiber ein eigenes Veranstaltungsprogramm sein. Themenabende oder Live-Musik wären denkbar.

„Wir haben zum Beispiel auch in unserem Laden den veganen Brunch, der wegen Corona leider ausfallen musste, weil wir nicht genügend Platz hatten. Das Problem hätte sich auf der hier vorhandenen Fläche erübrigt“, erläutert Orhan Bro. Aber auch die Vermietung des Cafés für Geburtstage sei laut der neuen Mieter eine Überlegung.

Nicht verloren gehen soll neben dem Eventcharakter aber auch der normale Café-Betrieb. „Café für alle auf einem gewissen Niveau“, schildert Orhan Bro das Vorhaben. In Biergartenatmosphäre sollen Eis, Würstchen, Baguette oder Salate angeboten werden. Ergänzt werden soll das Angebot durch regionale Kuchen. Dafür werden die Betreiber mit der Löhner Bäckerei Sieveking zusammenarbeiten. Die Kooperation mit einer weiteren Löhner Bäckerei sei angedacht.

„Etwa 30 Prozent des Sortiments werden Bio sein. Wir möchten unseren Qualitätsstandard durch qualitativ hochwertige Produkte halten. Das macht preislich keinen so großen Unterschied“, erläutert Orhan Bro. Bio- und Fairtrade-Kaffee sei ein Muss.

Das Herold’s ist Donnerstag und Freitag von 14 bis 20 Uhr geöffnet und Samstag und Sonntag von 11 bis 20 Uhr.

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