Stadt Bad Oeynhausen und Staatsbad Bad Oeynhausen informieren Einzelhändler
Unterstützung bei der Digitalisierung

Bad Oeynhausen (WB). Um interessierten heimischen Einzelhändlern beim digitalen Handel unter die Arme zu greifen, haben die Stadt und die Staatsbad GmbH eine Infoveranstaltung in der Wandelhalle organisiert. Dabei gab Digitalcoach Thomas Dickenbrok etwa 20 Teilnehmern viele nützliche Tipps. So stellte er etwa ein aktuelles Förderprogramm des Landes NRW vor. Dessen Bewerbungsschluss sei jüngst bis zum 15. September verlängert worden.

Mittwoch, 19.08.2020, 05:00 Uhr
Beater Krämer (Staatsbad GmbH), Bürgermeister Achim Wilmsmeier (2. von links) und Patrick Zahn (Wirtschaftsförderung, rechts) haben Digitalcoach Thomas Dickenbrok in der Wandelhalle begrüßt. Foto: Malte Samtenschnieder
Beater Krämer (Staatsbad GmbH), Bürgermeister Achim Wilmsmeier (2. von links) und Patrick Zahn (Wirtschaftsförderung, rechts) haben Digitalcoach Thomas Dickenbrok in der Wandelhalle begrüßt. Foto: Malte Samtenschnieder

„Das Jahr 2020 ist anders als die Vorjahre. Angesichts der Corona-Pandemie haben wir alle unser Verhalten und unsere Gewohnheiten verändert“, sagte Bürgermeister Achim Wilmsmeier zu Beginn der Veranstaltung. Die Folgen des Lockdowns im Frühjahr habe besonders der Einzelhandel zu spüren bekommen.

Um die Betroffenen zu unterstützen, hätten Stadt und Staatsbad zügig das Portal city­badoeynhausen.de ins Leben gerufen. Doch das sei nur ein erster Schritt gewesen. „Mit der Infoveranstaltung heute wollen wir deutlich machen, dass wir den heimischen Einzelhandel auch weiter bei der Digitalisierung unterstützen. Wir wollen zeigen, dass wir Ihnen zur Seite stehen und Ihnen konkrete Hilfe anbieten“, betonte Achim Wilmsmeier.

Früher: Gelbe Seiten, heute: Google

„Wie erreiche ich meine Kunden? Wie erreichen die Kunden mich?“ Diese beiden Fragen müsse jeder Einzelhändler, der seine Aktivitäten im Internet ausbauen wolle, im Vorfeld für sich beantworten, sagte Thomas Dickenbrok.

Der Herforder ist für den Handelsverband OWL als einer von landesweit vier Digitalcoaches im Einsatz. In dieser Funktion betreut er den Norden von NRW mit Ostwestfalen-Lippe und dem Bereich bis Dortmund.

„Früher war es für Einzelhändler, die gefunden werden wollen, wichtig, in den Gelben Seiten vertreten zu sein. Doch diese Zeiten sind lange vorbei“, sagte Thomas Dickenbrok. Heute sei es wichtig, nach Eingabe relevanter Suchbegriffe von der Suchmaschine Google angezeigt zu werden.

Dazu sei nicht gleich ein Webshop erforderlich. Häufig tue es auch eine normale Homepage. „Nichts zu machen, ist aber der größte Fehler“, betonte der Digitalcoach. Schon mit überschaubarem Aufwand sei es möglich, Internetnutzer wieder stärker an den stationären Einzelhandel zu binden.

Einkaufen in wunderbarer Kulisse

„Sie haben den Vorteil, dass Bad Oeynhausen eine wunderbare Kulisse zum Einkaufen bietet“, sagte Thomas Dickenbrok. Besucher kämen nicht nur her, um einzukaufen, sondern auch um sich eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Diesen Ansatz könnten die heimischen Einzelhändler auch nutzen, um das Wir-Gefühl zu stärken, regte der Digitalcoach an.

Für eine vernünftige Auffindbarkeit im Internet müsse jeder Einzelhändler einen Beitrag leisten. „Etwa zwei Drittel der Geschäfte in OWL sind nicht mit ihren korrekten Angaben bei Googel zu finden“, sagte Thomas Dickenbrok. Das lasse sich mit wenigen Handgriffen ändern. Unterbleibe dies, schädigten Einzelne den gesamten Handelsstandort.

Wer Hilfe benötige, könne auch ihn als Digitalcoach direkt ansprechen. „Sie sollten keine Angst vor der neuen Technik haben“, betonte Thomas Dickenbrok. Die Ausrede, jemand habe im Alltag nicht genug Zeit, sich zum Beispiel um einen eigenen Facebook- oder Instagram-Kanal zu kümmern, lasse er nicht gelten. Dies sei wichtig, um das eigene Geschäftsmodell digital zukunftsfähig zu machen.

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