Gebürtiger Bad Oeynhausener Alexander von Reden (50) ist Produzent von „Faking Bullshit“
Der Vollzeit-Jurist, der als Hobby Kinofilme hat

Bad Oeynhausen/Berlin(WB). In seinem Leben hat Alexander von Reden (50) als Vollzeit-Jurist gefühlt in jeder deutschen Großstadt schon gearbeitet. Nun will der gebürtige Bad Oeynhausener mit seinem zweiten produzierten Film „Faking Bullshit“ dafür sorgen, dass möglichst viele Besucher die Kinosäle in Deutschland füllen. Neben seinem Beruf produziert er seit ein paar Jahren hobbymäßig Kinofilme.

Donnerstag, 10.09.2020, 15:47 Uhr aktualisiert: 10.09.2020, 15:50 Uhr
Produzent Alexander von Reden bei der Vorpremiere in Aalen (Westfalen) mit Schauspieler Bjarne Mädel. Foto:
Produzent Alexander von Reden bei der Vorpremiere in Aalen (Westfalen) mit Schauspieler Bjarne Mädel.

Bis zum Abitur 1990 am Immanuel-Kant-Gymnasium (IKG) hielt es Alexander von Reden in Bad Oeynhausen. Zum Jura-Studium zog es den Kurstädter dann nach Trier und Münster, sein Referendariat und seine Promotion machte er in Hamburg. Anschließend arbeitete Alexander von Reden fünf Jahre lang für die Deutsche Bundesregierung in Peking, bevor er als Justiziar für große Firmen in München, Berlin und in der Schweiz tätig war. Mittlerweile wohnt und lebt Alexander von Reden seit ein paar Jahren in Berlin.

Jugendtraum wird wahr

„Da habe ich dann wieder an meinen Jugendtraum gedacht“, sagt er. Ein Mal als Produzent im Abspann eines Kinofilms zu sehen sein, „das war mit 14 Jahren mein Traum“. Diesen Traum hat sich der Bad Oeynhausener bereits im Oktober 2019 erfüllen können. Der erste Film „Ronnie und Klaid“, eine deutsche Filmkomödie, in der die Kiez-Kumpels Ronny und Kahlid, genannt Klaid, in Berlin den perfekten Plan zum Millionärsdasein schmieden, feierte Premiere und war in 30 Kinos zu sehen.

„Ja, mein Traum war erfüllt, aber ich habe gemerkt, wie sehr mich die Filmproduktion gepackt hat“, berichtet Alexander von Reden. Mittlerweile hat er in Berlin seine eigene Produktionsfirma „Marviefilms“ gegründet und sich ein Team zusammengestellt. „Es ist weiterhin aber alles nur mein Hobby“, betont Alexander von Reden. Wenn er nicht als Produzent am Filmset zu sehen ist, leitet er die Rechtsabteilung eines „bekannten kanadischen Unternehmens“.

Der Komödie treu

„Mit ‚Faking Bulshit‘ geht für mich der nächste Traum in Erfüllung“, sagt er. Von diesem Donnerstag an ist der Film mit Schauspieler Bjarne Mädel auf 230 Leinwänden in der Republik zu sehen, unter anderem auch in der UCI-Kinowelt in Bad Oeynhausen. „Faking Bullshit“ ist wieder eine Komödie, gedreht in Aalen in Westfalen.

„Es ist ein Remake der schwedischen Komödie ‚Cops‘, in der auf eine leichte und humorvolle Art ernste Themen wie Rassismus und Sexismus behandelt werden“, berichtet der Produzent. Mit Bjarne Mädel habe man zudem als Schauspieler „eine Bank“, wenn es um Humor geht. In dem Film soll eine Polizeiwache in der Provinz von Westfalen geschlossen werden, da kaum noch ein Verbrechen geschieht.

„Um das jedoch zu verhindern, werden die Polizisten selbst als Täter aktiv, da sie Angst um ihren Job haben“, sagt Alexander von Reden. Etwa 10.000 Aalener haben den Film bereits in den Kinos gesehen. Am Mittwoch dieser Woche feierte Alexander von Reden dann mit seinem Team Filmpremiere in Berlin.

Auch der zweite Kinofilm, an dem der gebürtige Bad Oeynhausener als Produzent mitgewirkt hat, soll nicht der letzte bleiben. Eine Action-Komödie ganz nach dem Vorbild „Pulp Fiction“ von Quentin Tarantino ist für ihn der nächste Lebenstraum, vielleicht sogar mit der einen oder anderen Szene aus dem mit „schönen Locations“ versehnen Heimatort Bad Oeynhausen.

„Vorerst fahre ich weiterhin nach Bad Oeynhausen, um meine Eltern zu besuchen“, sagt der Produzent. Wenn die Stadt Bad Oeynhausen die Produktion genau so unterstützen würde wie die Stadt Aalen, dann „wäre alles offen.“

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