Achim Wilmsmeier und Lars Bökenkröger weiter im Rennen ums Bürgermeisteramt
Kopf an Kopf in die Stichwahl

Bad Oeynhausen (WB). Die Bürgermeisterwahl in Bad Oeynhausen geht in die zweite Runde: In die Stichwahl am Sonntag, 27. September, haben es Achim Wilmsmeier (SPD/BBO/UW/Linke) und Lars Bökenkröger (CDU) geschafft. Beide Kandidaten lagen während der Stimmauszählung am Sonntagabend lange Zeit nahezu gleich auf bei etwa 35 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Montag, 14.09.2020, 00:56 Uhr aktualisiert: 14.09.2020, 02:10 Uhr
Achim Wilmsmeier (links) oder Lars Bökenkröger? Wer als Bürgermeister ins Bad Oeynhausener Rathaus einzieht, entscheidet sich in der Stichwahl am 27. September. Foto: Frank Dominik Lemke
Achim Wilmsmeier (links) oder Lars Bökenkröger? Wer als Bürgermeister ins Bad Oeynhausener Rathaus einzieht, entscheidet sich in der Stichwahl am 27. September. Foto: Frank Dominik Lemke

„Ich hätte mir vier, fünf Prozentpunkte mehr erhofft“, sagte der sichtlich enttäuschte Achim Wilmsmeier im Gespräch mit dieser Zeitung. Für das aus seiner Sicht unbefriedigende Endergebnis machte der Sozialdemokrat in erster Linie den schlechten Landes- und Bundestrend seiner Partei verantwortlich. Achim Wilmsmeier: „Ich hätte gedacht, dass die Bürger die gute Arbeit, die wir in den vergangenen Jahren geleistet haben, mehr honoriert hätten.“

„Ich bin mit diesem Ergebnis sehr zufrieden“, sagte dagegen Lars Bökenkröger. Addiere man sein Ergebnis und die Werte der anderen Herausforderer auf, ergebe sich eine deutliche Mehrheit gegen Amtsinhaber Achim Wilmsmeier. Lars Bökenkröger: „Die Bürger wollen einen Wechsel in Bad Oeynhausen. Das gute Ergebnis gibt mir Rückenwind für die Stichwahl in zwei Wochen.“

Dritter Platz für die Grünen

Einen „unglücklichen dritten Platz“ belegte Dr. Volker Brand (Grüne) im Rennen um das Bürgermeisteramt. Zwar habe es am Ende nicht für den Einzug in die Stichwahl in zwei Wochen gereicht. Mit einem Stimmenanteil von fast 20 Prozent sei er aber sehr zufrieden. Eine Wahlempfehlung für einen der beiden Kandidaten in der Stichwahl wollte Volker Brand am Sonntag noch nicht aussprechen. Der grüne Bürgermeisterkandidat: „Wir werden am Montag in Partei und Fraktion über das Wahlergebnis sprechen und unsere Entscheidung dann zeitnah mitteilen.“

Auf ein Ergebnis von jeweils um die zehn Prozent hatte nach eigener Aussage sowohl Henning Bökamp (FDP) als auch Werner Birtsch (unabhängig) gehofft. In beiden Fällen jedoch vergeblich. Den Kopf in den Sand stecken wollen beide Bürgermeisterkandidaten aber nicht.

Als Kandidat auf Platz 1 der Reserveliste der FDP wird Henning Bökamp auf jedem Fall dem neuen Stadtrat angehören. Der Liberale: „Ich freue mich sehr auf die Rats­arbeit. Wir werden den anderen genau auf die Finger schauen, ob sie die vor der Wahl gemachten Versprechungen auch einhalten.“

Unterstützung für Bökenkröger

Auf eine Art „außerparlamentarische Opposition“ setzt Werner Birtsch. Für ihn zeuge das Wahlergebnis nicht von Veränderung, sondern spiegele ein „Weiter so“ wider. Daraus, wem von den beiden Kandidaten in der Stichwahl ihre Sympathien gelten, machten beide keinen Hehl. Sowohl Henning Bökamp als auch Werner Birtsch ermuntert seine Anhänger, Lars Bökenkröger zu wählen.

Der CDU-Bürgermeisterkandidat freut sich nach eigener Aussage über diese Unterstützung. Er wolle die kommenden Tage nutzen, um insbesondere mit den Grünen eine Basis für eine mögliche Zusammenarbeit in den nächsten fünf Jahren auszuloten. Und noch etwas anderes lag Lars Bökenkröger am Herzen: „Ich hätte gehofft, dass die AfD bei der Ratswahl schlechter abschneidet.“

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