Positiver Fall am Berufskolleg – weitere Tests am IKG in Bad Oeynhausen negativ
Corona: Vier Infizierte in Pflegeeinrichtung

Bad Oeynhausen (WB). In einer Pflegeeinrichtung in Bad Oeynhausen sind vier Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, davon ein Mitarbeiter sowie drei Bewohner. Nun müssen alle Mitarbeiter und Bewohner zum Test. Nach dem positiven Corona-Test eines Schülers der  Sekundarstufe I am Immanuel-Kant-Gymnasium (IKG) ist ein positiver Fall am benachbarten Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg bekannt geworden. Fälschlicherweise hatte die Kreisverwaltung am Dienstag die infizierte Bad Oeynhausener Schülerin dem gleichnamigen Berufskolleg in Minden zugeordnet.

Mittwoch, 16.09.2020, 17:15 Uhr aktualisiert: 18.09.2020, 21:05 Uhr
Vier Personen einer Pflegeeinrichtung in Bad Oeynhausen sind positiv auf Corona getestet worden. Das hat das Gesundheitsamt Minden am Mittwoch mitgeteilt. Nun sollen alle Bewohner und Mitarbeiter auf das Virus getestet werden. Foto: dpa
Vier Personen einer Pflegeeinrichtung in Bad Oeynhausen sind positiv auf Corona getestet worden. Das hat das Gesundheitsamt Minden am Mittwoch mitgeteilt. Nun sollen alle Bewohner und Mitarbeiter auf das Virus getestet werden. Foto: dpa

„Wir sind trotzdem guter Dinge“, sagt Olaf Nennker, stellvertretender Leiter der Freiherr-vom-Stein-Berufskollegs in Bad Oeynhausen und Minden, im Gespräch mit dieser Zeitung. Es sei in der Vergangenheit immer wieder zu Verdachtsfällen gekommen, die sich alle als negativ erwiesen hätten.

Nun habe es übers Wochenende den ersten positiven Befund innerhalb der Schülerschaft gegeben. Laut Olaf Nennker hatte sich die Berufsschülerin nach einem positiven Fall in ihrem Umfeld vorsorglich testen lassen. Dabei wurde das Corona-Virus auch bei ihr nachgewiesen.

„Die Schülerin ist in dieser Woche schon gar nicht mehr zur Schule gekommen. Ihr geht es aber gut“, sagt Olaf Nennker. Ihre Klassenkameraden sowie Lehrer und betroffene Eltern können sich laut Olaf Nennker kostenlos in Minden im Johannes-Wesling-Klinikum testen lassen. „Das Gesundheitsamt wird die Betroffenen in einem direkten Schreiben informieren“, berichtet der Lehrer. Der Unterricht an der Schule sei von dem positiven Fall nicht beeinträchtigt worden. 650 Schüler besuchen derzeit das Berufskolleg im Schulzentrum Süd.

„Unsere Schüler halten sich sehr gut an das Tragen einer Maske im Gebäude oder auf dem Gelände. Auch im Unterricht tragen einige freiwillig eine Maske“, sagt der stellvertretende Schulleiter. Man habe an der Schule zur Kontrolle dennoch zusätzliche Aufsichten in den Pausen eingerichtet.

Die Lage am IKG

Am Immanuel-Kant-Gymnasium trafen am Mittwoch die ersten Testergebnisse ein. „Es gibt keinen weiteren positiven Befund“, sagt Schulleiter Dr. Tom van de Loo. Die Einschätzung des Gesundheitsamtes sei genau richtig gewesen. Der Schulleiter betont, dass das Beibehalten eines normalen Regelunterrichts keine Besonderheit ist, wenn an einer Schule ein Schüler positiv getestet wurde. Einzelne Eltern seien in Gesprächen besorgt gewesen, viele hätten jedoch gelassen reagiert.

Ingo Krimling, stellvertretender Schulleiter der benachbarten Realschule Süd, sieht die Situation ebenfalls relativ entspannt: „Die Schüler und Lehrer sind sensibilisiert.“ Zudem gebe es gute Absprachen zwischen den Schulen. „Natürlich machen die steigenden Zahlen einen nachdenklich, aber die Schulen sind definitiv nicht die Corona-Hotspots“, sagt er. Er habe in den Sommerferien mehr „Bauchschmerzen“ gehabt als derzeit – trotz der Fälle im unmittelbaren Umfeld der Schule.

Tests angeordnet

Zu den vier Fällen in der Pflegeeinrichtung teilt der Kreis mit, dass das Gesundheitsamt bereits die notwendigen Maßnahmen angeordnet habe, die nun von der Einrichtung umgesetzt würden. Die Einrichtung hat die Kreisverwaltung darum gebeten, nicht namentlich genannt zu werden. Anders als bei den Klassenkameraden der infizierten Schüler hat das Gesundheitsamt für alle Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung Tests angeordnet.

Laut Kreisverwaltung sind die erhöhten Fallzahlen auf mehrere Infektionsketten zurückzuführen, die im privaten Umfeld entstanden sind. Da die betroffenen Personen berufliche und private Kontakte gepflegt hätten, verfolge das Gesundheitsamt nun alle möglichen Kontaktpersonen nach, ordne bei Bedarf Quarantänen an und stehe auch mit den im Umfeld betroffenen weiteren Personen in einem engen Austausch, um die Ausbreitung des Corona-Virus im Kreis Minden-Lübbecke weiterhin einzudämmen.

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