Modelleisenbahnclub Bad Oeynhausen-Löhne würde gern Ausstellungstage abhalten
Nächster Halt: Steinstraße

Löhne (WB). Die Wallücke-Bahn fährt wieder: Auf mehr als 14 Metern ist die Kleinbahn unterwegs, durch grüne Landschaften und kleine Orte über Tengern, Mennighüffen und Obernbeck bis nach Kirchlengern.

Freitag, 18.09.2020, 03:00 Uhr
Am „Bahnhof Steinstraße“ (hier vor der LGB-Bahn) angekommen: Jürgen Friese (von links), Sascha Kämpfer, Vorsitzender Norbert Niedernhöfer, Dieter Schiermeyer und Kassierer Jürgen Miethke freuen sich über die Fortschritte in den Obernbecker Räumlichkeiten. Diese würde der Verein gern wieder öffentlich zeigen. Die Planung für Ausstellungswochenenden im November läuft. Foto: Andrea Berning
Am „Bahnhof Steinstraße“ (hier vor der LGB-Bahn) angekommen: Jürgen Friese (von links), Sascha Kämpfer, Vorsitzender Norbert Niedernhöfer, Dieter Schiermeyer und Kassierer Jürgen Miethke freuen sich über die Fortschritte in den Obernbecker Räumlichkeiten. Diese würde der Verein gern wieder öffentlich zeigen. Die Planung für Ausstellungswochenenden im November läuft. Foto: Andrea Berning

Ob Schloss Ulenburg oder die Windmühle Struckhof: Einige Gebäude entlang der Schienen, die Jürgen Friese und Sascha Kämpfer fleißig verlegt haben, sehen wirklichkeitsgetreu aus. An anderen Haltepunkten sollen die derzeitigen Gebäude nach und nach durch originalgetreuere Nachbildungen ersetzt werden.

Mitglieder hoffen noch

Diese sehenswerte Anlage würden die Mitglieder des Modelleisenbahnclubs Bad Oeynhausen-Löhne im November gern wieder ihren Besuchern an den traditionellen Ausstellungstagen rund um Volkstrauertag und Totensonntag zeigen. Doch ob es dazu kommt, kann sich erst kurzfristig entscheiden. Denn zurzeit kann noch niemand absehen, wie angesichts der Corona-Pandemie die Genehmigungslage dann aussieht.

Seit dem Umzug in die neuen, lichtdurchfluteten Vereinsräume an der Obernbecker Steinstraße 13a gibt es bei einem Besuch bei den Mitgliedern des Modelleisenbahnclubs Bad Oeynhausen-Löhne immer wieder Neues zu entdecken. An den Räumen der ehemaligen Bekleidungsfabrik Brinkmeyer wird kräftig weitergearbeitet, und auch beim Wiederaufbau und bei der Neukonstruktion der Modelleisenbahnanlagen unterschiedlichster Spurweiten geht es voran.

Eigentlich also höchste Zeit, die Räumlichkeiten für die traditionellen Ausstellungswochenenden im November vorzubereiten – doch die engagierten Modelleisenbahner sind noch etwas verzagt. Dabei wäre die Öffnung auch für die Vereinskasse dringend erforderlich, schließlich konnten schon die Ausstellungstage im März nicht stattfinden.

Räume bieten Möglichkeiten

Und die Voraussetzungen sind gar nicht schlecht: Ein zweiter Fluchtweg, seinerzeit Auflage beim Umbau der neuen Vereinsräume, könnte den Mitgliedern des Modelleisenbahnclubs Bad Oeynhausen-Löhne in Corona-Zeiten zugute kommen. Mithilfe der zusätzlichen Treppe lässt sich ein Einbahnstraßensystem durch die Ausstellungsräume anlegen, so dass die Besucher zunächst die untere Etage besichtigen und das Haus wieder verlassen, um dann in die zweite Etage zu gelangen.

„Auf eine Bewirtung würden wir natürlich verzichten“, sagt Vorsitzender Norbert Niedernhöfer. Dabei sind die Vereinsräume so gestaltet, dass Besucher an langen Tischen viel Platz fänden. Doch Abstände müssen eingehalten werden, wie Niedernhöfer auch bei der Organisation einer außerordentlichen Mitgliederversammlung feststellen konnte: Diese war erforderlich, um die Vereinsbeiträge freiwillig zu erhöhen, unter anderem für die Miete für das Fabrikgebäude.

Kassierer Jürgen Miethke blickt sorgenvoll, wenn er an die Finanzen des Vereins denkt. Und auch mit dem Weiterbau der ambitionierten Modelleisenbahnanlagen kann es ja nicht weitergehen, wenn es am Geld mangelt. Die neue H0-Anlage im Obergeschoss, mit ihren vielen Wendeln und Schattenbahnhöfen, komplett digital gesteuert, ist ein Großprojekt, das noch mehrere Jahre Arbeit erfordert.

Es gibt viel zu sehen

Dennoch gibt es schon viel zu sehen, nicht nur die Wallücke-Bahn und die imposante H0-Anlage: Auf 40 Quadratmetern in der unteren Etage fährt die große LGB-Bahn, die Dieter Schiermeyer betreut und die schon fleißig am neuen Bahnhof Steinstraße hält. Dort vertreibt sich ein Wartender die Zeit, in dem er das WESTFALEN-BLATT im Miniaturformat liest – bei den Modelleisenbahnern muss alles bis ins letzte Detail stimmen.

Neue Mitstreiter sind immer willkommen, zurzeit insbesondere für den Wiederaufbau der N-Anlage, von der hauptsächlich die Landschaften aus den alten Vereinsräumen gerettet wurden. Die Modelleisenbahner treffen sich dienstags ab 18 Uhr und arbeiten in Zweier-Teams und auf Abstand an ihren Anlagen.

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