Stadtwerke-Vorstand berichtet zum Stand der Arbeiten auf der Badbaustelle im Siel
Sielbad: „In zwei, drei Wochen stehen die Kräne“

Bad Oeynhausen (WB). Die Arbeiten auf der Badbaustelle im Siel liegen im Zeitplan. Und beim ersten Ausschreibungspaket mit einem Umfang von 71 Prozent am Gesamtprojekt hat man ein finanziell besseres Ergebnis erzielt als erwartet. Das hat Andreas Schwarze, Vorstand der Stadtwerke Bad Oeynhausen (SBO), im Verwaltungsrat berichtet.

Freitag, 25.09.2020, 06:05 Uhr aktualisiert: 25.09.2020, 06:10 Uhr
Die Aufnahme aus der Vogelperspektive vermittelt einen aktuellen Eindruck zum Stand der Bauarbeiten für das neue Bad im Siel. Foto: Stadtwerke Bad Oeynhausen
Die Aufnahme aus der Vogelperspektive vermittelt einen aktuellen Eindruck zum Stand der Bauarbeiten für das neue Bad im Siel. Foto: Stadtwerke Bad Oeynhausen

Er verband dies mit der Aussage: „Mithin ist zum jetzigen Zeitpunkt, auch unter Berücksichtigung etwaiger Nachträge, davon auszugehen, dass das Gesamtbudget von netto 21,7 Millionen Euro eingehalten werden kann. Wir werden darunter liegen.“ Das zweite Ausschreibungspaket soll im Oktober oder November auf den Weg gebracht werden. Schwarze: „Auch hier gehen wir davon aus, in Summe gute Ergebnisse erzielen zu können.“

Sämtliche vorbereitende Arbeiten zum Herrichten und Erschließen des Areals sowie die Abbrucharbeiten sind abgeschlossen . Auch die Arbeiten am Infrastrukturnetz, so beispielsweise der Umlegung der Gashochdruckleitung, seien so gut wie abgeschlossen. Mit Blick auf die Wasserhaltung- und Erdarbeiten sagte Schwarze: „Sie haben Mitte August begonnen und liegen in den Terminvorgaben.“

Entgegen der Annahme vorheriger Proben verfüge man dort über mehr „nutzbaren Aushub mit feinstem Sand, den niemand dort vermutet hat“. Den werde man wieder verwenden können, zum Verfüllen, und spare so Transport- und Entsorgungskosten.

Der Stadtwerke-Vorstand wies auch noch einmal darauf hin, dass es seitens des Bundes als Fördermittelgeber eine vorläufige Förderzusage gebe sowie eine schriftliche Erklärung, vorzeitig mit der Maßnahme beginnen zu können.

Rohbauarbeiten ab Mitte Oktober

Schwarze: „Wir hoffen, dass der endgültige Förderbescheid zeitnah kommt.“ Der Austausch von Daten zum Projekt mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW laufe „prima, zielführend und damit reibungslos“. Für den Bund bearbeitet das Projekt der so bezeichnete „Projektträger Jülich“.

Schwarze skizzierte während der jüngsten Sitzung auch die nächsten Schritte zur Verwirklichung des Projektes: Der Beginn der Rohbauarbeiten ist demnach für die zweite Oktoberhälfte vorgesehen. Ausführen wird sie eine Firma aus Georgsmarienhütte.

Schwarze: „Das Unternehmen ist schon auf der Baustelle. Ich gehe davon aus, dass in den nächsten zwei, drei Wochen auch die beiden großen Kräne stehen werden.“ Nach Fertigstellung der Bodenplatte, geplant für Ende November/Anfang Dezember, sei die Grundsteinlegung geplant. Der Vorstand: „Nachdem es in der tollen Wetterphase immer wieder Probleme mit Vandalismus gab, besonders mit Blick auf den Baustellenzaun, wird die Baustelle mittlerweile von einem Wachdienst kontrolliert.“ Seitdem sei diese Beeinträchtigung „auf Null heruntergegangen“. Damit soll auch Diebstählen von der Baustelle vorgebeugt werden.

Nagel fragt nach

Kurt Nagel (CDU) erkundigte sich nach den Möglichkeiten der weiteren Nutzung der im Sielbad vor Jahren installierten Solar-Absorberanlage. Antwort des Vorstandes: „Die wird im neuen Bad weiter verwendet. Aus energetischen und wirtschaftlichen Gründen haben wir sie integriert. Sie wird mit Inbetriebnahme des neuen Bades auch wieder arbeiten.“ Die großen Komponenten seien auf der Kläranlage eingelagert.

Eine weitere Frage von Kurt Nagel drehte sich um die Corona-Pandemie. Er verwies auf den geplanten Bau von Sammelumkleiden, verbunden mit der Feststellung: „Wir wissen alle nicht, wann die Pandemie endet.“ Sei darüber nachgedacht worden, was man tue, wenn sie über den Eröffnungstermin hin andauere? Schwarze: „Das Bad ist nicht unter Pandemie-Gesichtspunkten geplant.

Aber die Sammelumkleiden umfassen auch Einzelkabinen für gehandicapte Leute, wo sich natürlich jeder umziehen kann. Und wir könnten sicherlich auch reagieren, weil wir ausreichend Sammelumkleiden hätten, so dass wir abtrennen könnten, um dann zu desinfizieren, die Bereiche wieder zu nutzen und dann erneut zu desinfizieren.“ Allerdings könne man nicht über 100 Einzelkabinen verfügen. Er gehe davon aus, dass die Pandemie nach der Eröffnung des Bades keine Rolle mehr spielen werde. Vorgesehen ist sie für das späte Frühjahr 2022.

Vergebene Arbeiten

Diese Arbeiten sind inzwischen vergeben: Erdarbeiten Baugrube, Wasserhaltungsarbeiten, Rohbauarbeiten, Hubboden, Fördertechnik, Gerüstbauarbeiten, Tiefgründungsarbeiten, Zimmerer- und Holzbauarbeiten, Dachabdichtung und Klempnerarbeiten, Alu-Glas-Fassade/Innenfassaden/Fensterbau, Sanitärinstallationen/Wasser, Abwasser, Wärmeversorgungsanlagen/Wärmeerzeugung, raumlufttechnische Anlagen, Elektroinstallationen/Beleuchtung/Informationstechnik, Fundamenterder/Blitzschutz, Badewassertechnische Anlage, Edelstahlbecken Freibad.

Die Fortschritte auf der Baustelle im Siel können auf der Internetseite der Stadtwerke Bad Oeynhausen über das „Baustellentagebuch“ verfolgt werden.

www.stadtwerke-badoeynhausen.de

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