Behälter sollen nach und nach an die Haushalte in Bad Oeynhausen ausgeliefert werden
17.000 Gelbe Tonnen

Bad Oeynhausen (WB). In den nächsten Tagen und Wochen erfolgt die Auslieferung der neuen Gelben Tonnen im Bad Oeynhausener Stadtgebiet. 17.000 Tonnen werden an die Haushalte in der Kurstadt verteilt. Vom 1. Januar an soll dann der Gelbe Sack endgültig ausgedient haben (diese Zeitung berichtete). Bereits im Abfallwirtschaftskonzept aus Mai 2015 ist diese Umstellung auf Kreisebene angedacht. Doch so richtig gelb sind die neuen Tonnen gar nicht, lediglich der Deckel wird gelb sein.

Montag, 26.10.2020, 06:15 Uhr aktualisiert: 26.10.2020, 14:55 Uhr
Dunkelgrau mit gelben Deckeln: So sehen die neuen „Gelben Tonnen“ aus. Zum Jahreswechsel wird vom Gelben Sack auf diese Tonnen im gesamten Kreisgebiet umgestellt. Für die Abfuhr in der Kurstadt ist das Unternehmen Pre Zero zuständig. Foto: Pre Zero
Dunkelgrau mit gelben Deckeln: So sehen die neuen „Gelben Tonnen“ aus. Zum Jahreswechsel wird vom Gelben Sack auf diese Tonnen im gesamten Kreisgebiet umgestellt. Für die Abfuhr in der Kurstadt ist das Unternehmen Pre Zero zuständig. Foto: Pre Zero

Federführend auf dem Stadtgebiet für die Umstellung sind die Stadtwerke Bad Oeynhausen und das Entsorgungsunternehmen Pre Zero aus Porta-Westfalica. „In Bad Oeynhausen sind 240-Liter-Gefäße sowie für Großwohnanlagen 1,1 Kubikmeter-Behälter vorgesehen“, berichtet Boris Ziegler, Sprecher der Pre Zero Deutschland KG. Das entspreche bei den „kleinen Tonnen“ etwa acht bis zehn gelben Säcken. Bis Mitte Dezember sollen die Tonnen verteilt sein. Geleert werden sollen die Behälter von Januar 2021 an alle 14 Tage – wobei sich für die Bürger ein Blick in den Abfuhrkalender empfiehlt. Bis zum 31. Dezember werde weiterhin an der Abfuhr der Gelben Säcke festgehalten. Erst danach erfolgt die Abfuhr der Gelben Tonnen. In Einzelfällen könne sich die Auslieferung der Tonnen aufgrund der Logistik und Produktionsdauer bis Januar 2021 verzögern. Wo die Gelbe Tonne bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgeliefert worden sei, erfolge die Abfuhr über den Gelben Sack. Die Bekanntmachung ab wann und wo die Tonnen genau verteilt werden erfolgt durch die Firma Pre Zero.

Gute Gründe

Gründe für die Einführung der Gelben Tonne seien die Vermeidung zusätzlicher Abfälle durch den Gelben Sack, die Vermeidung von Verwehungen und Tierverbiss, eine geringere Umweltbelastung und eine Kostenreduzierung durch Wegfall zusätzliche Reinigung verwehender und defekter Säcke, die Reduzierung des CO²-Ausstoßes, weniger Fahrkilometer durch Verlängerung des Abfuhrrhythmus sowie die Verringerung von Beschwerden zu Qualität und Verteilung der Säcke.

Eine Verpflichtung, die Gelbe Tonne zu nutzen, gibt es nicht. An den Annahmestellen in Porta Westfalica, Pohlsche Heide, Lübbecke, Espelkamp und Stemwede können Leichtverpackungen zusätzlich abgegeben werden. Wichtig ist, dass die Gelben Säcke nach der kreisweiten Umstellung nicht mehr verwendet werden dürfen.

Tonnen teilen erlaubt

Auf jeder Tonne befindet sich ein Strichcode. Dieser beinhaltet die Adresskoordinaten Ort, Straße und Hausnummer für die Auslieferung der bereitgestellten Tonnen. Der Strichcode wird am Ende der Auslieferung auf ein Grundstück ausgelesen und dient dem Nachweis der Auslieferung. Die Auslieferung erfolgt automatisch an alle Haushalte. Grundsätzlich müsse für die Erstauslieferung keine Bestellung veranlasst werden. Das Material der Tonne kann laut Pre Zero zu 100 Prozent recycelt werden. Ein Reinigungsservice für die Gelben Tonnen ist nicht vorgesehen. Es wird empfohlen, die Tonne von Zeit zu Zeit mit einem Wasserschlauch auszuwaschen und/oder mit Essigsäure von innen einzusprühen. Bei Bedarf können auch Entsorgungsgemeinschaften, wie auch bei der Papiertonne, unter Nachbarn gebildet werden. Die Anzahl an Tonnen richtet sich nach dem Verbrauch an Verpackungen und orientiert sich an einem durchschnittlichen Abfallaufkommen von 10 bis 15 Liter/pro Person und Woche, so dass eine 240 Liter Tonne für einen Vier- bis Sechs-Personen-Haushalt und eine vierwöchigen Abfuhr im Regelfall ausreichend ist. Sollte das Volumen dauerhaft größer sein, als die verteilten Tonnen, können zusätzliche Tonnen bei Pre Zero angefordert werden.

Grundsätzlich gehört der Verpackungsabfall nicht in die Restmülltonne. „Leider finden sich dort immer wieder solche Verpackungen. Dies wird sich durch die Umstellung auf die Gelbe Tonne nach Erfahrungen anderer Kommunen verbessern“, heißt es seitens Pre Zero.

Bei Fragen zur Umstellung können sich Bürger an die Pre-Zero-Hotline unter 0800/8866666 (kostenlos aus dem deutschen Festnetz) wenden.

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