Neue Corona-Beschränkungen: Spielbetrieb ruht ab 2. November
GOP muss erneut schließen

Bad Oeynhausen (WB). Die Folgen der Corona-Pandemie treffen auch das GOP-Varieté in Bad Oeynhausen in diesem Jahr zum zweiten Mal besonders hart. Nach den jüngsten Entscheidungen in Berlin müssen unter anderem auch Freizeiteinrichtungen wieder schließen. „Davon sind wir betroffen“, sagte GOP-Direktor Christoph Meyer am Mittwoch. Nach der Corona-Zwangspause im Frühjahr hatte das Haus den Spielbetrieb am 24. Juli wieder aufgenommen.

Mittwoch, 28.10.2020, 19:55 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 19:58 Uhr
Traurig, aber wahr: Dieses Bild wird als Folge der Corona-Pandemie und der mit ihr verbundenen jüngsten Einschränkungen wieder Realität werden. Christoph Meyer, Direktor des GOP, steht im leeren Saal des Varietés im Kaiserpalais. Foto: Louis Ruthe/Archiv
Traurig, aber wahr: Dieses Bild wird als Folge der Corona-Pandemie und der mit ihr verbundenen jüngsten Einschränkungen wieder Realität werden. Christoph Meyer, Direktor des GOP, steht im leeren Saal des Varietés im Kaiserpalais. Foto: Louis Ruthe/Archiv

Die neuerliche Schließung ab 2. November habe erneut weitreichende Folgen: „Stand jetzt werden wir von Montag an die Mitarbeiter wieder in Kurzarbeit schicken müssen“, sagte der 39-Jährige. Da die jüngsten Entscheidungen auch die Gastronomie betreffen, handelt es sich um 90 fest angestellte Mitarbeiter sowie 80 Aushilfen am GOP-Standort Bad Oeynhausen. „Und ich denke auch an die Künstler auf der Bühne, die freiberuflich tätig sind“, ergänzte er. Sie treffe es besonders hart. Sie seien mit Verträgen für die jeweiligen Shows ausgestattet. Meyer: „Ein besonderer Umstand in dieser schwierigen Situation ist, dass unsere Show ‚Clowns‘ an diesem Sonntag zum letzten Mal im Kaiserpalais gezeigt wird.“ Für Donnerstag kommender Woche sei der Wechsel zur Show „Wunderbar“ mit der Premiere in Bad Oeynhausen vorgesehen gewesen.

Viele Konferenzen

„Wir haben in den vergangenen Tagen in der Unternehmensgruppe viele Konferenzen abgehalten, weil wir mit einer in diese Richtung gehenden Entscheidung gerechnet haben“, sagte Meyer. Gegenstand dieses Austausches sei auch gewesen, an welchem Termin man im Dezember möglicherweise mit einer Premiere von „Wunderbar“ an den Start gehen könne. Nach ersten Überlegungen könnte dies der 2. oder 3. Dezember sein, wenn dies denn dann zulässig sei. Meyer: „Auf jeden Fall wollen wir die Künstler der neuen Show in Bad Oeynhausen aufnehmen und sie in den Künstler-Wohnungen im Kaiserpalais beziehungsweise im Künstlerhaus in der Südstadt unterbringen.“ Sie zählten zum Team, versicherte der GOP-Direktor.

Beschränkte Platzzahl

Auch die vergangenen Wochen waren für das Haus nicht leicht. Statt der sonst üblichen 360 Gäste im Varieté konnten pro Vorstellung nur knapp 280 Tickets verkauft werden, mit der Überschreitung des Inzidenzwertes 50 im Kreis sei diese Zahl auf 250 zu reduzieren gewesen. „Und nicht alle dieser Plätze waren vergeben“, führte Meyer aus. Beispielsweise sei bei einer Buchung von drei Personen an einem Vierer-Tisch ein Platz dann weggefallen.

Hygienekonzept hat sich bewährt

Das GOP habe in den vergangenen Wochen mit seinem Sicherheits- und Hygienekonzept bewiesen, dass ein Spielbetrieb in Corona-Zeiten möglich sei. Meyer: „In der gesamten Unternehmensgruppe ist mir kein Corona-Fall bekannt, der sich aus dem Spielbetrieb ableiten lässt.“ So sei es umso bitterer, dass die Freizeit- und Gastronomiebranche und so auch das GOP nun erneut von den Einschränkungen so massiv für die Dauer von einem Monat betroffen seien. Die GOP-Gruppe sei so aufgestellt, dass man diese Einschränkungen auch noch bis zum Jahresende „und sogar darüber hinaus“ bewältigen könne, „aber nicht über Jahre“. Deshalb müsse es für die Zukunft vor allem darum gehen, Lösungen für einen dauerhaften Spielbetrieb mit Corona zu entwickeln, da dieses Virus die Menschheit wohl noch eine ganze Weile begleiten werde.

Das sagt die Stadt

Stadtsprecher Volker Müller-Ulrich verwies darauf, dass für die Entscheidungen vor Ort den Bestimmungen der Corona-Schutzverordnung NRW entscheidende Bedeutung zukomme. Mit der neuen Fassung auf Grundlage jüngster Beschlüsse rechnet er für diesen Donnerstag. Die bislang gültige für NRW laufe Ende Oktober ohnehin aus und hätte einer Folgeverordnung bedurft.

Stimme zum Theater

„Wir warten die Schutzverordnung des Landes ab und werden entsprechend reagieren“, sagte Staatsbad-Geschäftsführerin Beate Krämer zur Frage einer Schließung des Theaters im Park im November. Die Gesundheit und Sicherheit der Gäste werde auch weiterhin an erster Stelle stehen.

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