Beim Bau der Verbindung für Radler zwischen Volmerdingsen und Bergkirchen läuft alles nach Plan
Steil, steiler, Bürgerradweg

Bad Oeynhausen (WB) -

Seit Mitte September rollen hauptsächlich nur noch die Bagger durch die Serpentinen zwischen Volmerdingsen und Bergkirchen. Grund ist der Bau des Bürgerradweges entlang der Volmerdingsener Straße, vom Kirschenweg bis hin zur Wiehengebirgsstraße. Dass dies kein ganz normaler Radweg wird, zeigt die besondere Topographie entlang der 800 Meter langen Wegstrecke.

Dienstag, 17.11.2020, 06:02 Uhr aktualisiert: 17.11.2020, 09:46 Uhr
Der Bürgerradweg zwischen Volmerdingsen und Bergkirchen soll bis Weihnachten fertiggestellt werden. Jan-Martin Müller (links, Stadt Bad Oeynhausen) und Sebastian Trysna, Bauleiter bei der Firma Stohlmann, besprechen die weiteren Bauarbeiten.
Der Bürgerradweg zwischen Volmerdingsen und Bergkirchen soll bis Weihnachten fertiggestellt werden. Jan-Martin Müller (links, Stadt Bad Oeynhausen) und Sebastian Trysna, Bauleiter bei der Firma Stohlmann, besprechen die weiteren Bauarbeiten. Foto: Louis Ruthe

 

„Es gibt einfachere Gelände für den Bau eines Radweges“, sagt Sebastian Trysna, Bauleiter der zuständigen Firma Tiefbau Stohlmann. Dennoch sei der Bau keine unmögliche Herausforderung für das Bad Oeynhausener Unternehmen. An einigen Stellen muss der neue Radweg mit einem Geländer gesichert werden, da sonst die Gefahr eines Absturzes aus mehr als zwei Metern Höhe besteht. An anderer Stelle sorgen etwa zwei Meter Hohe Betonteile dafür, dass der Radweg sich sicher seinen Weg in Richtung Bergkirchen bahnt, ohne das künftig Erdrutsche eine Weiterfahrt verhindern. „Die Betonstützen wiegen bis zu 1,9 Tonnen und sind zweieinhalb Meter hoch“, sagt Trysna. Insgesamt werden für den Radweg mehr als 30.000 Tonnen Schotter benötigt, damit eine feste Grundschicht entsteht.

Derzeit liegen die Bauarbeiten nach Auskunft von Jan-Martin Müller, bei der Stadt zuständig für den Bereich Stadt- und Verkehrsplanung, im Zeitplan. Noch vor Weihnachten soll der Anschluss für Radfahrer nach Bergkirchen fertig sein. „Und auch die Kosten weichen nicht exorbitant von den geplanten 650.000 Euro ab“, sagt Müller.

Dass es binnen so kurzer Zeit möglich ist, den Radweg fertig zu stellen, hängt nach Auskunft des Bereichsleiters auch mit der Vollsperrung der Volmerdingsener Straße zusammen. „Es ist für alle Beteiligten die sicherste Variante“, sagt er. Natürlich könne er Anlieger verstehen, die beklagten, derzeit mehr Verkehr vor ihrer Haustür zu haben. Dennoch sei das Ende der Arbeiten und die damit verbundene Entlastung umliegender Straßen abzusehen.

Dass das Umfahren der Baustelle für einzelne Bürger ein Problem sei, hätten die vergangenen Wochen laut Bauleiter gezeigt. „Zu Beginn der Arbeiten hat mein Arbeitstag damit begonnen, die Hinweisschilder aus den Maisfeldern zu suchen“, berichtet Sebastian Trysna. Dies sei mittlerweile nicht mehr der Fall, doch der eine oder andere Autofahrer missachte einfach die Schilder und fahre durch die Baustelle. „Wir haben große Maschinen vor Ort“, weist er auf eine Gefahrenquelle im Baustellenbereich hin. Bislang sei es zum Glück zu keinen Vorfällen gekommen, bei denen die Bauarbeiter in Gefahr geraten seien.

Auf der gesamten Länge ist der Untergrund für den künftig asphaltierten Radweg „grob aufgeschottert.“ Derzeit seien die Hauptaufgaben die vorbereitenden Maßnahmen für die Straßenbeleuchtung sowie die Entwässerung. Anschließend erfolge der feine Unterbau für die obere Asphaltschicht. Dass das Wetter in den kommenden Wochen noch den geplanten Fertigstellungstermin beeinflussen kann, sieht der Bauleiter aktuell nicht: „Alles bis fünf Grad ist für uns in den kommenden Wochen kein Problem.“

Aus Volmerdingsen kommend führt bislang ein Radweg linksseitig der Fahrbahn bis zur Straße Warmer Krug. Damit künftig die Radfahrer nicht in der ersten Kurve der Serpentinen die Fahrbahn zum rechtsliegenden Bürgerradweg queren müssen, soll der Bürgerradweg laut Jan-Martin Müller bis zur Bushaltestelle vor der Kurve verlängert werden. „Dort können wir eine verkehrssichere Querung der Straße für Radfahrer gewährleisten“, sagt Jan-Martin Müller.

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