Zählung im September weist Anstieg aus – Einspurige Straße weiterhin der Plan
Minimal mehr Verkehr auf der Mindener Straße in Bad Oeynhausen

Bad Oeynhausen -

Durch die Sperrung für den Neubau der Bahnbrücke an der Steinstraße kommt es während der Stoßzeiten derzeit wieder zu bekannten Szenen auf der Mindener Straße – zumindest im Abschnitt Brunnenstraße bis Steinstraße. Nun präsentierte die Stadtverwaltung im Ausschuss für Stadtentwicklung (ASE) die Zahlen einer Verkehrszählung von Ende September. Ergebnis: Auf der Mindener Straße verzeichnete die Stadt einen leichten Anstieg des Verkehrsaufkommens – trotz Corona-Pandemie.

Samstag, 12.12.2020, 11:27 Uhr aktualisiert: 14.12.2020, 19:28 Uhr
Die Lkw-Kolonnen auf der Mindener Straße sind seit der Öffnung der Nordumgehung Vergangenheit. Im Vergleich zu 2019 hat der Verkehr jedoch wieder zugenommen auf der Kanalstraße sowie der Mindener Straße.
Die Lkw-Kolonnen auf der Mindener Straße sind seit der Öffnung der Nordumgehung Vergangenheit. Im Vergleich zu 2019 hat der Verkehr jedoch wieder zugenommen auf der Kanalstraße sowie der Mindener Straße. Foto: Malte Samtenschnieder/Archiv

Gezählt wurde das Verkehrsaufkommen durch 16 Zählplatten an vier Standorten. Laut Thomas Lüer, Technischer Beigeordneter der Stadt Bad Oeynhausen, erhöhten sich die Zahlen des Durchgangverkehres nicht nennenswert.

Thomas Lüer, Technischer Beigeordneter der Stadt Bad Oeynhausen

Thomas Lüer, Technischer Beigeordneter der Stadt Bad Oeynhausen Foto: Claus Brand

So rauschen auf der Kanalstraße täglich 17.900 Fahrzeuge am Autohaus Peitzmeyer vorbei. In den Vorjahren wurden an dieser Stelle keine Verkehrszählungen vorgenommen.

Einen Abschnitt weiter fuhren täglich etwa 22.000 Fahrzeuge zwischen der Brunnenstraße und dem Sielbad auf der Kanalstraße – 2019 waren es 21.200, 2018, als die Nordumgehung noch nicht für den Verkehr geöffnet war, 36.500.

Etwas mehr Fahrzeuge waren an dem Messpunkt Mindener Straße (Höhe Autohaus Fuhrken) in Bewegung. 23.600 Fahrzeuge passierten den Messpunkt binnen 24 Stunden Ende 2020. Vergleichszahlen aus 2019 zeigen, dass dort ebenfalls ein kleiner Anstieg zu verzeichnen ist (2019: 22.700 Fahrzeuge). Im September 2018 lag die Zahl noch wesentlich höher: 40.900 Fahrzeuge.

Ein etwas anderes Bild zeichnete sich am Messpunkt Mindener Straße (Höhe Einmündung Mühlenweg) ab. 12.800 Fahrzeuge wurden dort im September gezählt und somit 200 weniger als 2019 (13.000 Fahrzeuge). 2018 ergab die Zählung noch 35.300 Fahrzeuge. „Diese Daten lassen einen Rückbau der Mindener Straße zu“, verkündete Thomas Lüer im Ausschuss am Donnerstagabend. Wann dieser kommen könne, sei jedoch nicht datierbar. „Wir warten noch auf Straßen NRW“, berichtete er.

Hinfällig mit diesen Zahlen seien jedoch die Kreisverkehre am Autohaus Fuhrken sowie an der Kreuzung Mindener Straße/Eidinghausener Straße/Steinstraße. Jedoch sei man als Stadtverwaltung gewillt, an einem passenden Ort verkehrsberuhigende Maßnahmen wie einen Kreisverkehr zu implementieren.

Das ehemalige Autohaus Fuhrken, geplanter Standort eines Edeka-Marktes.

Das ehemalige Autohaus Fuhrken, geplanter Standort eines Edeka-Marktes. Foto: Claus Brand

„Für jeden muss ersichtlich sein, dass es künftig ein Stadtgebiet ist, durch das gefahren wird“, sagte Thomas Lüer. Auf Nachfrage von Henning Bökamp (FDP) versicherte Thomas Lüer, dass bei den Planungen auch ein steigendes Verkehrsaufkommen durch das künftige Sielbad, den Edeka-Markt am Autohaus Fuhrken sowie das Medical-City-Plaza mit kalkuliert würden. Zudem stellte Lüer klar, dass der Radschnellweg weiterhin fester Bestandteil der Planungen für den Rückbau der Mindener Straße sei.

Ganz andere Sorgen bereite der Stadtverwaltung momentan das Verhalten der Fahrer auf der Mindener Straße. „Leider haben die Messungen ergeben, dass dort jedes Auto mit mindesten 60 km/h statt der erlaubten 50 km/h unterwegs war, unabhängig von den Messpunkten“, sagt Jan-Martin Müller, zuständig für den Bereich Stadt- und Verkehrsplanung. Bei den Messungen lag der Spitzenwert bei 161 km/h.

Doch nicht nur die Geschwindigkeitsüberschreitungen seien ein Problem, auch das Queren der Mindener Straße an nicht dafür vorgesehen Stellen sowie das Wenden auf der Straße seien vermehrt festgestellt worden. Dirk Büssing (CDU) sprach zudem von illegalen Autorennen, die auf der Mindener Straße zu verzeichnen seien. Diese Pro­bleme wolle man als Stadtverwaltung gemeinsam mit der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke in Angriff nehmen.

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