Weitere Firmen streben Ansiedlung im Gewerbegebiet auf der Lohe an
Geschäftsmodell „Unternehmerpark“

Bad Oeynhausen -

Die Vermarktung der Flächen im Gewerbegebiet auf der Lohe ist für den städtischen Wirtschaftsförderer Patrick Zahn zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Nachdem sich im Vorjahr die Radol GmbH und der Malerbetrieb Color Design für den Kauf einer Fläche entschieden hatten und nach aktuellem Stand auch in diesem Jahr dort bauen wollen, verzeichnet Patrick Zahn nun zwei weitere Neuzugänge.

Dienstag, 19.01.2021, 17:42 Uhr aktualisiert: 19.01.2021, 18:28 Uhr
Seit Februar 2012 ist der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet auf der Lohe rechtskräftig. Mit dem Bau der erschließenden Straße ist 2013 begonnen worden. Ende 2013 ist die Stadt in die Vermarktung eingestiegen. Die ersten Flächen sind im Herbst 2015 verkauft worden. Jetzt zeichnen sich weitere Neuzugänge ab.Foto:
Seit Februar 2012 ist der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet auf der Lohe rechtskräftig. Mit dem Bau der erschließenden Straße ist 2013 begonnen worden. Ende 2013 ist die Stadt in die Vermarktung eingestiegen. Die ersten Flächen sind im Herbst 2015 verkauft worden. Jetzt zeichnen sich weitere Neuzugänge ab.Foto: Foto: Louis Ruthe/Archiv

 

Im Spätherbst des Vorjahres hatte der Wirtschaftsförderer bereits die erfolgversprechenden Gespräche mit den beiden weiteren Interessenten vermeldet. „Es hat geklappt. Die Kaufverträge für zwei weitere Grundstücke liegen zur Unterzeichnung vor“, sagte er jetzt auf Anfrage dieser Zeitung. Nach seinen Angaben geht es zum einen um eine etwa 5800 Quadratmeter umfassende Fläche, zum anderen um eine, die etwa 6250 Quadratmeter hat. Die Namen der beiden Unternehmensneuzugänge im Gewerbegebiet auf der Lohe nannte Zahn nicht.

Zur Ansiedlung auf der kleineren Fläche erklärte er, dass das Unternehmen von außerhalb der Stadt, „aus einem anderen Kreis“ nach Bad Oeynhausen wechselt. Vom Tätigkeitsfeld befasse sich dieser Betrieb mit den Bereichen Klebetechnik, Schmierstoffe und Bio-Technologie. Bei den Gesprächen mit diesem Interessenten sei insbesondere auch die gute Anbindung des Gewerbegebietes Hellerhagen an die Autobahn 2 als wichtiger Standortfaktor gelobt worden.

Einen zweiten Standort will laut Zahn das Unternehmen errichten, das sich auf der größeren Fläche ansiedeln möchte. Seines Wissens sei ein Bauantrag bereits gestellt. Am bestehenden Standort stelle das Unternehmen unter dem Ansatz „Lagerpark“ entsprechend vor allem Lagerfläche zur Verfügung. Zahn: „Das Projekt auf der Lohe lässt sich mit dem Ansatz Unternehmerpark überschrieben.“ Das Geschäftsmodell sehe vor, jungen Unternehmen, beispielsweise auch Existenzgründern, die den nächsten Schritt vollziehen wollen, in einem für sie zur aktuellen Situation überschaubaren Rahmen Büro- und auch Lagerfläche zur Verfügung zu stellen – zur Miete und damit einem vergleichsweise kleinen unternehmerischen Risiko. Der Wirtschaftsförderer: „Für Bad Oeynhausen sehe ich den Vorteil darin, dass wir diese Unternehmen mit ihren Geschäftsideen an einem Standort in der Stadt haben und sie im Erfolgsfall und beim Wunsch einer Vergrößerung möglicherweise auch in den Stadtgrenzen halten können.“

Bei beiden Neuzugängen im Gewerbegebiet im Süden der Stadt geht Patrick Zahn davon aus, dass noch in diesem Jahr mit Neubautätigkeit zu rechnen ist. Die jüngste Entwicklung bedeute für das Areal, dass das Gewerbegebiet etwa sieben Jahre nach Beginn der offensiven Vermarktung im Jahr 2013 zum Jahresende weitgehend belegt sei. Drei weitere Flächen mit etwa 2,1 Hektar stünden dann voraussichtlich noch zur Verfügung. Sie verteilen sich auf Grundstücke mit 5200, 10.500 und 5000 Quadratmetern.

Seit Februar 2012 ist der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet auf der Lohe rechtskräftig. Mit dem Bau der erschließenden Straße ist 2013 begonnen worden. Ende 2013 ist die Stadt in die Vermarktung der Grundstücke eingestiegen. Die ersten Flächen sind im Herbst 2015 verkauft worden.

Unabhängig von der Entwicklung auf der Lohe verzeichnet Patrick Zahn, „trotz Pandemie“, seit Jahresbeginn eine rege Nachfrage in der Wirtschaftsförderung. der Stadtverwaltung. Er ergänzt: „Dabei geht es vielfach auch um Interessenten, die eine Bestands- beziehungsweise eine Alt-Immobilie für ihr Unternehmen suchen. Da ist viel Bewegung auf dem Markt.“ Rückblickend hätten in den vergangenen zwei bis drei Jahren bereits eine Reihe von Alt-Immobilien den Eigentümer gewechselt. Viele Investoren hätten ihren Blick in diesem Zusammenhang auch auf den anstehenden Rückbau der Mindener Straße gerichtet und würden die weitere Entwicklung abwarten, bevor sie aktiv werden wollen.

 

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