75.000 medizinische Masken für Bedürftige
Kreis versendet Corona-Schutz

Minden/Lübbecke -

Wer mit dem Bus unterwegs ist oder einkaufen geht, muss aktuell eine medizinische Schutzmaske tragen. Für alle Menschen, die sich eine solche nicht leisten können, hat das Land NRW nun ein Sonderprogramm auf den Weg gebracht.

Samstag, 20.02.2021, 06:40 Uhr
15.000 Briefe mit Schutzmasken für Bedürftige: Landrätin Anna Katharina Bölling (von links), Kreisdirektorin Cornelia Schöder, Sozialamtsleiter Wolfgang Backs und Lars Jungfer, Leiter des Amtes pro Arbeit, schleppen Kisten.
15.000 Briefe mit Schutzmasken für Bedürftige: Landrätin Anna Katharina Bölling (von links), Kreisdirektorin Cornelia Schöder, Sozialamtsleiter Wolfgang Backs und Lars Jungfer, Leiter des Amtes pro Arbeit, schleppen Kisten. Foto: Florian Hemann/Kreis Minden-Lübbecke

8,7 Millionen medizinische Masken werden derzeit über Kommunen, Tafeln und Freie Wohlfahrtspflege an Bedürftige verteilt. Der Kreis Minden-Lübbecke hat vom Land insgesamt 71.000 dieser Masken erhalten.

Landrätin Anna Katharina Bölling begrüßt dieses unbürokratische Vorgehen und die direkte Hilfe für Betroffene. „Zu Beginn der Pandemie waren medizinische Masken ein knappes Gut und insofern war es zum damaligen Zeitpunkt richtig, auch textile Masken und Schals als Mund-Nasenschutz zu erlauben“, sagt die Landrätin. „Die Wissenschaft sagt uns nach den Erfahrungen der vergangenen Monate jedoch deutlich, dass die medizinischen Masken die Verbreitung der Corona-Viren deutlich stärker eindämmen .“ Angesichts der aggressiveren Virus-Mutationen, die auch im Mühlenkreis angekommen sind, appelliert Landrätin Bölling weiterhin an die bekannten Regeln zur Pandemiebekämpfung.

Über mehrere Stunden haben nun Mitarbeitende der Kreisverwaltung im großen Sitzungssaal die Masken in Briefumschläge gesteckt. Zusätzlich zu den 71.000 Masken des Landes hat der Kreis diese Zahl noch einmal um 4000 Masken aus seinen Beständen aufgestockt. Anna Bölling ist angesichts des Einsatzes ihrer Mitarbeiter sehr dankbar: „Es war toll zu sehen, wie engagiert die Frauen und Männer dabei waren und wie schnell sich die Kisten mit den Briefumschlägen gefüllt haben.“ Die etwa 15.000 Umschläge werden nun in den kommenden Tagen in den Postkästen der Adressaten landen. „Wir bitten um Verständnis, dass der Versand nach und nach erfolgen muss. Auch unser Zusteller ist leider nicht in der Lage, alle Umschläge auf einmal zu versenden“, sagt Sozialdezernent Hans-Joerg Deichholz und bittet um Geduld.

Übrig gebliebene Masken werden den Städten und Gemeinden zur Verfügung gestellt, um weiteren Bedürftigen vor Ort zu helfen. Der zuständige NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl-Josef Laumann, hatte bei der Vorstellung des Sonderprogramms Anfang Februar direkt weitere Hilfe in Aussicht gestellt: „8,7 Millionen medizinische Masken sind nur ein erster Schritt angesichts der Anzahl bedürftiger Menschen in NRW, wir wollen schnell und ohne große Bürokratie und Antragsformulare helfen. Eine weitere Tranche ist geplant“, so der Landesminister.

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