Kreis Minden-Lübbecke bestätigt Impfung mit Rest-Dosen
18 Feuerwehrleute außer der Reihe dran

Hille -

Obwohl noch nicht alle Menschen aus der Gruppe mit der höchsten Priorität versorgt sind, sind im Impfzentrum des Kreises Minden-Lübbecke Personen aus der Gruppe 3 geimpft worden: Feuerwehrleute.

Mittwoch, 03.03.2021, 20:19 Uhr aktualisiert: 03.03.2021, 20:22 Uhr
Anke Richter-Scheer ist medizinische Leiterin des Impfzentrums in Hille.
Anke Richter-Scheer ist medizinische Leiterin des Impfzentrums in Hille. Foto: Friederike Niemeyer

18 Mitgliedern der Hiller Löschgruppen Unterlübbe, Oberlübbe und Rothenuffeln wurde am Montag der Impfstoff der Firma Biontech-Pfizer verabreicht, bestätigt der Kreis Minden-Lübbecke.

Demnach handelt es sich Dosen, die Kliniken dem Impfzentrum kurzfristig zur Verfügung gestellt haben. „Er musste jedoch schnell verimpft werden, weil er sonst hätte verworfen werden müssen“, sagte Kreissprecher Florian Hemann auf Anfrage.

Der Kreis Minden-Lübbecke hat immer wieder betont, dass kein übrig gebliebener Impfstoff vernichtet werden solle und gleichzeitig dafür Sorge getragen werden müsse, dass diese Impfstoffdosen in erster Linie an Menschen aus der höchsten Priorität verimpft werden. Das unterstreicht auch die medizinische Leiterin des Hiller Impfzentrums Anke Richter-Scheer: „Die Impfung der genannten Löschgruppen war in diesem konkreten Fall der schnellste und nach intensivem Überlegen einzige vernünftige Weg, damit der wichtige Impfstoff nicht verworfen werden musste. Unser Anspruch ist es, den wenigen Impfstoff, den wir aktuell haben, auch zu verimpfen. Ihn in hoher Zahl zu verwerfen, wäre fragwürdig.“ Genau aus diesem Grund sei das Impfzentrum den Weg über die Leitstelle gegangen. Der Kontakt zu den drei Löschgruppen sei deshalb zustande gekommen, weil es sich mit Unterlübbe, Oberlübbe und Rothenuffeln um Gruppen aus der unmittelbaren Nachbarschaft zum Impfzentrum handele und sie insofern am schnellsten vor Ort sein konnten.

Einsatzkräfte der Feuerwehr sind dabei im Einsatz nicht selten einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt.

Anke Richter-Scheer

Anke Richter-Scheer ergänzt: „Einsatzkräfte der Feuerwehr übernehmen lebensnotwendige Aufgaben und sorgen für unsere Sicherheit. Sie sind dabei im Einsatz nicht selten einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt und gehören deshalb zur erhöhten Prioritätsgruppe.“ Zu dieser Gruppe 3 gehören 60- bis 70-Jährige, medizinisch vorbelastete Menschen sowie Polizei, Feuerwehr und Personal im Lebensmittelhandel.

Da es sich nur um einzelne Mitglieder dreier Gruppen von insgesamt neun Löschgruppen in der Gemeinde Hille handelte, gab es keinerlei Bedenken, was die Einsatzbereitschaft betrifft , heißt es aus dem Kreishaus. Die Einsatzbereitschaft wäre durch etwaige Nebenwirkungen nicht beeinträchtigt gewesen.

In der Feuerwehr Hille hat es zu diesem Thema im Nachgang eigens eine Sitzung gegeben, offenbar weil Gesprächsbedarf bei den Mitgliedern bestand.

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