Sa., 16.12.2017

Uwe Müllers »Weihnachtstraum« im Espelkamper Neuen Theater aufgeführt Auch nach 18 Jahren einfach schön

Der Weihnachtstraum in Espelkamp – Uwe Müller hat sich gefreut, in seiner Heimat auftreten zu können.

Der Weihnachtstraum in Espelkamp – Uwe Müller hat sich gefreut, in seiner Heimat auftreten zu können. Foto: Anja Schubert

Espelkamp (WB/Art). Für viele gehört er zur Adventszeit wie Glühwein und Lebkuchenduft, andere möchten erst noch auf den Geschmack kommen.

Gekonnte Gratwanderung

Beides war am Donnerstagabend im Neuen Theater möglich. Uwe Müllers »Ein

Weihnachtstraum« stimmte auf das Fest ein. Auch im 18. Jahr war das Musikerlebnis der besonderen Art die gekonnte Gratwanderung, mittelalterlichen Weihnachtsliedern ein modernes Gewand zu geben und das Programm mit gefühlvollen Songs von heute anzureichern.

»Es ist schön, endlich wieder zu Hause zu spielen«, sagte Müller gleich zu Anfang. Erstmalig hatte das Ensemble das Neue Theater als Veranstaltungsort gewählt – eine Entscheidung, die bei vielen Besuchern auf Zuspruch stieß. »Es ist wahnsinnig schön, dass immer noch so viele dabei sind. Das zeigt, dass es euch noch immer gefällt und gibt uns Mut und Kraft weiterzumachen«, freute sich der Ensemble-Chef. Eigens für seine Heimatstadt hatte Müller bei der Bandvorstellung gleich noch ein Schmankerl im Ärmel: »Die Mitglieder der Krakauer Philharmoniker begleiten uns heute Abend extra für euch.«

20 Songs

20 Songs – moderne Ohrwürmer, Neuinterpretationen, deutsche Klassiker im neuen Gewand, verträumt Melancholisches und Rockiges, unter die Haut gehende Soli, berührende Duette; all das fand sich in der mehr als zweistündigen musikalischen Reise wieder. Neben Lieblingssongs wie »Sound of Silence«, gesungen von Volker Hammer, »Sailing« mit J.P. Fair – der für Susanna Hülshorst sang – und Müllers Hommage an Freddy Mercury mit »Who wants to live forever« überzeugte das Ensemble auch mit neuen Liedern. Der Enya-Song »Adiamus« ist vorgetragen worden. Das Stück ist bis heute nie von der Sängerin live auf einer Bühne performed worden. »Deshalb haben wir uns dem angenommen«, so der Bandleader. Was den Herren auf der Bühne recht war, war den Damen billig. Hauchzart und zugleich voller Kraft intonierte Steffi Kölling beispielsweise »Maria durch ein Dornwald ging«. Auch Alexandra Rogosch stand ihr mit »Wonderful Dream« in nichts nach. Duette in wechselnder Kombination brachten das Ensemble immer wieder zu neuen Höhen.« Spontanapplaus, Standing Ovations und die gemeinschaftliche Zugabe. »Oh du Fröhliche« – der Abend hatte alles, was ein Weihnachtstraum haben musste.

Ein treuer Fan

Seit 18 Jahren ein treuer Weihnachtstraum-Fan ist Christina Bohnhorst-Wiegmann. Die Tonnenheiderin gönnt sich mit dem Besuch aller Weihnachtsträume in der Region den Besuch gleich mehrfach pro Jahr. Nach Espelkamp wird sie auch bei allen drei Konzerten in Lübbecke sitzen. »Das rührt mich fast zu Tränen«, sagte Müller. Restkarten für die Konzerte in der Lübbecker Stadthalle gibt es über die Volksbank Lübbecker Land noch für den 21. und 22. Dezember.

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