So., 06.05.2018

Vorstellung des Grobkonzepts für das »Haus der Geschichte« – Bürgerbeteiligung Es geht nur mit dem Ehrenamt

Der Kulturausschussvorsitzende André Stargardt (von links), Planer Dr. Ulrich Hermanns und Torsten Siemon, Kultur-Sachgebietsleiter in der Verwaltung, haben das Grobkonzept im Gesellschaftsraum des Bürgerhauses vorgestellt.

Der Kulturausschussvorsitzende André Stargardt (von links), Planer Dr. Ulrich Hermanns und Torsten Siemon, Kultur-Sachgebietsleiter in der Verwaltung, haben das Grobkonzept im Gesellschaftsraum des Bürgerhauses vorgestellt. Foto: Jan Lücking

Von Jan Lücking

Espelkamp (WB). »Noch sind Zeitzeugen da. Es ist also 5 vor 12«, sagte Espelkamps Bürgermeister Heinrich Vieker im Hinblick darauf, dass es Zeit sei, sich mit den Planungen für ein mögliches »Haus der Geschichte« in Espelkamp zu befassen.

Hinweise

Etwa 40 Interessierte hatten sich für die Vorstellung des Grobkonzepts im Gesellschaftsraum des Bürgerhauses eingefunden.

Dr. Ulrich Hermanns stellte – wie schon im Kulturausschuss (wir berichteten) – das Grobkonzept vor. »Uns ist es wichtig eine Rückmeldung, Hinweise, kritische Anmerkungen und Ergänzungen aus Ihrer Mitte zu hören und aufzunehmen«, sagte der Geschäftsführer des Planungsbüros für Ausstellungen und Museen.

Sonderausstellungen

Er betonte, dass man sich genau überlegen müsse, wie man das Projekt betrieblich am Leben halten könne, weil das »Haus der Geschichte« nicht als Sonderausstellung für ein oder zwei Jahre gedacht sei, sondern eine lange Lebensdauer haben solle, die auch immer wieder neu definiert und mit Leben gefüllt werden müsse. Dr. Hermanns sagte, dass die Geschichte der Stadt auf einer Gesamtfläche von 850 bis 1000 Quadratmetern präsentiert werden solle. Dabei sind im Raumkonzept 250 bis 300 Quadratmeter Fläche für die Dauerausstellung vorgesehen. Es soll zudem Raum für eine Sonderausstellung und ein Archiv geben.

»Es geht nur mit bürgerschaftlichem Engagement«, so Hermanns. Das ehrenamtliche Engagement einerseits solle die Zusammenarbeit mit den bestehenden Einrichtungen der Kulturverwaltung andererseits suchen, so dass man entsprechende Kapazitäten bündeln könne. In einer produktiven Diskussion, die vom Sachgebietsleiter Kultur der Stadt, Torsten Siemon, geleitet wurde, brachten sich viele Zuhörer ein.

Baukosten

Die Baukosten, die Nebenkosten, die Gründung eines Fördervereins, der zeitliche Rahmen und die Einbeziehung der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen beschäftigten die Zuhörer. Das Haus müsse von ganz Espelkamp gewünscht sein, erläuterte Siemon. Man müsse das Gefühl haben, dass die Bürgerschaft es möchte und es trage. »Ausdruck davon wäre zum Beispiel ein Förderverein.«

»Bevor im politischen Bereich eine Entscheidung fallen kann, brauchen wir zunächst einmal die Summe. Was kostet es und wie hoch sind die laufenden Kosten?«, sagte Bürgermeister Heinrich Vieker und betonte, dass das Projekt ohne ehrenamtliches Engagement, einen Förderverein und die Unterstützung der heimischen Industrie nicht umsetzbar sei. Man müsse insbesondere einen Weg für die Finanzierung der laufenden Kosten finden. In einem Rechenbeispiel ging Vieker von etwa zwei Millionen Euro Baukosten für vergleichbare Projekte aus, die man durch Förderprogramme vielleicht mit bis zu 80 Prozent Förderung abdecken könne. Den Rest müsse die Stadt finanzieren.

Der richtige Weg

»Ich glaube, dass es der richtige Weg ist, das Ganze so transparent wie eben möglich darzustellen und zu gestalten«, sagte der Kulturausschussvorsitzende André Stargardt im Hinblick auf die Kosten. »Wir wollen, dass das in der Bevölkerung akzeptiert ist«, sagte Stargardt. Er sah die »einmalige Chance in viele Förderprogramme des Landes hineinzukommen, um das Vorhaben zu finanzieren. Die Mehrheit der Zuhörer signalisierte während des Abends eine allgemeine Zustimmung für das Projekt.

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