Fr., 20.07.2018

Teppichhaus Tönsmann liefert Exponat an die Technische Universität München Ein nicht alltäglicher Auftrag

Die Arbeit an dem Wandteppich hat den Webern in Ägypten alles abverlangt. Denn der Teppich musste innerhalb von zwei Monaten fertiggestellt werden. Das Muster wurde von Emanuel Admassu aus Uganda entworfen.

Die Arbeit an dem Wandteppich hat den Webern in Ägypten alles abverlangt. Denn der Teppich musste innerhalb von zwei Monaten fertiggestellt werden. Das Muster wurde von Emanuel Admassu aus Uganda entworfen.

Espelkamp/München (WB/fq). Es war kein leichter Auftrag, den das Teppichhaus Tönsmann von der Technischen Universität München bekommen hat.

Besonderer Teppich

Zum 150-jährigen Bestehen der Uni sollte ein besonderer Teppich gewebt werden. »Wir wurden gefragt, ob wir den Entwurf eines Künstlers in Form eines Wandteppichs umsetzen können«, erinnert sich Jürgen Tönsmann.

Die Sammlung des Architekturmuseums der TU München ist die größte ihrer Art in Deutschland innerhalb der »Pinakothek der Moderne« in München. »Wegen des sehr komplexen Musters, der Größe des Teppichs und der enorm geringen Zeit für die Fertigstellung hatten wir allergrößte Bedenken, den Auftrag anzunehmen«, so Tönsmann. Denn die Ausstellungseröffnung sollte nur knapp zwei Monate nach Auftragseingang stattfinden.

Intensive Gespräche

»Nach intensiven Gesprächen mit der Kuratorin der Technischen Universität München, Dr. Teresa Fankhänel, und noch intensiveren Gesprächen mit unserem Webmeister in Ägypten haben wir dann den Auftrag angenommen«, sagte Tönsmann. Die Vorgaben des Künstlers waren: Ein Wandteppich, 270 mal 420 Zentimeter im Maß, die Grundfarbe sollte Sackleinen ähneln, die einzelnen Musterteile waren in den Formen von Dreiecken, Rauten und Kreisen vorgegeben und jeweils nur 2,5 Zentimeter groß. Die Anordnung war vom Künstler nach einem Plan vorgegeben, passend zum Thema: »African Mobilities«. »Den Plan im Maßstab eins zu eins haben wir dann als Datei nach Ägypten geschickt, was schon die erste Hürde war. Der Plan war 330 MB groß und die Datei konnte dort erst einmal gar nicht geöffnet werden«, erinnert sich Jürgen Tönsmann weiter. Als dieses Hindernis überwunden war, ging es an die Arbeit, die unglaublich mühevoll gewesen sei.

Zum Schluss haben bis zu sechs Personen gleichzeitig 20 Stunden am Tag an dem Teppich gearbeitet, damit er rechtzeitig fertig wurde. Etwa 14 Tage vor der Ausstellungseröffnung in der Pinakothek ging der Teppich in den Versand.

Künstler Emanuel Admassu

»Wir sind ganz erleichtert und sehr stolz darauf, wie gut dieses Kunstwerk geworden ist«, sagt Tönsmann. In Espelkamp wurde der Teppich noch zuende bearbeitet und ist dann von Jürgen Tönsmann höchstpersönlich in München in der Pinakothek an den Künstler und Kuratorin Dr. Fankhänel übergeben worden. Der Künstler heißt Emanuel Admassu und stammt aus Uganda. »Die Resonanz auf die Ausstellung war bemerkenswert und, wie Dr. Fankhänel uns berichtet hat, war der Teppich ein Highlight der Ausstellung.«

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