Mo., 10.12.2018

Harting-Bilanzpressekonferenz: Logistikzentrum eröffnet im Juni »Wir sind standorttreu«

Das European Distribution Center im Norden der Stadt Espelkamp ist die größte Einzelinvestition der Technologiegruppe Harting. Der Bau steht vor der Fertigstellung. Die offizielle Eröffnung soll am 28. Juni des kommenden Jahres erfolgen.

Das European Distribution Center im Norden der Stadt Espelkamp ist die größte Einzelinvestition der Technologiegruppe Harting. Der Bau steht vor der Fertigstellung. Die offizielle Eröffnung soll am 28. Juni des kommenden Jahres erfolgen. Foto: Harting

Von Felix Quebbemann

Espelkamp (WB). Das European Distribution Center (EDC) von Harting wird am 28. Juni 2019 eröffnet. Dies gab die Unternehmerfamilie während der Bilanzpressekonferenz am Freitagvormittag bekannt.

Gute Nachrichten

Damit reihte sich diese Nachricht in die vielen weiteren guten Nachrichten ein, die die Unternehmerfamilie verkünden konnte. Neben dem starken Umsatzplus von 13,4 Prozent wurde deutlich, welch starke Verbundenheit die Harting-Technologiegruppe mit der Region und vor allem mit der Heimatstadt Espelkamp hat – auch wenn es insgesamt 13 Produktionsstätten weltweit gibt.

So sagte Margrit Harting, Vorstand und Gesellschafterin: »Sie wissen, dass wir standorttreu sind. Und wir werden den Standort weiter fördern und entwickeln.« Vieles geschehe im Stillen. Zur Förderung gehörten aber auch die Attraktivitätssteigerung der Region durch kulturelle Highlights. Die Harting-Technologiegruppe habe unter anderem dafür gesorgt, das Star-Intendant Claus Peymann und die Kultur-Reihe »Wege durch das Land« in der Region Station machten.

Forscherpreis

Zudem sprach Margrit Harting auch den Forscherpreis an, um den Nachwuchs für die Wissenschaft zu begeistern. Sie wies ausdrücklich auf das Ziel der Nachhaltigkeit hin, das die Technologiegruppe verfolge. Mit ihrem Sohn Philip und Tochter Maresa sei die dritte Generation in leitender Funktion tätig. »Die vierte Generation bekommt auch schon den Stallgeruch«, fügte die Gesellschafterin an.

Nicht zuletzt stellte sie die gute Zusammenarbeit zwischen »White Collar Workers« (Büro, Verwaltung) und »Blue Collar Workers« bei Harting heraus. Man erlebe häufig eine »große Arroganz« zwischen diesen Gruppen. Harting betonte aber die Relevanz eines guten Zusammenspiels. Auch die Verwaltung müsse wissen, was in der Produktion passiert. »Das was in der Produktion geschieht, muss präzise sein« und manifestiere den guten Ruf eines Unternehmens. Im Zusammenspiel zwischen den beiden Bereichen sehe sie bei Harting eine »super Atmosphäre«, die ihresgleichen in Ostwestfalen-Lippe sucht«.

»Gesunder Schlaf«

Philip Harting, Vorstandsvorsitzender der Technologiegruppe, stellte heraus, dass die Integration von Flüchtlingen im Unternehmen eine große Rolle spiele. Mechaniker und Maschinenanlageführer seien nur zwei Ausbildungsberufe, bei denen die Inte-gration Früchte getragen habe. »Wir arbeiten dabei eng mit dem hiesigen Verein Mit-Menschen zusammen.« Ein besonderes Augenmerk lege die Unternehmensgruppe auch auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. So habe das Thema »Gesunder Schlaf« einen zentralen Stellenwert gehabt.

Durch die gute Auftragslage hätte die Technologiegruppe zudem gerne mehr Sonntagsarbeit eingeführt, so Harting weiter. Dies sei aber in Espelkamp nicht möglich gewesen. Die Aufträge seien ins Ausland verlagert worden. »Wir hätten den Menschen hier vor Ort gerne die Wertschöpfung ermöglicht«, sagte Harting.

»Scheusal«

Erfreut blickte die Familie in das kommende Jahr mit der Eröffnung des EDCs. Das Center hat den Großteil der Investitionen von mehr als 60 Millionen Euro in diesem Jahr ausgemacht.

Ein anderer Neubau in Espelkamp aber lag Margrit Harting dann doch noch schwer auf dem Herzen. Seit langem kritisiert sie den Neubau des Thomasgemeindezentrums. Und auch am Freitagvormittag erklärte sie unmissverständlich, was sie davon hält. »Es kann nie wieder gut gemacht werden, was da passiert.« Sie bezeichnete den Neubau gar als »Scheusal«. Philip Harting pflichtete ihr im Anschluss bei. Ihm persönlich habe die Kirche vorher auch besser gefallen.

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