Sa., 09.02.2019

Judith Schmidt an der Mittwaldschule begrüßt Erster Schultag für neue Leiterin

Zu jedem Schulstart gehört eine Schultüte: Die hat Judith Schmidt am Freitag neben ihrer Ernennungsurkunde bekommen, die sie nun offiziell zur Schulleiterin der Mittwaldschule macht. Seit Mai hatte diese nur eine kommissarische Leitung.

Zu jedem Schulstart gehört eine Schultüte: Die hat Judith Schmidt am Freitag neben ihrer Ernennungsurkunde bekommen, die sie nun offiziell zur Schulleiterin der Mittwaldschule macht. Seit Mai hatte diese nur eine kommissarische Leitung. Foto: Angelina Zander

Von Angelina Zander

Espelkamp (WB). »Du gehörst jetzt auch zu uns. Einfach klasse, dass du da bist und zur Mittwaldschule gehst«, singen die Schüler der Klasse 3a. Sie stehen auf der Bühne des Neuen Theaters und singen das Lied nicht für die neuen Erstklässler, sondern für ihre neue Schulleiterin: Judith Schmidt.

Am Freitag hatte sie ihren ersten Tag an der Mittwaldschule. Standesgemäß empfangen wurde sie mit einer Schultüte, Nervennahrung in Form von Süßigkeiten und Blumensträußen bei der Schulversammlung. Voll bepackt stand auch sie auf der Bühne, beobachtet von etwa 200 Grundschülern. »Da kann man nur ›Danke‹ sagen für so ein herzliches Willkommen«, sagte sie.

Der Abschied von der Astrid-Lindgren-Grundschule in Lübbecke sei ihr schwer gefallen, gibt sie zu. Doch nun freue sie sich auf die neuen Aufgaben. »Lange habe ich auf diesen Moment gewartet«, sagte sie. Und die Frage der Kinder der Klasse 3a »Die Lehrer lernst du kennen mit der Zeit und neue Kinder, bist du bereit?«, die sie in ihrem Lied verpackten, beantwortete Schmidt auf der Bühne prompt und selbstbewusst mit einem »Klar!«.

30 Jahre Klassen unterrichtet

Einen Einblick in die Arbeit einer Schulleiterin hatte Judith Schmidt in ihren vier Jahren als Steuergruppenmitglied an der Astrid-Lindgren-Grundschule Lübbecke bekommen. Dort hatte sie bereits einige Aufgaben übernommen und war dicht dran am Schulleiter-Beruf. »Das macht Appetit auf mehr«, erklärte sie am Freitag im Gespräch. Und obwohl es ihr an der Schule »so gut ging« und sie sich gefragt habe, ob »das der richtige Schritt« ist, habe sie sich entschieden, eine neue Herausforderung anzunehmen.

30 Jahre lang hatte sie Klassen unterrichtet. »Es macht richtig viel Spaß, Kinder an die Hand zu nehmen und mit ihnen den Weg zu gehen«, so Schmidt, die am liebsten Mathematik lehrt. Das wolle sie auch als Schulleiterin nicht missen, und weiterhin unterrichten.

Teamgeist steht an erster Stelle

Doch mit ihrer neuen Aufgabe sehe sie auch die Chance, an der Entwicklung der Schule teilhaben und den Weg mitbestimmen zu können. »Ich kann eigene Akzente setzen«, fasste sie zusammen. Dass sie diese Aufgabe wieder an einer Grundschule wahrnimmt, habe für sie einen besonderen Reiz: »Gerade hier ist der Kontakt zu den Kindern anders, als an weiterführenden Schulen.«

Besonders wichtig seien ihr dafür Teamgeist, das Miteinander und ein wertschätzender Umgang. Die Mittwaldschule biete dafür bereits gute Voraussetzungen, sodass sie daran nur noch anknüpfen müsse. Aber: Sie wolle sich nun erst einmal Zeit nehmen, um ihre Kollegen kennenzulernen und um beurteilen zu können, was für die Schule wichtig ist. »Damit wir gemeinsam starten und uns auf den Weg machen.«

Lob an die kommissarische Leitung

Dass die Werte der Schule mit ihren eigenen zusammenpassen und insbesondere der Teamgeist ausgeprägt sei, das habe sie vor ihrer Bewerbung nicht gewusst. Als Schulleiterin beworben hatte sich Schmidt in Absprache mit der Schulrätin des Kreises Minden-Lübbecke, Simone Ullrich. Sie übergab ihr am Freitag auch offiziell die Ernennungsurkunde.

Einen Beleg für den großen Zusammenhalt der Lehrer lieferten für Schmidt und Andreas Bredenkötter (Stadt Espelkamp) die vergangenen Monate: »Ein Dreivierteljahr haben Frauke Kippschull und ihr Team einen guten Job gemacht«, sagte Bredenkötter. Kippschull hatte die Schule seit Mai 2018 kommissarisch geleitet, nachdem im April die ehemalige Schulleiterin Annegret Lömker-Rarei ihr Amt niedergelegt hatte. Nun kehrt Kippschull in ihre vorherige Aufgabe zurück: sie übernimmt wieder das Amt und die Aufgaben der Konrektorin.

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