Mi., 17.04.2019

Storchenhorst im Espelkamper Schloss Benkhausen ist schnell besetzt worden Meister Adebar wohnt am Schloss

Der Storchenhorst auf Schloss Benkhausen ist von einem Pärchen schnell besetzt worden.

Der Storchenhorst auf Schloss Benkhausen ist von einem Pärchen schnell besetzt worden. Foto: Wolfram Piel

Espelkamp-Gestringen (WB). Majestätisch sitzt das Storchenpärchen auf dem Adlerhorst. Es gibt sicherlich schlechtere Plätze, die Natur rund um Espelkamp zu genießen als den Storchenhorst auf Schloss Benkhausen. Das gefiederte Pärchen jedenfalls hat Gefallen an dem neu errichteten Horst gefunden.

Und dies erfreut nicht nur Meister Adebar sondern auch die Besucher am Schloss. Nur wenige Wochen, nachdem auf dem Rundwanderweg am Schloss Benkhausen der Storchenhorst aufgestellt worden ist, hat das Pärchen die Nesthilfe in luftiger Höhe dankbar angenommen.

Vorbereitungszeit

»Da haben wir wohl alles richtig gemacht«, freut sich Paul Gauselmann, nachdem er von den neuen Bewohnern erfuhr.

Für das Schulungszentrum und Seminarhotel Schloss Benkhausen war das vergangene Jahr äußerst ereignisreich. Im Juni wurde nach nur wenigen Wochen Bauzeit, aber einer über ein Jahr dauernden Vorbereitungszeit, der rund zwei Kilometer lange Rundwanderweg, meist durch eigenen Wald, um die Gutsanlage eröffnet (wir berichteten).

Grund zur Freude

Im September folgte die Fertigstellung und Einweihung des Schiffsanlegers am Mittellandkanal. Ab Mai dieses Jahres werden dort regelmäßig Schiffe der Mindener Fahrgastschifffahrt anlegen und Tagesgäste am Schloss Benkhausen absetzen. Rundgänge, ein Besuch im Automatenmuseum oder »Der Rentei« sind möglich.

Zu guter Letzt gab es im November vergangenen Jahres nochmals Grund zur Freude: Das Trauerschwanpärchen, das erst ein Jahr zuvor am Schloss Benkhausen angesiedelt worden war, sorgte für fünffachen Nachwuchs und bereicherte damit das Anwesen der Familie Gauselmann.

Einklang mit der Natur

Um Einklang mit der Natur ist man auf Schloss Benkhausen sehr bemüht. So wurde auch bei der Planung des Rundwanderwegs auf die heimischen Tierarten besondere Rücksicht genommen. Der Gestringer Bach, der 1914 als kleiner Kanal begradigt wurde, erhielt dank der Renaturierungsarbeiten für den Wanderweg wieder einen natürlich-verzweigten Verlauf innerhalb des Waldes. Und entlang des Bachs wurden zudem mehrere Blänken (flache Gewässer) angelegt, die der Ansiedlung von spezieller Flachwasser-Vegetation und entsprechend typischer Tierarten dienen. Durch diese Maßnahmen bietet sich gerade für Störche ein ideales Lebensumfeld.

Erst im Februar wurde die etwa 50 Kilogramm schwere Nisthilfe aus witterungsbeständigem Eichenholz auf den zehn Meter hohen Pfahl im Umfeld des Gestringer Bachs gesetzt und verschraubt.

Schnappschüsse

Dass das neue Zuhause so schnell besetzt werden würde, war eine schöne Überraschung. Auch viele Spaziergänger freuten sich über das neue Storchenpaar und sandten ihre Schnappschüsse vom Nest und seinen neuen Bewohnern an die Schlossleitung. Einer der Hobby-Tierfotografen ist Wolfram Piel vom Geschichtsverein Benkhausen. Der Pensionär dreht zurzeit mehrmals täglich seine Runden auf dem Wanderweg um Schloss Benkhausen, um das Storchenpaar zu fotografieren und dessen Entwicklung bildlich festzuhalten.

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