Mo., 20.05.2019

Hunderte Besucher feiern beim elften Frotheim-Open-Air-Festival Auf der Suche nach dem Unbekannten

Das Duo Lutopia Orchestra hat beim elften Umsonst-und-Draußen-Festival in Frotheim für ordentlich Stimmung gesorgt.

Das Duo Lutopia Orchestra hat beim elften Umsonst-und-Draußen-Festival in Frotheim für ordentlich Stimmung gesorgt. Foto: Andreas Kokemoor

Von Andreas Kokemoor

Frotheim (WB). Leidenschaftlich, dynamisch und ein bisschen verrückt: Eine Show für die Ohren und Augen mit Musik, die in die Beine geht, wird geboten, als das Lutopia Orchestra am Samstagabend die Bühne beim Frotheim-Open-Air betritt.

Wer dieses Orchester noch nicht kannte, wurde vollends überrascht. Zwei Musiker reichten aus, um bei den Besuchern die Hüften zum Schwingen zu bringen. Antonia am Bass und Toni als Rest der Band verzauberten ihr Publikum mit Funky Polka, Blues und einem Hauch Zigeunerromantik.

Die beiden Künstler, die sich selbst auch als Vagabund und Straßenmusiker bezeichnen, waren noch vor ein paar Tagen in Antwerpen und Amsterdam. Sängerin Antonia fand das Ambiente im beschaulichen Frotheim richtig schön. Sie habe vom Frotheimer Festival von anderen Musikern gehört und sich prompt beworben. Die Besucher und das Lutopia Orchestra haben es nicht bereut.

»Wir suchen uns immer neue Sachen«

Zum elften Mal hatte das Team um Lukas Riechmann zum Umsonst-und-Draußen-Festival eingeladen. Die Seefahrer-Rock-Band Gorch Rock aus Espelkamp und Umgebung und die Band 30-Minutes aus Minden und Rahden sorgten für den Lokalkolorit. Bereits am frühen Nachmittag füllte sich die Wiese vor der Bühne.

Lena Steinkamp (von links), Lukas Riechmann, Jennifer Freiwald und Nele Holzmeyer präsentieren die neuen Festival-Shirts. Foto: Andreas Kokemoor

Elf Bands, Duos und Solokünstler boten auf zwei Bühnen beste Unterhaltung. Felix aus Oldenburg und Dominik aus Osnabrück sind das erste Mal in Frotheim gewesen. Über das Internet haben sie vom Festival erfahren. »Wir suchen uns immer neue Sachen«, erklärten die beiden. Am meisten interessieren sie die kleineren, unbekannten Bands. Per Anhalter trampten die Besucher nach Frotheim. Pappschild hoch und los ging es. Gleich die erste Band Kathrina gefiel ihnen. »Die Band hat richtig Stimmung gemacht«, sagte der Oldenburger. »Die fünf Jungs aus Ostwestfalen waren politisch, ein wenig sarkastisch und ironisch«, meinte der Osnabrücker über die deutschsprachigen Texte zum Hinhören, Mitlachen und Nachdenken.

Mehr als 500 Besucher

Das Frotheim-Open-Air lebte auch in diesem Jahr von seinem familiären Flair. Insbesondere am Nachmittag und bis in die Dämmerung hinein tobten sich viele Kinder auf dem Gelände aus. Eigens für sie hatte das Organisationsteam einen Sandkasten gebaut. Überhaupt lud das Festival mit seiner großen Bandbreite an Musikrichtungen zum gemütlichen Verweilen auf Jutesäcken mit Stroh oder mitgebrachten Picknickdecken ein. Lukas Riechmann schätzte die Zahl der Besucher auf 500 bis 600.

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