Sa., 13.07.2019

Für Umsetzung der geförderten Maßnahme fehlen Fachfirmen Drei Ladesäulen warten auf Anschluss

Diese Ladestation für E-Autos hinter dem Espelkamper Rathaus ist eine von zwei öffentlichen Stationen in der Stadt. Die andere steht am Bahnhof. Drei weitere Ladesäulen liegen auf dem Bauhof und können noch nicht installiert werden.

Diese Ladestation für E-Autos hinter dem Espelkamper Rathaus ist eine von zwei öffentlichen Stationen in der Stadt. Die andere steht am Bahnhof. Drei weitere Ladesäulen liegen auf dem Bauhof und können noch nicht installiert werden. Foto: Arndt Hoppe

Von Arndt Hoppe

Espelkamp(WB). Die gute Konjunktur bei Bau und Handwerk hat manchmal auch ihre Kehrseiten. Darauf hat der Kämmerer Björn Horstmeier in der jüngsten Ratssitzung der Stadt Espelkamp hingewiesen.

»Wir schreiben aus und bekommen teilweise gar keine Angebote«, sagte Horstmeier, als er den Jahresabschluss für das Jahr 2018 im Rat vorstellte. Um ein Beispiel zu nennen, sprang ihm Bürgermeister Heinrich Vieker zur Seite und erklärte: »Es gibt zum Beispiel die Forderung nach mehr Ladesäulen für E-Autos. Die stehen auf dem Bauhof und wir finden keine Firmen, die sie uns aufbauen.«

Förderprogramm des Bundes

Den Hintergrund des Problems erläuterte Klaus Hagemeier, Vorstand der Espelkamper Stadtwerke AöR, auf Anfrage dieser Zeitung. »Wir haben uns schon vor einiger Zeit bei einem Förderprogramm des Bundes beworben, das die Errichtung von Ladestationen unterstützt.« Inzwischen sei dieser Förderantrag positiv beschieden worden. »Daraufhin haben wir alle erforderlichen Maßnahmen beauftragt, die wir nicht selbst von unserem Bauhof erledigen können, also die Lieferung der Säulen und den Netzanschluss«, sagte Hagemeier.

Durch die Mittel aus dem Förderprogramm hat die Stadt Espelkamp nun tatsächlich bereits drei Ladesäulen geliefert bekommen. Doch der Netzanschluss lässt auf sich warten. »Die Firmen haben erhebliche Probleme, gegen die große Zahl von Anfragen anzukommen. Und uns sind die Hände gebunden. Wir können den Anschluss nicht selbst erledigen«, sagte der Stadtwerke-Vorstand. Die Situation verdeutliche noch einmal ein allgemeines Problem, dass der Boom im Baugewerbe mit sich bringe.

Neue Standorte im öffentlichen Raum

Die drei neuen Ladestationen sollen nach Angaben Hagemeiers im öffentlichen Raum in der Espelkamper Innenstadt installiert werden. »Eine Säule wird auf dem Parkplatz am Freizeitbad Atoll an der Trakehner Straße errichtet«, erklärte er. Zwei Stationen seien für den Parkplatz des Marktkaufs am Hindenburgring vorgesehen. »Dort kooperieren wir mit dem Unternehmen, denn die Fläche gehört ja nicht der Stadt, sondern ist in Privatbesitz.«

Klaus Hagemeier weiß, dass es außer den beiden bereits bestehenden öffentlichen Ladesäulen auch einige private Ladestationen in Espelkamp gibt. »Zum Beispiel hat die Aufbaugemeinschaft eine eigene Ladesäule. »Darüber hinaus gibt es auch einige Haushalte, die für das Laden ihrer E-Autos eine so genannte Wall-Box installiert haben«, sagte Hagemeier. »Denn auf Dauer ist das Aufladen eines Fahrzeugs über die normale Steckdose im Haushalt nicht ratsam.«

Der Stadtwerke-Chef bestätigte den Eindruck, dass die bestehende E-Zapfsäule, die hinter dem Espelkamper Rathaus steht, gut frequentiert wird. »Es besteht ein reges Interesse. Die Station wird regelmäßig von Nutzern angesteuert. Und das sind nicht nur die beiden E-Fahrzeuge, die wir zurzeit von den Stadtwerken in Betrieb haben«, sagte Hagemeier.

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