Do., 12.09.2019

Landwirtschaftskammer verabschiedet Werner Weingarz in den Ruhestand Eine Ära geht zuende

Dr. Martin Berges (links) überreicht Werner Weingarz die Unterlagen für seinen Ruhestand. Nach 36 Jahren im Dienst der Landwirtschaftskammer übergibt Weingarz das Amt des Geschäftsführers an Till Pagels.

Dr. Martin Berges (links) überreicht Werner Weingarz die Unterlagen für seinen Ruhestand. Nach 36 Jahren im Dienst der Landwirtschaftskammer übergibt Weingarz das Amt des Geschäftsführers an Till Pagels. Foto: Felix Quebbemann

Von Felix Quebbemann

Espelkamp/Herford (WB). Von einer Zäsur spricht man gemeinhin, wenn es einen Einschnitt in einer Entwicklung gibt. Einen solchen Einschnitt hat es nun auch bei der hiesigen Kreisstelle der Landwirtschaftskammer gegeben. Denn Werner Weingarz, der langjährige Geschäftsführer, ist gestern in den Ruhestand verabschiedet worden.

Die Grußworte und Reden der Ehrengäste machten deutlich, dass mit diesem Abschied in den wohlverdienten Ruhestand eine Ära bei der gemeinsamen Kreisstelle Minden-Lübbecke/Herford-Bielefeld zuende geht.

Viele Gratulanten

»Du warst das Gesicht der Landwirtschaftskammer in der Region«, stellte unter anderem Dr. Martin Berges, Direktor der Landwirtschaftskammer NRW, heraus. Berges gehörte ebenso wie die beiden Landräte Dr. Ralf Niermann (Kreis Minden-Lübbecke) und Jürgen Müller (Kreis Herford) zu den vielen Gratulanten.

Dass der 64-jährige Werner Weingarz große Fußstapfen hinterlassen hat, machte die umfangreiche Gästeliste im Frotheimer Gasthaus Albersmeyer deutlich. Neben den Bürgermeistern Heinrich Vieker (Espelkamp), Frank Haberbosch (Lübbecke) und Dieter Blume (Petershagen) waren zahlreiche Vertreter der regionalen landwirtschaftlichen Vereinigungen wie dem Westfälisch-Lippischen-Landwirtschaftsverband und der Kreislandfrauen sowie aus dem Wirtschafts- und Finanzbereich zugegen.

36 Jahre im Dienst

Sie alle wünschten Weingarz, der nach 36 Jahren im Dienst der Landwirtschaftskammer – 10 Jahre in Brakel und 26 Jahre in Lübbecke – alles Gute für seinen neuen Lebensabschnitt. »Es fällt vielen schwer, sich die Geschäftsstelle ohne Sie vorzustellen«, betonte Landrat Müller. Weingarz habe viele Veränderungen in der Landwirtschaft begleitet. »Früher mussten durch die Erträge eines landwirtschaftlichen Betriebes zehn Menschen ernährt werden. Heute sind es 1000 Menschen«, stellte Müller die rasanten Entwicklungen heraus.

Landrat Dr. Niermann bezeichnete Weingarz als eine Frohnatur. Der 64-Jährige habe die Dinge oft »mit einem Augenzwinkern« begleitet. Dabei habe sich Weingarz aber immer hoch engagiert und fachlich kompetent für die Sache eingesetzt. Weingarz sei »pragmatisch, ausgleichend und zielorientiert«. Bei aller Ernsthaftigkeit habe beim künftigen Ruheständler der zwischenmenschliche Kontakt nie unter den beruflichen Gesprächen gelitten. Weingarz sei immer freundlich und locker geblieben. Dies bezeichnete Niermann als Vorbildfunktion.

Vorbildlicher Kollege

Mit Werner Weingarz gehe ein bekannter und vorbildlicher Kollege von Bord, sagte Dr. Martin Berges. Mit einer launischen Rede stellte Berges die Verdienste des 64-Jährigen heraus, vor allem auch die Zusammenführung von zwei Kreisstellen, nämlich die in Lübbecke und Herford, zu einer »Einheit«. Er habe aus den beiden Stellen »ein Team geformt«. »Eines können nämlich unsere Landwirte nicht gebrauchen: Wenn sich eine Kammer mit sich selbst beschäftigt«, sagte Berges. Die landwirtschaftliche Fachschule der hiesigen Kammer habe unter Weingarz eine sensationelle Entwicklung genommen. Dies liege auch daran, dass der 64-Jährige »Dinge immer konsequent umgesetzt und klare Kante gezeigt hat«. Berges stellte die Fähigkeiten von Weingarz als »Netzwerker« heraus. Seine Türen für Gespräche hätten immer offen gestanden. »Ich schätze seine Offenheit und Loyalität«, so Berges. Er hinterlasse seinem Nachfolger Till Pagels ein »gut bestelltes Feld«.

Die Feier, inklusive eines unterhaltsamen Rahmenprogramms und eines Essens, dauerte bis weit in den Nachmittag hinein.

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