Di., 22.10.2019

Stellungnahme des Siedlerbundes zu einer möglichen Baumschutzsatzung »Motivieren, nicht bestrafen«

Die CDU Espelkamp mit Detlef Beckschewe (Mitte) und Dr. Henning Vieker (rechts) spendet einen Baum für den Vorsitzenden des Verbandes für Wohneigentum, Klaus Neumann.

Die CDU Espelkamp mit Detlef Beckschewe (Mitte) und Dr. Henning Vieker (rechts) spendet einen Baum für den Vorsitzenden des Verbandes für Wohneigentum, Klaus Neumann.

Espelkamp (WB/fq). Die Diskussion um eine mögliche Baumschutzsatzung in Espelkamp hat die Politiker bereits in mehreren Ausschuss-Sitzungen beschäftigt.

Nun hat der Siedlerbund sich zu dem Thema geäußert. Der Bund sprach sich eindeutig gegen eine Satzung mit Meldepflicht für privates Eigentum aus.

»Unmögliche Idee«

Klaus Neumann, Kreisvorsitzender des Verbands für Wohneigentum, kritisiert in dem Schreiben die »unmöglichen Ideen mancher Parteien« zum Thema Umweltschutz: »Wir sind natürlich für Umweltschutz, aber deshalb lehnen wir auch eine Baumschutzsatzung samt Meldepflicht für privates Eigentum völlig ab. Wie ungeschickt müsste man als Hausbesitzer sein, dann noch irgendeinen Baum zu pflanzen. Wir kennen Beispiele aus Ostwestfalen-Lippe, wo vor Einführung einer Baumschutzsatzung die Hauseigentümer die Grundstücke gerodet haben. Das wollen wir als Verband für Wohneigentum natürlich nicht«, betonte Neumann.

Er schreibt weiter, dass sich der Siedlerbund explizit »für motivieren und nicht bestrafen« ausspreche. »Deshalb haben wir die Idee der CDU Espelkamp aufgegriffen: Es werden Bäume für private Gärten gespendet. Das motiviert den ein oder anderen auch, den Baum zu pflegen und ist viel besser als eine pauschale Verurteilung.«

Trockenheit

Gerade durch die Trockenheit in den vergangenen beiden Jahren seien viele Bäume eingegangen. »Deshalb möchten wir als Siedlergemeinschaft Mittwald mit unserer Aktion einen positiven Beitrag zum Baumbestand in Espelkamp bringen. Wir folgen dem Beispiel der CDU Espelkamp und spenden Obstbäume an unsere Mitgliedsfamilien«, schließt Neumann seine Stellungnahme.

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