Mo., 04.11.2019

Henning Vieker und Thomas Rogalske wollen in Espelkamp Bürgermeister werden Die CDU hat die Wahl

Thomas Rogalske (links) und Henning Vieker wollen beide Bürgermeister von Espelkamp werden. Ende November hat die CDU-Mitgliederversammlung die Wahl.

Thomas Rogalske (links) und Henning Vieker wollen beide Bürgermeister von Espelkamp werden. Ende November hat die CDU-Mitgliederversammlung die Wahl. Foto: Hemann

Espelkamp (fhe). Henning Vieker oder Thomas Rogalske? Die Mitglieder der CDU Espelkamp haben Ende November die Wahl, welcher der beiden jungen Christdemokraten ihr Bürgermeisterkandidat wird und damit nach 20 Jahren im Rathaus potenzieller Nachfolger von Heinrich Vieker.

Detlef Beckschewe zeigte sich am Samstagnachmittag sehr zufrieden. »Wir haben zwei Top-Bewerber, die zudem jungen Alters sind«, sagte der heimische CDU-Stadtverbandsvorsitzende bei der Vorstellung der beiden Kandidaten auf Schloss Benkhausen. Der Sozialarbeiter Thomas Rogalske (34) und der Physiker Henning Vieker (35) seien nun als Bewerber aus dem Findungsprozess hervorgegangen. Sie waren nicht die einzigen Interessenten, sagte Beckschewe. Wer noch Interesse hatte und seine Bewerbung letztlich zurückgezogen hat, wollte Beckschewe aus Gründen der Fairness nicht öffentlich machen.

Henning Vieker arbeitet seit 2014 bei der CNM Technologies GmbH in Bielefeld. Politisch ist der frühere Kreisvorsitzende der Jungen Union (JU) heute unter anderem als stellvertretender CDU-Stadtverbandsvorsitzender und seit 2009 als Kreistagsmitglied tätig. Dass er im Falle seiner Wahl als direkter Nachfolger auf seinen Vater Heinrich Vieker folgen würde, bezeichnete er als »besondere Situation«, aber nicht als Problem. »Es geht hier nicht darum, dass etwas vererbt wird«, sagte Henning Vieker. »Es geht darum, den besten Kandidaten für die nächsten 20 Jahre zu finden, um Espelkamp zu entwickeln.« Seine Vision: Die Kommune in den nächsten 20 Jahren zur angesehensten Stadt im Kreisgebiet zu machen.

Schnelles Internet

Als zentrale Themen nannte Vieker etwa verbesserte Mobilität, schnelles Internet für alle sowie die Wirtschaftsförderung: »Die Wirtschaft muss weiter Vertrauen in die Espelkamper Politik haben. Dafür steht vor allem die CDU. Denn nur mit entsprechender Finanzkraft können wir Espelkamp weiterentwickeln.« Außerdem wolle er den Zusammenhalt zwischen Stadt und Dörfern stärken. Denkbar seien Entwicklungsprogramme wie »Soziale Stadt« – mit oder für alle Ortschaften.

Thomas Rogalske sitzt seit 2014 im Espelkamper Stadtrat und ist unter anderem stellvertretender JU-Kreisvorsitzender. Als ein Ziel gibt er aus, Espelkamp von der Familie her zu denken. Sein zentraler Satz: »Ich möchte, dass meine Kinder hier genauso gut aufwachsen wie ich – oder vielleicht sogar noch besser.« Konkret bedeutet das für den Sozialarbeiter, der seit 2010 beim Kreis Minden-Lübbecke tätig ist, dass ausreichend Bauland und Arbeitsplätze, aber auch weiche Standortfaktoren wie das Waldfreibad oder Spielplätze vorhanden sind. Zudem fordert er, dass die Verwaltung moderner und digitaler werden müsse: »Es reicht nicht, wenn nur der Müllabfuhrkalender online ist.«

Kein Konkurrenzkampf

Wer die Mimik der beiden Bewerber verfolgte, sah auf beiden Seiten oft zustimmendes Nicken. Von Konkurrenzkampf keine Spur. Überhaupt sind sie sich in vielen Punkten sehr ähnlich. Beide sind Mitte 30, Väter von zwei kleinen Kindern und sie bezeichnen sich als überzeugte Espelkamper.

Was unterscheidet sie also? »Henning ist länger in der Politik und lebt Politik« antwortete Rogalske auf die Frage und fügte hinzu: »Ich sehe mich dann eher als den Verwaltungsmenschen.« »Das ist nicht falsch«, lautete Viekers spontane Reaktion.

Mit Blick auf die Mitgliederversammlung am Mittwoch, 27. November, sagte Beckschewe: »Da hat man als CDU-Mitglied in Espelkamp eine wichtige Rolle für die Zukunft der Stadt.« Ab 19.30 Uhr werden die Christdemokraten im Bürgerhaus abstimmen, wer als Bürgermeisterkandidat antreten soll. An diesem Abend könnten theoretisch auch noch andere ihren Hut in den Ring werfen.

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