Mo., 04.11.2019

Espelkamper Kulturausschuss spricht über Haus der Geschichte und Zuschussantrag Es ist noch ein Stück weit zu gehen

Der Umbau des Postgebäudes ist notwendig, um darin ein Haus der Geschichte zu eröffnen. Der erste Vorschlag vom Planungsbüro Hermanns ist aufgrund finanzieller Zwänge nicht umsetzbar gewesen. Daher ist jetzt ein Umbau im Bestand ins Zentrum des Interesses gerückt.

Der Umbau des Postgebäudes ist notwendig, um darin ein Haus der Geschichte zu eröffnen. Der erste Vorschlag vom Planungsbüro Hermanns ist aufgrund finanzieller Zwänge nicht umsetzbar gewesen. Daher ist jetzt ein Umbau im Bestand ins Zentrum des Interesses gerückt. Foto: Felix Quebbemann

Von Felix Quebbemann

Espelkamp (WB). Das Haus der Geschichte ist während der vergangenen Kulturausschuss-Sitzung thematisiert worden. Grund dafür ist der Entwurf einer »abgespeckten Version« des Stadt-Museums im Alten Postgebäude.

André Stargardt, Kulturausschuss-Vorsitzender, erklärte, dass bereits »ein langer Weg hinter uns liegt«. An der ein oder anderen Stelle habe man jedoch feststellen müssen, dass einige Idee nicht zustimmungsfähig seien. Daher habe man das Büro Hermanns damit beauftragt, eine schlankere Version des ersten Vorschlages zu entwickeln. Dieser sei nun auch vorgelegt worden, erklärte Torsten Siemon, Kulturbeauftragter der Stadt und zugleich mit Stargardt federführend zuständig für das Projekt.

Betriebskosten fehlen

Siemon erklärte, dass er den neuen Vorschlag zunächst erst grob prüfen konnte. Das Konzept aber werfe noch Fragen auf. Es seien zwar die Kosten für den Umbau des Postgebäudes im Bestand aufgeführt. »Die Betriebskosten aber haben wir nicht. Dieser Baustein fehlt«, sagte Siemon. Ohne diese Zahlen jedoch könne keine zuverlässige Kalkulation vorgenommen werden. Daher müsse dieser Punkt vom beauftragten Planungs-Büro nachgereicht werden. Siemon betonte zudem, dass es für Neubauten Fördertöpfe gebe. Für einen Umbau aber gebe es keine Förderung.

Die fehlenden Positionen sollen bis Jahresende eingeholt werden. Anfang des Jahres, so Siemon, könne dann das überarbeitete Konzept vorgestellt werden – eventuell in einer gemeinsamen Sitzung des Kultur- und des Hauptausschusses.

Der ursprüngliche Plan des Architekten sah einen Abriss inklusive Neubau des Postgebäudes vor. Dies hätte aber reine Baukosten in Höhe von mindestens zwei Millionen Euro aufgeworfen. Davon sei zwar ein Teil förderfähig gewesen. Jedoch hätte die Stadt immer noch einen großen Teil selbst tragen müssen.

Stargardt betonte mit Blick auf diesen ersten Vorschlag und die nun abgespeckte Version in der Sitzung: »Die ganz große Lösung ist nicht darstellbar gewesen.«

Zuschüsse

Des Weiteren haben sich die Ausschuss-Mitglieder mit weiteren Zuschuss-Anträgen beschäftigen müssen.

Den größten Anteil hat dabei das Volksbildungswerk, das 45.000 Euro Zuschuss für das kommende Jahr beantragte. Ernst Becker, Vorsitzender des Volksbildungswerkes, erläuterte: »Es ist uns ein Anliegen, ein anspruchsvolles Programm auf die Beine zu stellen.« Es sei dabei auch wichtig, Kinder und Jugendliche für das Theater und für die Klassik zu begeistern. Bei den Grundschülern habe das Konzert für Kinder mit der Nordwestdeutschen Philharmonie einen festen Platz im Kalender erhalten.

Das Theater für junge Leute soll nun bald ebenfalls wieder in das Programm aufgenommen werden. Der Plan, so Becker, sei es, ein Tournee-Theater nach Espelkamp zu holen, das ein bestimmtes Stück spielt, das dann auch im Vorfeld in den weiterführenden Schulen behandelt wird. »Wir wissen, dass wir bei solchen Projekten einen langen Atem benötigen, um etwas zu etablieren.« Dabei sei es auch wichtig, die Stadt als verlässlichen Partner an seiner Seite zu wissen.

Besucherzahl

Das Volksbildungswerk habe im Jahr 2019 zwar ein kleines Defizit erwirtschaftet. »Wir haben aber in den Jahren zuvor gut gewirtschaftet. Wir werden nicht in die Situation kommen in der wir sagen müssen: ›Der Zuschuss hat nicht gereicht‹«, so Becker. Durchschnittlich habe das Theater 550 Besucher je Vorstellung gehabt

Max Grote (CDU) wollte am Ende der Ausführungen wissen, warum es in der jüngeren Vergangenheit immer mehr Aufführungen an einem Freitag- oder Sonntagabend gebe. Becker erläuterte, dass dies vom Spielplan der Tourneetheater abhängig sei.

Die Kulturausschuss-Mitglieder votierten im Anschluss einstimmig für den Zuschuss an das Volksbildungswerk.

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