Mo., 11.11.2019

Heimatverein Isenstedt lädt zum Volkstümlichen Abend in die Schulaula ein Pop-Songs mit viel Pep

Der Hiller Chor Ungeschminkt Chorios ist beim Volkstümlichen Abend in Isenstedt ebenfalls aufgetreten. Die Formation hat unter anderem Songs wie »Bonnie und Clyde« sowie den Gospel »Sing a song for my lord« vorgetragen.

Der Hiller Chor Ungeschminkt Chorios ist beim Volkstümlichen Abend in Isenstedt ebenfalls aufgetreten. Die Formation hat unter anderem Songs wie »Bonnie und Clyde« sowie den Gospel »Sing a song for my lord« vorgetragen. Foto: Andreas Kokemoor

Espelkamp-Isenstedt (WB/ko). Schluss – Aus – Vorbei? Ist der »Volkstümliche Abend« in Isenstedt »altbacken« und »abgedroschen«?

Bei weitem nicht. Aber man hätte kurzzeitig den Eindruck gewinnen können, als ob der Heimatverein Isenstedt am Samstag mit seiner 26. Veranstaltung zum letzten Mal

seinen »Volkstümlichen Abend« in der Aula der Grundschule ausgerichtet hat? Marlies Lindemann vom Vorstand des Heimatvereins sagte zum Abschluss ihrer beliebten plattdeutschen »Klatsch und Tratsch«-Darbietung mit Willi Kökenhoff, dass sich der Vorstand seine Gedanken über Veränderung mache – aber nur über eine Namensänderung. Sie appellierte an die 100 Zuschauer dabei mitzuhelfen und Anregungen auf die Rückseite ihrer Eintrittskarte zu schreiben. Ihr – nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag – lautete »Partysause für Senioren«.

Ohrwürmer

Das Publikum, in dem tatsächlich mehrheitlich ältere Gäste saßen, war bestens zufrieden. Denn der Heimatverein hatte sich einiges einfallen lassen. Der Hiller Chor Ungeschminkt Chorios, der wöchentlich im CVJM-Gemeindehaus in Frotheim probt, bot hohen Unterhaltungswert und überzeugte die Besucher. Mit modernen Pop-Songs, wie »Bonnie und Clyde« von Sarah Connor, Ohrwürmern wie »Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett« oder Gospels, wie »Sing a song for my lord« überzeugten sie das Publikum mit vollem Körpereinsatz. »Ihr habt richtig Pep reingebracht. Es hat Spaß gemacht euch zuzuhören und zuzuschauen«, gratulierte Lindemann der Leiterin Bianca Schäfer und könnte sich vorstellen, dass dieser Chor nicht das letzte Mal auf der Bühne stand.

Hohen Unterhaltungswert bot des Weiteren das »Duo Brünett« mit Barbara und Karin aus Stemwede und Wagenfeld. Mit Musik aus alter und neuer Zeit brachten sie Stimmung in die Aula, wobei vor allem Barbara Seehaus passend zum Titel in immer wieder neue Kostüme schlüpfte.

Geteiltes Echo

Auf ein geteiltes Echo stießen das Mundharmonika-Musikanten aus Rödinghausen. Die sieben Musiker haben alleine eine Sunde lang das Programm mit Heimatliedern und Volksliedern gestaltet. Auch dabei summten und sangen die Besucher berührt von der Musik mit. Es war schon beeindruckend, wie die Musiker ohne Moderation und ohne Gesang nur mit Unterstützung eines Akkordeons spielten. Aber der Auftritt war nach Meinung einiger zu lang. Andere fanden es spitze.

Viel Freude bereiteten die Kinder der dritten und vierten Grundschul-Klasse unter Leitung von Musiklehrerin Dorothea Bäumer und Lehrerin Yvonne Klausing den Gästen. Der Nachwuchs trug ein musikalisches Spiel zum Gedicht »Herr Ribbeck von Ribbeck im Haveland« vor. Ruben las zudem die Textzeilen des Klassiker von Theodor Fontane vor – auf Plattdeutsch.

Aktuelle Entwicklungen

Marlies Lindemann und Willi Kökenhoff, die den Abend eröffneten, sprachen – ebenfalls upp platt – über manche Entwicklung im Dorf und in der Stadt – ob es sich nun um die bevorstehenden Wahlen oder die bunten Häuser in Espelkamp drehte. Marlies und Willi nahmen kein Blatt vor den Mund. Wird Espelkamp nun bald Sägenkamp heißen – aufgrund der vielen Abholzungen? Es wurde alles genau unter die Lupe genommen. Und dabei saß dem Duo oftmals der Schalk im Nacken.

Die stellvertretende Bürgermeister Christel Senckel und der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Ernst-Wilhelm Rahe lobten das ehrenamtliche Engagement des Isenstedter Heimatvereins. Zum Team der Heimatabends gehören Marlies Lindemann, Christa Latzel, Wilfried Beste, Reinhard Engelage, Helmut Döding, Christa Kökenhoff, Sigrid Klemme und Regina Engelage. Helmut Latzel und Helmut Lindemann sorgten vor und hinter der Bühne für Technik, Sicherheit, Kasse und Bewirtung.

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