Mo., 16.12.2019

Peter Wullenkord erläutert Evaluationsbericht zum Schulzentrum in Espelkamp Landeskirche hält an Schulen fest

Das Söderblom-Gymnasium bleibt wie auch die Birger-Forell-Sekundarschule weiterhin in der Trägerschaft der Evangelischen Landeskirche.

Das Söderblom-Gymnasium bleibt wie auch die Birger-Forell-Sekundarschule weiterhin in der Trägerschaft der Evangelischen Landeskirche.

Von Felix Quebbemann

Espelkamp (WB). Die Evangelische Landeskirche wird das Schulzentrum mit dem Söderblom-Gymnasium und der Birger-Forell-Sekundarschule (BFS) weiterhin als Träger betreiben.

Positive Effekte

Dies unterstrich Peter Wullenkord vom Landeskirchenamt der Evangelischen Landeskirche im vergangenen Schulausschuss. Wullenkord erläuterte den Ausschuss-Mitgliedern noch einmal im Detail die Aussagen des Evaluationsberichtes der Landeskirche. Die hatte bereits vor einigen Wochen bekannt gegeben, dass sie beide Schulen weiter betreiben wolle (wir berichteten am 1. November).

Wullenkord unterstrich zunächst, dass sich das Konzept des evangelischen Schulzentrums „bewährt hat“. Die Landeskirche werde das Zentrum daher auch weiterführen. „Insgesamt überwiegen deutlich die positiven Effekte“, erklärte der Experte.

Mit mehr als 1700 Schülern sei das Schulzentrum „gut situiert“. Jeder Schüler finde sich wieder. Er unterstrich die starke integrative Kraft der Bildungseinrichtungen. Dabei sprach er die Auszeichnungen als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an. Beide Einrichtungen hätten ein hochwertiges diakonisches Profil.

Negative Entwicklungen

Doch Wullenkord beleuchtete auch die negativen Entwicklungen der vergangenen Jahre. Und da sprach er bei den Schülerzahlen Tacheles. Ihn persönlich schmerze es, „dass die Schülerzahlen doch stärker eingebrochen sind“. Es fehlten an der Sekundarschule insgesamt zwei ganze Züge dadurch, dass es nun die freie evangelische Johannes-Daniel-Falk-Realschule gebe.

Dennoch wolle die Landeskirche die vorhandene Bandbreite der Lehre am evangelischen Schulzentrum auch künftig weiter vorhalten. Darüber hinaus sind Investitionen geplant. So solle unter anderem die Anbindung an das schnelle Internet sichergestellt werden. Die Infrastruktur solle sich an beiden Bildungseinrichtungen deutlich verbessern, so Wullenkord. Dieser Zustand soll Ende des kommenden Jahres erreicht werden.

Die Sekundarschule besitze einen hohen Qualitätsstandard und brauche sich vor anderen Schulen nicht zu verstecken, betonte Wullenkord. Die Zusammenarbeit der Sekundarschule mit dem Söderblom-Gymnasium solle in Zukunft weiter intensiviert werden. Die Uhren gingen an den Schulen langsamer, so Wullenkord. Man müsse schließlich Menschen mitnehmen. „Die Schulen sind keine Schnellboote sondern Tanker und müssen erstmal Fahrt aufnehmen.“ Die Leitungen beider Schulen bestätigten zudem, dass die Zusammenarbeit beider Einrichtungen weiter intensiviert werde.

Weiterentwicklung

Bürgermeister Heinrich Vieker sagte: „Wir freuen uns, dass wir das (Schulzentrum, Anm. d. Red.) auf dieser Basis weiter entwickeln können.“ Es gebe an den beiden Einrichtungen dieses Jahr geburtenschwächere Jahrgänge.

Wäre die Sekundarschule eine städtische Einrichtung, „hätten wir nur drei Zügen machen dürfen“, stellte Vieker mit Blick auf die Schülerzahlen fest. Unter dem Dach der Landeskirche bleibe es aber bei vier Zügen.

Reinhard Bösch (SPD) stellte die Zusammenarbeit der Sekundarschule mit dem Berufskolleg heraus. „Die halte ich für sehr wichtig.“

Anke Grothe, Konrektorin der BFS, erklärte, dass es bereits eine Zusammenarbeit mit der Kollegschule gebe. Zudem stelle sich die Sekundarschule auch den städtischen Grundschulen vor.

Gemeinsame Arbeit

Im Ausschuss klang ebenfalls an, dass eine weitere Vergrößerung der Johannes-Daniel-Falk-Realschule „nochmal zu einem Problem werden könnte.“

Marie-Luise Schellong, Leiterin des Söderblom-Gymnasiums, brachte es abschließend auf den Punkt. „Wir wollen das Schulzen-trum bekannter machen. Die gemeinsame Arbeit mit der Sekundarschule ist wirklich schön.“

Und auch die umliegenden Grundschulen bestätigten, dass die Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen intensiviert werde.

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