Stadt verabschiedet Hentschel und Hüsemann – Nachfolger offiziell vorgestellt
Ehrennadel für zwei Heimatpfleger

Espelkamp (WB/ko). Abschied nehmen fällt meistens schwer. Wenn auch noch zwei Urgesteine ihre Ehrenämter niederlegen, die seit Jahren mit eben jener Funktion verbunden sind, dann ist das ein ganz schwerer Schritt. Dies geschah nun bei der Sitzung der Espelkamper Heimatpfleger.

Freitag, 10.01.2020, 22:00 Uhr
Karl-Heinz Hentschel (Mitte, vorne) und Karl-Friedrich Hüsemann (hinten, 2. von rechts) erhielten die Ehrennadel. Es gratulierten Andreas Trocha (hinten, von links), Uwe Lomberg, Heinrich Vieker, Beate Henke (vorne von links) und Marlies Schröder. Foto: Andreas Kokemoor
Karl-Heinz Hentschel (Mitte, vorne) und Karl-Friedrich Hüsemann (hinten, 2. von rechts) erhielten die Ehrennadel. Es gratulierten Andreas Trocha (hinten, von links), Uwe Lomberg, Heinrich Vieker, Beate Henke (vorne von links) und Marlies Schröder. Foto: Andreas Kokemoor

Sprecherin

Im Rathaus sind am Donnerstagabend Karl-Heinz Hentschel als Stadtheimatpfleger und Karl-Friedrich Hüsemann als Ortsheimatpfleger von Gestringen verabschiedet worden. Beate Henke wurde als neue Stadtheimatpflegerin und Uwe Lomberg als neuer Ortsheimatpfleger für Gestringen vorgestellt.

Auf Vorschlag von Bürgermeister Heinrich Vieker ist Marlies Schröder für ein Jahr zur Sprecherin aller Ortsheimatpfleger gewählt worden. Ihr Stellvertreter ist Andreas Trocha, Ortsheimatpfleger von Vehlage.

Die Ortsheimatpfleger aus dem Stadtgebiet Espelkamps Andreas Trocha (Vehlage), Karsten Tegeler (Fabbenstedt), Marlies Schröder (Schmalge), Karin Poad (Fiestel), Jürgen Heimsath (Altgemeinde Espelkamp) und Ewald Harre (Isenstedt) dankten den Verabschiedeten und begrüßten die Neuen in ihren Reihen. Günter Bünemann, Ortsheimatpfleger von Frotheim, fehlte aus gesundheitlichen Gründen.

Auch Manfred Steinmann und Gerhard Könemann vom Geschichtskreis waren bei der Versammlung zu Gast. Dies hatte einen besonderen Grund. Denn sie überreichten an Karl-Heinz Hentschel das Buch „Entwicklung des Schulwesens in Espelkamp“, das der nun ehemalige Stadtheimatpfleger, der ebenfalls Mitglied des Geschichtskreises ist, als „lose Blattsammlung“ handschriftlich verfasst hat.

Wichtige Stimme

Eigentlich sollte die Sitzung der Heimatpfleger noch 2019 stattfinden. Terminschwierigkeiten führten aber dazu, das sie in das neue Jahr verschoben wurde. Bürgermeister Heinrich Vieker, der die Dankesreden für Hentschel und Hüsemann hielt, ist sich sicher, dass Espelkamp und Gestringen immer wieder auf die beiden zukommen könne. Konkret wurde er bei Hentschel, der ihm versichert habe, sich weiter für das „Haus der Geschichte“ zu engagieren. Dieses, so wünschte sich Vieker, solle zeitnah auf den Weg gebracht werden.

Des Weiteren sei Karl-Heinz Hentschel natürlich eine wichtige Stimme im Geschichtskreis. Vieker dankte Hentschel für die zahlreichen Publikationen, zuletzt die Schulchronik.

Prädestiniert

Karl-Heinz Hentschel trat im Jahr 2007 als Nachfolger von Altbürgermeister Heinz Goroncy das Amt an. Als langjähriger Schul- und Kulturamtsleiter war er für das Ehrenamt prädestiniert. Als Dauergast im Stadtarchiv sei er nicht selten verstaubt und mit schwarzen Fingern nach Hause gekommen. „Bei allen Fragen zur Stadtgeschichte stand Hentschel mit Rat und Tat zur Seite“, sagte Vieker.

Wandelndes Lexikon

Karl-Friedrich Hüsemann war seit 1994 nun mehr als 25 Jahre mit großem Erfolg als Ortsheimatpfleger Gestringens tätig. Vieker bezeichnete ihn als „Motor der Dorfentwicklung“ und „wandelndes Lexikon der Geschichte von Gestringen und Umgebung“, der seinen Schwerpunkt auf Schloss und Park Benkhausen gelegt hat.

Vieker schätzt an Hüsemann die offene Art, wie er sein Wissen bei Führungen oder dem Gestringer Klönabend gerne auf unterhaltsame Weise weitergegeben hat.

Die beiden Ausgeschiedenen erklärten, dass sie ihr Amt aus Freude und Verantwortungsbewusstsein für die Stadt und das Dorf Gestringen ausgeübt hätten. Heinrich Vieker verlieh beiden ehemaligen Heimatpflegern die Ehrennadel der Stadt und eine Karaffe für Blumen mit dem Stadtwappen.

Nachfolger

Die Nachfolger von Hentschel und Hüsemann sind Beate Henke für das Stadtzentrum und Uwe Lomberg für Gestringen. Vieker zeigte sich überzeugt davon, die Richtigen gefunden zu haben. Beide erklärten, dass sie sich auf eine wunderbare Aufgabe freuen würden, aber auch wüssten, was ihre Vorgänger geleistet hätten. Sie hoffen, dass sie bei Fragen immer auf offene Ohren seitens der etablierten Heimatpfleger und ihrer Vorgänger treffen würden.

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