Mo., 17.02.2020

Birger-Forell-Sekundarschule Espelkamp erhält Goldauszeichnung für Verbraucherbildung Fit für den Alltag

Schulleiterin Anja Buhrmann sowie die Lehrerinnen Anastasia Palmer, Ulrike Meier-Hohmann und Carolin Thielemann freuen sich mit den Schülern Chilal, Naz, Aleyna, Zuhare, Franziska, Julien , Lion und Pablo über die Auszeichnung.

Schulleiterin Anja Buhrmann sowie die Lehrerinnen Anastasia Palmer, Ulrike Meier-Hohmann und Carolin Thielemann freuen sich mit den Schülern Chilal, Naz, Aleyna, Zuhare, Franziska, Julien , Lion und Pablo über die Auszeichnung. Foto: Andreas Kokemoor

Espelkamp (WB/ko). Verbraucherbildung ist an der Birger-Forell-Sekundarschule Espelkamp ein nahezu alltägliches Thema: Schülerinnen und Schüler leben in einer Welt, in der sie täglich Konsumentscheidungen treffen müssen. Und dass sie darin „sehr gut“ sind, hat ihnen jetzt die Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz, Christine Lambrecht, erklärt und der Sekundarschule eine Urkunde mit Goldauszeichnung als Verbraucherschule überreicht. Von 57 Schulen, die sich beworben haben, ist die Birger-Forell-Sekundarschule eine von 27 mit der höchsten Note. Schulleiterin Anja Buhrmann: „Diese Auszeichnung ist eine Belohnung und Bestätigung von höchster Stelle an unsere Schüler.“ Die Auszeichnung ist zwei Jahre „gültig“.

Anja Buhrmann erläutert, warum sich die Birger-Forell-Sekundarschule beworben hat: „Sich gesund ernähren, klug mit Geld umgehen, das eigene Konto, Handyverträge, sicher in der virtuellen Welt surfen, Soziale Medien, Facebook, Instagram, Fake-News, Fake-Shops und natürlich aktuell klimafreundlich leben – diese und viele weitere Themen sind im Alltag und der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen relevant und sie sind Inhalte der Verbraucherbildung.“ Dass viele dieser Themen bereits in den Lehrplan an der Birger-Forell-Sekundarschule integriert sind, bestätigen die Lehrerinnen Anastasia Palmer und Ulrike Meier-Hohmann.

Zusätzliche Angebote

Die Verbraucherbildung wird durch fächerübergreifende, freiwillige Angebote und Werkstattprojekten, wie die Natur- oder Fair Trade-AG, gestützt. Zudem ist es der Espelkamper Schule gelungen, eine Vielzahl von außerschulischen Partnern und Bildungsinstitutionen zu gewinnen, etwa das Biologiezentrum Bustedt, den Marktkauf Espelkamp oder den Ludwig-Steil-Hof.

Angefangen vom Brötchenschmieren in der Mensa und der Schülerfirma, die Anbindung und der kurze Weg zum Jugendzen­trum Isy 7 mit der Unterstützung von Kinder- und Jugendarbeit, die Kooperation mit dem DRK, die guten Beziehungen zum Bauernhof Flömer, die Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Bustedt waren schon wertvolle Pluspunkte, die die bereits im Vorfeld erbrachten Leistungen vergoldeten. „Espelkamp ist bereits auf einem guten Weg“, sagte Anja Buhrmann. Die Ehrung solle nun Motivation sein, auf diesem Weg zu bleiben, ihn fortzuschreiten und noch mehr voranzubringen.

Überstürzte Entscheidungen

Die Schüler würden in der Birger-Forell-Sekundarschule gezielt mit den Lebensaufgaben eigenes Konto, Online-Banking, Kredit, Schuldenfalle und eigene Wohnung konfrontiert. Und das aus gutem Grund. „Viele individuelle Konsumentscheidungen werden häufig unbewusst und überstürzt getroffen“, erklärte Buhrmann. Dabei würden Kommunikation, Werbung und Verkaufspraktiken die Schüler stark beeinflussen.

Buhrmann erläuterte: „Häufig haben diese Entscheidungen ökonomische, soziale und ökologische Folgen für sie selbst und für die Umwelt, die die Schülerinnen und Schüler noch nicht überschauen können. Wir, als evangelische Schule, sehen unseren Auftrag darin, die Schöpfung zu bewahren und unsere Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsbewussten Konsumenten auszubilden und sie auf ihr späteres  Leben in der Berufswelt vorzubereiten.“ Dabei halte man sich an die Vorgaben und Ziele des Beschlusses der Kultusministerkonferenz „Verbraucherbildung an Schulen“. Diese hat die Entwicklung eines verantwortungsbewussten Verhaltens als Verbraucher zum Ziel, indem über konsumbezogene Inhalte informiert wird und Kompetenzen im Sinne eines reflektierten und selbstbestimmten Konsumverhaltens erworben werden.

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