Sturm reißt Baum aus dem Erdreich und verletzt Anwohner – Autos beschädigt
Buche fällt auf 45-Jährigen

Espelkamp/Lübbecke  (WB). Wieder ein Sturm, wieder ein umgefallener Baum im Hirschberger Weg. Aber dieses Mal hat der Wind am Sonntagabend einen weitaus größeren Schaden angerichtet als noch vor einer Woche das Orkantief Sabine, das über Ostwestfalen-Lippe hinwegfegte. Am Sonntagabend konnte eine Buche im Hirschberger Weg den gewaltigen Kräften des Windes nicht mehr Stand halten und wurde aus dem Erdreich gerissen. Dabei wurden nicht nur Autos beschädigt sondern auch ein Mensch verletzt.

Montag, 17.02.2020, 12:43 Uhr aktualisiert: 17.02.2020, 16:50 Uhr
Die Buche auf insgesamt drei Autos gestürzt. Die Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt, ein 45-jähriger wurde verletzt. Foto: Felix Quebbemann
Die Buche auf insgesamt drei Autos gestürzt. Die Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt, ein 45-jähriger wurde verletzt. Foto: Felix Quebbemann

Eingedrückte Dächer

Der Baum stürzte auf drei Fahrzeuge, die auf der gegenüberliegenden Seite geparkt hatten. Die Buche drückte deren Dächer ein. Die Heckscheiben zersplitterten und brachen aus der Fassung. Ein viertes Fahrzeug wurde laut Polizeiangaben leicht in Mitleidenschaft gezogen.

Ein 45-jähriger Anwohner wurde darüber hinaus von einem Ast getroffen. Rettungskräfte brachten ihn verletzt ins Krankenhaus Lübbecke.

Die Espelkamper Feuerwehr war nach Angaben ihres Pressesprechers Volker Dau vom frühen Abend bis etwa 23 Uhr in Einsatzbereitschaft. Es sei aber gar nicht „so weltbewegend gewesen“, erklärte Dau. Einige Male seien die Blauröcke ausgerückt. Schwerpunktmäßig fanden die Einsätze in der Stadtmitte, in Frotheim und in Fabbenstedt statt. Die Einsatzkräfte hätten vor allem dafür gesorgt, dass das Gehölz von den Straßen entfernt wurde.

Entwurzelt

So seien einige Pflanzen in der Nähe des neuen Logistikzentrums Harting umgerissen worden. Doch den größten Schaden habe die Buche im Hirschberger Weg angerichtet. Der Baum wurde einfach mit samt der Wurzeln aus dem Erdreich gezogen.

Eine Anwohnerin betrachtete sich am Montagmorgen den Schaden, den die umgestürzte Buche angerichtet hatte. Eines der stark beschädigten Autos gehört der Frau, die gegenüber dieser Zeitung betonte, dass sie nicht begeistert sei. Sie stellte auch die Frage, warum die Aufbaugemeinschaft den Baum nicht schon längst weggenommen habe.

Kerngesund

Der zuständige Kundenberater Alexander Lang erklärte dies umgehend auf Anfrage dieser Zeitung. „Die Buche war kerngesund. Wir fällen nicht planlos Bäume“, betonte Lang. Vielmehr habe die Aufbau sich jeden Baum in ihrem Verantwortungsbereich in der jüngeren Vergangenheit angeschaut. Und die Verantwortlichen seien – auch mit Blick auf den Klima- und Umweltschutz – da sehr genau und akribisch vorgegangen. Daher wusste Lang auch, dass die Buche „kerngesund war. Den Baum hätten wir niemals gefällt“. Es sei ein schöner, alter Baum gewesen, der leider von dem Sturm samt Wurzeln aus dem Erdreich gerissen worden ist. Der Boden sei durch die Niederschläge der vergangenen Tage sehr aufgeweicht, so Lang. So war es dem Wind möglich, die Buche aus dem Erdreich zu reißen. Der Hirschberger Weg musste wegen des umgestürzten Baumes zunächst gesperrt werden.

Die zwischen Oberbauerschaft und Obermehnen verlaufende Verbindungsstrecke „Kahle-Wart-Weg” wurde ebenfalls wegen umgestürzter Bäume am Sonntagabend gesperrt.

35 Einsätze

Etwa 35 wetterbedingte Einsätze habe die Polizei dokumentiert worden. Als Schwerpunkt dieses Zeitraums konnten die Stunden von 15 bis 22 Uhr am Sonntagnachmittag ausgemacht werden. Die Einsatzorte befanden sich im gesamten Kreisgebiet. In Lübbecke haben die Veranstalter des Immo-Forums die letzte Show-Veranstaltung im Zelt vorsorglich abgesagt haben.

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