Gauselmann-Gruppe: Neues Verwaltungsgebäude entsteht an der Merkur-Allee in Espelkamp
Ein 14-Millionen-Euro-Spatenstich

Espelkamp (WB). Die Gauselmann-Gruppe hat die nächste riesige Investition in der Merkur-Allee getätigt. Gestern Nachmittag wurde der erste Spatenstich für ein neues Verwaltungsgebäude gesetzt. Kostenpunkt: 14 Millionen Euro. Es soll etwa 300 Mitarbeitern Platz bieten. Und das soll mit einem völlig neuen Bürokonzept geschehen. Erst vor anderthalb Jahren hatte das Unternehmen ein neues Bürogebäude fertiggestellt.

Freitag, 28.02.2020, 18:35 Uhr aktualisiert: 29.02.2020, 18:54 Uhr
Spatenstich für das neue Verwaltungsgebäude der Gauselmann Gruppe in der Merkur Allee: Armin Gauselmann (Vorstand, von links), Lars Reichel (Energiemanagementbeauftragter Gauselmann-Gruppe), Richard Grobecker (Bauprojektleiter Gauselmann), Heinrich Vieker (Bürgermeister), Frank Kögel (Bauunternehmer) und Paul Gauselmann (Unternehmensgründer). Foto: Felix Quebbemann
Spatenstich für das neue Verwaltungsgebäude der Gauselmann Gruppe in der Merkur Allee: Armin Gauselmann (Vorstand, von links), Lars Reichel (Energiemanagementbeauftragter Gauselmann-Gruppe), Richard Grobecker (Bauprojektleiter Gauselmann), Heinrich Vieker (Bürgermeister), Frank Kögel (Bauunternehmer) und Paul Gauselmann (Unternehmensgründer). Foto: Felix Quebbemann

Die Zukunft

Unternehmensgründer Paul Gauselmann war beim Spatenstich am Freitagnachmittag bestens gelaunt und wagte einen Blick in die Zukunft. Die wird geprägt durch das Internetgeschäft. Und in diesem Bereich sieht der Unternehmer einen riesigen Wachstumsmarkt.

In Deutschland seien Glücksspiel und Sportwetten im Internet bislang illegal gewesen. Das aber soll sich im Jahr 2021 ändern. Am 12. März dieses Jahres sollen dafür die politischen Weichen gestellt werden. „Wenn wir alles richtig machen, und ich bin mir sicher, dass wir alles richtig machen, wird sich unsere Unternehmensgruppe in den nächsten fünf Jahren verdoppeln.“

Der Gauselmann-Geist

In Ländern wie England sei zum Beispiel das Glücksspiel schon legal. Deutschland aber starte vom Punkt null aus. Daher sieht Paul Gauselmann ein enormes Wachstumspotenzial. Aber die nächsten fünf Jahre seien auch eine „riesige Herausforderung“, betonte er.

Das neue Bürogebäude, in dem der „echte Gauselmann-Geist“ herrsche, soll 300 Mitarbeiter beherbergen. Das Unternehmen habe zum 1. Januar sämtliche wichtige Außenstellen wieder in die Zentrale geholt.

Paul Gauselmann sprach während der Festveranstaltung mit viel Enthusiasmus und erläuterte: „Es ist die Begeisterung, dass wir so ein Gebäude schaffen.“ Und dieses sei auch notwendig. Denn: „Wir platzen aus allen Nähten“, sagte er.

Die Fertigstellung

Mitte des kommenden Jahres soll der Bau im westlichen Teil der Merkur-Allee fertig gestellt sein. Der Unternehmensgründer zeigte sich erfreut darüber, dass die Planungen zum Bau aus der Bauabteilung des eigenen Hauses kämen. Er stellte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Espelkamp heraus. Wichtig sei es ebenfalls gewesen, mit Kögel-Bau aus dem benachbarten Bad Oeynhausen wieder ein Bauunternehmen aus der Region gefunden zu haben. Kögel-Bau hatte bereits Mitte 2018 die letzte Investition in Espelkamp, das Verwaltungsgebäude im Ostteil, fertiggestellt.

Das neue Gebäude wird fünf Geschosse besitzen und eine Gesamtfläche von 7000 Quadratmetern haben. „In die Mitte werden wir einen zwölf mal zwölf großen Lichthof installieren. Das wird eine ganz ansehnliche Sache“, meinte Richard Grobecker, Abteilungsleiter Merkur Immobilien und Bauprojektleiter. Er geht davon aus, dass das neue Bürogebäude in anderthalb Jahren eröffnet werden kann.

Der Meilenstein

Dort werden unter anderem die Personalabteilung sowie Merkur-Immobilien einziehen. Für den neuen Komplex würden darüber hinaus energetische Materialien mit besten Dämmeigenschaften verwendet. Es gebe ebenfalls eine Photovoltaik-Anlage mit 30 Kilowatt auf dem Dach.

Frank Kögel vom gleichnamigen Bauunternehmen freute sich, diesen Meilenstein in Espelkamp mitzugestalten. „Das ist fantastisch.“ Im Gebäude selbst soll eine moderne Raumplanung für entspanntes Arbeiten sorgen. Es gibt neben ganz offenen Flächen auch Teilbereiche mit Flur-Abtrennung sowie klassische Zellenbüros. Vermehrt gibt es aber offene Meeting- und Arbeitsflächen und nur noch wenige geschlossene Arbeits- und Besprechungsflächen.

Das Bekenntnis

Bürgermeister Heinrich Vieker bezeichnete das neue Gebäude als eine wunderbare Sache. Der Bau sei seitens der Gauselmann-Gruppe ein „erneutes Bekenntnis zur Stadt und eine Augenweide“. Vieker lobte die Weitsicht von Paul Gauselmann. Denn vor 25 Jahren bereits habe der das jetzige Baugrundstück von der Stadt gekauft. Er bezeichnete das neue Projekt als einen mutigen Schritt der zeige, „welche Dynamik bei Gauselmann“ vorhanden sei.

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