Camcore bietet „Full-Service“ beim Image-Film an und bastelt an neuen Ideen
„Es tut sich viel“

Montag, 23.03.2020, 21:00 Uhr
Der 28-jährige Daniel Littau ist einer der Mitbegründer der Firma Camcore. Der ausgebildete Schauspieler hat vor kurzem einige Werbespots abgedreht – unter anderem für einen Schokoriegel und für Hustenbonbons. Foto: Camcore
Der 28-jährige Daniel Littau ist einer der Mitbegründer der Firma Camcore. Der ausgebildete Schauspieler hat vor kurzem einige Werbespots abgedreht – unter anderem für einen Schokoriegel und für Hustenbonbons. Foto: Camcore

Das Team um Daniel Littau und Andreas Olenberg hat den Thriller mit Schauspieler Sven Martinek an verschiedenen Plätzen in Ostwestfalen-Lippe gedreht. Die Premiere wurde ein voller Erfolg. Der Film erhielt mehrere Auszeichnungen und wurde schließlich auf DVD herausgebracht.

Relaunch

Wer nun aber glaubt, dass Camcore sich auf diesen Lorbeeren ausruhen, sieht sich getäuscht. Littau, Olenberg und Co. haben sich vielmehr noch breiter aufgestellt, um im Filmbusiness weiter Fuß zu fassen.

Dazu gehört ein kompletter Relaunch der Internetseite. Mit einem erfolgreichen Re-Branding wollen die Espelkamper Filmemacher nun den Namen Camcore auch im Bereich des Image-Films zu einer Marke machen.

Es habe drei Monate gedauert, um die Homepage komplett neu aufzubauen, erklärt Littau. Wer nun die Seite der Filmemacher besucht, wird schnell erkennen, dass Camcore sich neben Kurz- und Spielfilm auch auf Imagefilme und Werbung konzentriert. Der Zusatztitel „Full-Service-Film-Produktion“ deutet schon an, wo die Reise hingeht.

Booking-Tool

„Wir machen vom Film bis zum Image-Film alles“, sagt Littau im Gespräch mit dieser Zeitung. Ein eigenes Booking-Tool lotst den Kunden durch sein individuelles Angebot, erläutert der 28-Jährige und fügt an: „Wir wollen alles professionell angehen.“ Kunden aus ganz Ostwestfalen-Lippe – ob nun aus dem Privatsektor oder der Wirtschaft – sollen sich von den Möglichkeiten der neuen Camcore-Sparte angesprochen fühlen.

Der Espelkamper unterstreicht den Full-Service-Gedanken – vom Dreh über den Schnitt bis hin zur Produktion erhalte der Kunde „alles aus einer Hand“, und das in Kino-Qualität. Neben einer Drohne – für Luftaufnahmen – hat Camcore auch einen Kameraroboter. „Wir stellen nicht nur die Hardware sondern haben auch Erfahrung.“

Dabei setzt Camcore auf das bewährte Team. „Am Kernteam hat sich nicht viel verändert“, sagt Daniel Littau. Kontakte würden nun aber intensiv auch in Berlin geknüpft. Dort befinde sich neben Espelkamp auch der zweite Sitz der Firma.

Das breitere Angebot der Firma solle vor allem dazu dienen, „Geld zu generieren“, sagt Littau. Dieses soll dann für das nächste große Projekt investiert werden.

Und da sind die Espelkamper Filmer gerade dabei, Vorschläge aufzuschreiben und auszuarbeiten. Das Format sei noch nicht sicher – ob Film oder Serie. „Bei den Serien gibt es derzeit natürlich einen Hype“, sagt Littau. Eine Serie habe den Vorteil, dass sie die Zuschauer über einen längeren Zeitraum binde. Ein Plan könnte sein, eine Miniserie mit sechs Episoden zu je 30 Minuten zu drehen.

Ideen-Entwicklung

Die Dreharbeiten aber fangen nicht gleich morgen an. „Wir sind noch ganz am Anfang der Ideen-Entwicklung“, sagt Littau. Selbst beim Genre sei vieles vorstellbar. Neben Thriller kann er sich auch eine Komödie gut vorstellen. „Es gibt fünf grobe Ideen.“ Der 28-Jährige geht davon aus, dass bis Ende des Jahres die Idee steht. Die Produktion könne dann im kommenden Jahr beginnen.

Mit „Phantomschmerz“ habe Camcore jede Menge Erfahrung gesammelt. Der Film habe den jungen Camcorern einige Türen geöffnet. „Wir kommen jetzt mit Menschen an einen Tisch, die uns vorher nicht zugehört haben.“ Ihr Spielfilm habe „Wellen geschlagen und ist noch im Bewusstsein“, so Littau.

Kleines Budget

Als Drehort für das neue Projekt stehe wieder die heimische Region ganz weit oben. Bei „Phantomschmerz“ habe man viel Unterstützung aus der hiesigen Region erhalten. „Wir haben zwar noch keinen Ort festgelegt“, sagt der 28-Jährige. „Aber es wäre doch Blödsinn, woanders hinzugehen“, macht er den OWL’ern Hoffnung, dass sie schon bald wieder den ein oder anderen Camcore-Drehtag mit verfolgen dürfen. „Es liegt auf der Hand, wieder hier zu produzieren.“

Auch beim Schauspielteam kann sich Littau durchaus vorstellen, mit „alten Bekannten“ zusammenzuarbeiten – allen voran Sven Martinek. „Sven ist ein Filmemacher, der gesagt hat: ‚Gebt Bescheid, wenn ihr wieder etwas macht‘.“

Mit „Phantomschmerz“ habe Camcore bewiesen, dass die Firma mit kleinem Budget – gerade einmal 70.000 Euro hat der Film gekostet – arbeiten könne. Das Team habe bewiesen, dass es fit sei und auf einem qualitativ hohen Niveau arbeite. Für das neue Projekt bemüht sich Camcore zudem im Vorfeld bereits, einen Fernsehsender mit ins Boot zu holen.

Littau sagt abschließend, dass sich „beim Film sehr viel tut“. Und Camcore wolle einen Teil davon mitgestalten. Weitere Information erhalten alle Interessierten unter

www.camcore.de

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