Hilfsplattform ist erfolgreich angelaufen
Große Hilfsbereitschaft bei „Espelkamp hält zusammen“

Espelkamp (WB). Die neue Hilfsplattform „Espelkamp hält zusammen“ ist am vergangenen Freitag an den Start gegangen. Initiiert wurde sie vom Quartiersmanagement Espelkamp, dem Nachbarschaftszentrum (NBZ) im Erlengrund, dem DRK-Seniorenbüro und dem Verein Mitmenschen in Zusammenarbeit mit der Stadt Espelkamp.

Donnerstag, 02.04.2020, 07:00 Uhr
Die Hilfsplattform „Espelkamp hält zusammen“ verbindet Menschen in der Stadt. Infos gibt es unter www.espelkamp.de. Foto:
Die Hilfsplattform „Espelkamp hält zusammen“ verbindet Menschen in der Stadt. Infos gibt es unter www.espelkamp.de.

Im Verlauf dieser Woche haben sich schon fast 40 freiwillige Helferinnen und Helfer gefunden, die bereit sind, Menschen zu unterstützen, die Dinge des alltäglichen Lebens zur Zeit nicht selbst erledigen können, weil sie entweder zur Risikogruppe gehören oder sich in Quarantäne befinden. Auch Menschen, die aufgrund der aktuellen Situation keinen Kontakt zur Außenwelt haben und sich einsam fühlen, kann geholfen werden. Dafür stehen Personen bereit, die Telefonate führen.

Alle Personen, die über diese Plattform miteinander verbunden werden, weisen sich gegenseitig aus. So wird verhindert, dass sich Betrüger oder andere Kriminelle fälschlicherweise bei den Hilfesuchenden melden können.

Durch das Telefonieren Einsamkeit überwinden

Das Bündnis hat schon erste Erfolge zu verzeichnen. So haben sich nach Angaben von Marlo Pfau vom Quartiersmanagement zum Beispiel Menschen gefunden, die miteinander telefoniert haben und so die Einsamkeit überwinden konnten. Die Beteiligten wollen nun öfter miteinander telefonieren. „Wir freuen uns über diese große Hilfsbereitschaft in Espelkamp. Man merkt, wie die Stadt zusammenhält, wenn es darauf ankommt und wie die Menschen hier zusammenrücken“, erklärt Marlo Pfau.

Es kommen mittlerweile immer mehr Menschen auf die Mitarbeiter des Bündnisses zu, um ihre Hilfe anzubieten. Auch viele Organisationen sind mit an Bord, um den Espelkampern durch diese schwierige Zeit zu helfen. Von der evangelischen Martinsgemeinde, über die Jugendlichen der evangelischen Freikirchen und Mitarbeiter der DRK-Kitas bis hin zum Marktkauf ziehen alle an einem Strang.

Die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen läuft sehr gut, sagt Pfau. Die fünf Hauptakteure Stadt Espelkamp, Quartiersmanagement, NBZ, der Verein Mitmenschen und das Seniorenbüro seien schon ein sehr gut funktionierendes Team.

Die Hilfsplattform „Espelkamp hält zusammen“ ist im Internet unter www.espelkamp.de oder unter Telefon 05772/9790467 zu erreichen. Das Telefon ist zu folgenden Zeiten besetzt: Montag bis Donnerstag 9 bis 12 Uhr sowie 14 bis 16 Uhr, Freitag von 10 bis 12 Uhr. Die Beteiligten freuen sich über jeden Anruf und hoffen, so vielen Menschen wie möglich helfen zu können.

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