Hauptausschuss: Espelkamper Stadtmarketingvorsitzender zieht eine Zwischenbilanz
Ungewissheit beim City-Fest

Espelkamp (WB). Der Start ins neue Jahr ist für den Stadtmarketingverein Espelkamp verheißungsvoll gewesen. Die Veranstaltung „Espelkamp kommt ins Gespräch“ wurde super angenommen. Die Pläne für die ein oder andere große Feier in Espelkamp nahmen Gestalt an. Nicht zuletzt der Abschied aus dem Jahr 2019 war mit einem fulminanten Weihnachtsmarkt mehr als gelungen. Dann kam aber aufgrund der Corona-Pandemie alles anders.

Mittwoch, 06.05.2020, 20:00 Uhr
Fahrgeschäfte auf dem Wilhelm-Kern-Platz. Dieses Bild aus dem vergangenen Jahr würde sich der Stadtmarketingverein auch für dieses Jahr wünschen. Die Ausrichtung des Espelkamper City-Festes ist jedoch ungewiss. Foto: Andreas Kokemoor
Fahrgeschäfte auf dem Wilhelm-Kern-Platz. Dieses Bild aus dem vergangenen Jahr würde sich der Stadtmarketingverein auch für dieses Jahr wünschen. Die Ausrichtung des Espelkamper City-Festes ist jedoch ungewiss. Foto: Andreas Kokemoor

Lockdown-Folgen

Thorsten Blauert, Vorsitzender des Stadtmarketings, skizzierte die vergangenen Monaten aus Sicht des Stadtmarketingvereins in der Sitzung des Hauptausschusses. Halbjährlich gibt er einen Tätigkeitsbericht zum Marketingverein ab. Der Vorsitzende hatte aber nicht nur schlechte Nachrichten aufgrund der Pandemie zu verkünden. Vielmehr stellte er auch positive Aspekte aufgrund der Corona-Krise heraus.

Zunächst aber warf er einen Blick auf die Vor-Corona-Zeit. So lobte Blauert zum einen das Aufstellen der Märchenfiguren auf dem Grünanger. Dies werde zwar von der Gruppe rund um Peter Dürr initiiert. „Der Stadtmarketingverein ist aber formal Veranstalter des Aufstellens.“

Zum Weihnachtsmarkt hatte Blauert nur Positives zu berichten. „Der war wirklich gut besucht. Bei der Autoverlosung bekam man kein Bein mehr auf den Boden.“ Besonders gefreut habe sich der Marketingverein darüber, dass der Gewinner des Autos schnell gefunden werden konnte. Das war ein Jahr zuvor noch anders.

Guter Zuspruch

„Sehr guten Zuspruch“ verzeichnete Blauert beim Grünkohlessen zu Beginn des Jahres. Ebenso lobte er die Auftaktveranstaltung „Espelkamp kommt ins Gespräch“, die „gut besucht“ war. Dabei aber werde künftig überlegt, den Ticketverkauf zu verändern.

Alle Augen haben sich dann eigentlich auf den Automarkt und den Sommer auf dem Anger gerichtet. Die beiden Veranstaltungen aber wurden abgesagt – aufgrund der Corona-Pandemie. „Das können wir nicht mit genügend Abständen unter den Besuchern ausrichten“, erläuterte Blauert diesen Schritt.

Bevor er sich dem City-Fest zuwandte, warf der Vorsitzende einen Blick auf die ISG – der Immobilien- und Standortgemeinschaft in Espelkamp. Die habe unter anderem die Anpflanzung von Blühstreifen und die Ausrichtung der Innenstadtgespräche initiiert.

Die Abteilung der Stadtführer innerhalb des Stadtmarketings lobte der Vorsitzende als „selbstständige und zuverlässige Abteilung“.

Ungewissheit

Mit Ungewissheit blickte der Stadtmarketing-Vorsitzende dann auf das City-Fest, das immer am vierten Septemberwochenende in Espelkamp ausgerichtet wird. Die bundesweiten Corona-Regelungen für Großveranstaltungen „gehen zwar nur bis zum 31. August. Aber das Oktoberfest in München ist auch schon abgesagt worden“, blickte Blauert skeptisch auf die Ausrichtung des City-Fests.

Man wolle auch den Lübbeckern nicht vorgreifen, sagte Blauert. Die Nachbarkommune muss mit Blick auf den Blasheimer Markt, der immer am ersten September-Wochenende ausgerichtet wird, ebenfalls eine Entscheidung treffen, ob der Markt stattfindet oder nicht. „Mal schauen, wie die Lübbecker reagieren.“

Zum Weihnachtsmarkt 2020 wollte Blauert ebenfalls keine 100-prozentige Garantie abgeben, ob der stattfindet. Es könne klappen, müsse aber nicht.

Beleuchtung

Eines der wichtigsten Projekte des Stadtmarketingvereins in der Innenstadt ist die Angerbeleuchtung. Die konnte jedoch auch bei der dritten Ausschreibung nicht an ein Unternehmen vergeben werden, da die Preisvorstellungen auf beiden Seiten weit auseinander liegen.

Blauert erklärte, dass der Marketingverein nun darüber nachdenke, einige Voraussetzungen bei der Ausschreibung zu verändern – zum Beispiel die Verlegung notwendiger Kabel zu veranlassen. Zu beachten sei dabei, dass möglichst wenig über der Erde verbaut werde.

Ein weiteres Hauptaugenmerk des Marketingvereins liege in diesem Jahr ebenfalls auf dem Handlungsfeld Fachkräfte, mit dem man sich intensiv beschäftige. Es seien bereits Gespräch mit der hiesigen Wirtschaft geführt worden. Ein Büro sei beauftragt worden, das Handlungsfeld zu analysieren.

Der Einzelhandel

In der Corona-Zeit, so Blauert, setze sich der Stadtmarketingverein mit verschiedenen Aktionen dafür ein, dass möglichst „viel vor Ort gekauft wird“. In diesem Zusammenhang stellte der Vorsitzende das Engagement der Ortschaften heraus, die ebenfalls für den Einkauf vor Ort werben. „Das finde ich ganz toll“, so der Vorsitzende.

Als Aktionen zu nennen sind in diesem Zusammenhang die digitale Gutscheinaktion des Marketingvereins in Kooperation mit den Einzelhändlern und die Maikäfer-Aktion. Die wird eigentlich immer zum Automarkt initiiert. Das musste in diesem Jahr etwas variiert werden. Das Gewinnspiel soll dennoch wie in den Vorjahren den örtlichen Handel ankurbeln.

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