Espelkamper SPD nominiert Melanie Detering-Vehlber als Bürgermeister-Kandidatin
33 Mal „Ja“

Espelkamp (WB). Der SPD Stadtverband Espelkamp hat am Donnerstagabend im Gasthaus Peper Dreimädelhaus Melanie Detering-Vehlber als Kandidatin für das Bürgermeisteramt in Espelkamp gewählt.

Sonntag, 07.06.2020, 21:00 Uhr
Melanie Detering-Vehlber ist nun auch offiziell die Bürgermeister-Kandidatin der SPD Espelkamp. Sie erhielt beim Stadtparteitag in Isenstedt 33 von 34 möglichen Stimmen. Foto: Andreas Kokemoor
Melanie Detering-Vehlber ist nun auch offiziell die Bürgermeister-Kandidatin der SPD Espelkamp. Sie erhielt beim Stadtparteitag in Isenstedt 33 von 34 möglichen Stimmen. Foto: Andreas Kokemoor

Mit 33 Ja-Stimmen und einer Gegenstimme wurde die Alt-Espelkamperin mit großer Mehrheit auf dem Stadtparteitag im Zuge der Vorbereitung der Kommunalwahlen für das höchste politische Amt in der Stadt nominiert. Sofort nach der Wahl unterschrieb die parteilose Kandidatin bei der Bürgermeisterwahl am 13. September 2020 für die SPD ins Rennen zu gehen.

Film und Rede

In einem kurzen Film und einer impulsiven Rede stellte sie zuerst sich und dann kurz und prägnant die Kerndaten und für sie wichtigen Fakten sowie Ideen vor, die für sie in Espelkamp von Bedeutung sind.

„Ich bin lernfähig und lernbereit und das will ich auf Dauer bleiben“, beschrieb sie ihre Stärke. Als größte Defizite in Espelkamp stellte sie die Zusammenarbeit, die Kommunikation und den Informationsfluss zwischen Verwaltung, Rat und Bürgern heraus.

Auf ein Thema möchte sie besonderen Wert legen: Parallelgesellschaften. In diesem Zusammenhang habe sie mit weniger gläubigen und strenggläubigen Bürgern Gespräche über Ideen für Espelkamps Zukunft geführt. Alle Seiten müssten sich Gedanken über die Zukunft machen, über das Miteinander heute und in Zukunft.

Abschottung

Detering-Vehlber sieht den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährdet, wenn sich nicht alle Seiten mit Problemen wie Abschottung, Ausgrenzung und Diskriminierung auseinandersetzen würden. „Ich werde meinem Grundsatz treu bleiben, dass niemals Belange einzelner Parteien oder einzelner Bevölkerungsgruppen im Fokus stehen dürfen, sondern, dass es immer darum gehen muss, das Beste für alle Espelkamper Bürgerinnen und Bürger zu erreichen“, sagte Vehlber-Detering.

Nach wie vor sehe sie es als Selbstverständlichkeit an, als Bürgermeisterin stets ein offenes Ohr für die Anregungen, Wünsche und Sorgen der Bürger zu haben. Viele Bereiche seien in der heutigen zeit einem steten Wandel unterlegen. Sie nannte zum Beispiel die Gesellschaft, das Klima, die Wertvorstellungen und natürlich der digitale Wandel. „Alles beeinflusst sich gegenseitig und ist voneinander abhängig“.

Wunsch

Ihr Wunsch ist es, dass alle Espelkamper kultur- und generationenübergreifend voneinander lernen. „Ich bin überzeugt, dass eine gute Informationspolitik mit großer Transparenz Vertrauen und mehr Verständnis für politische Entscheidungen und für die Arbeit der Verwaltung schafft.

„Davon profitieren alle. Ich möchte den Bürgerdialog beleben, Bürgerversammlungen sollen Diskussionsrunden werden“, sagte sie.

Applaus

Melanie Detering-Vehlbers Ausführungen erhielten am Ende jede Menge Applaus der anwesenden SPD-Mitglieder.

Zu diesem Zeitpunkt herrschte bei den Sozialdemokraten beste Stimmung. Nach der Bürgermeisterkandidatur jedoch kam es zur Kampfabstimmung zwischen zwei SPD-Politikern um den Listenplatz 3 auf der Reserveliste zur Kommunalwahl, bei der letztlich Günter Bünemann gegen Jens Bölk unterlag (wir berichteten).

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