Hauptkommissar Sven-Otto Deubel stellt Zahlen zu Unfällen und Kriminalität vor
Unfallschwerpunkt Innenstadt

Espelkamp (WB). Der Unfallschwerpunkt im Stadtgebiet Espelkamp befindet sich im Bereich der Innenstadt. Dies hat Espelkamps Wachleiter Sven-Otto Deubel während der Sitzung des Ausschusses für Sicherheit, Ordnung und Feuerschutz erläutert.

Samstag, 13.06.2020, 07:37 Uhr aktualisiert: 13.06.2020, 07:40 Uhr
488 Unfälle haben die Rettungskräfte im vergangenen Jahr in Espelkamp verzeichnet. Bei 415 Unfällen entstand Sachschaden. Bei 73 Vorfällen wurden Menschen verletzt. Notarzt und Rettungswagen kamen zum Einsatz. Zwei Menschen starben 2019 bei Unfällen. Foto:
488 Unfälle haben die Rettungskräfte im vergangenen Jahr in Espelkamp verzeichnet. Bei 415 Unfällen entstand Sachschaden. Bei 73 Vorfällen wurden Menschen verletzt. Notarzt und Rettungswagen kamen zum Einsatz. Zwei Menschen starben 2019 bei Unfällen.

Im Gesellschaftsraum des Bürgerhauses stellte Deubel das erste Mal nach seinem Amtseintritt vor etwa einem Jahr die Verkehrsunfall- und Kriminalitätszahlen vor. Dabei gab es kaum Entwicklungen, die den Hauptkommissar überraschten.

Schwere Unfälle

Schwere Unfälle habe es im vergangenen Jahr vor allem auf der L 770 und auf der B 239 gegeben. „Wir hatten im vergangenen Jahr zwei tödliche Unfälle. Und in diesem Jahr haben wir auch schon wieder einen“, sagte der Wachleiter. Als einen weiteren Unfallschwerpunkt stellte er auch die Isenstedter Straße heraus.

„Insgesamt haben wir im vergangenen Jahr 488 Unfälle aufgenommen.“ Davon habe es 415 mit Sachschaden gegeben. Bei 73 registrierten Fällen seien Personen zu Schaden gekommen. Er sprach bei der Häufigkeit von einem „gleichbleibend hohen Niveau in Espelkamp“.

Dieser Trend habe sich aber auch auf Kreisebene gezeigt. In seiner ehemaligen Funktion als stellvertretender Leiter des Verkehrskommissariats in Minden habe es jährlich immer zwischen 8500 und 9000 Unfälle im gesamten Kreisgebiet gegeben.

Als „erfreulich“ bezeichnete der Wachleiter die Tatsache, dass die Zahl der verletzten Menschen bei den Unfällen gesunken sei. Betrug die im Jahr 2018 noch 170 so wurden im vergangenen Jahr nur 101 Menschen verletzt. Es gab 72 leicht und 27 schwer Verletzte sowie zwei Verstorbene.

Verunglückte Kinder

Bei der Zahl der verunglückten Kinder wurde ein leichter Anstieg um zwei auf insgesamt zehn Kinder verzeichnet. Deubel betonte, dass die Jungen und Mädchen glücklicherweise keine gravierenden Verletzungen davon getragen hätten.

Die Zahl der an Unfällen beteiligten Senioren bezeichnete der 49-jährige Wachleiter als „sehr gering“. Lediglich fünf ältere Mitbürger seien registriert worden.

Hohes Aufkommen

Eine höhere Zahl verzeichnete der Wachleiter bei Unfällen mit Radfahrern. Darin seien auch die Pedelecs erfasst, betonte Deubel. Bei insgesamt 23 Unfällen – dies sei ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr – seien insgesamt 18 Menschen verletzt worden. Deubel betonte, dass die Verletzungen bei den Radfahrern „meistens schwer ausfallen“. Daher betonte er, dass daran gearbeitet werden müsse, auch diese Zahlen zu senken.

Als Ursache bei den 488 Unfällen habe die Polizei insgesamt 24 Mal eine nicht angepasste Geschwindigkeit registriert. 17 Mal seien Drogen oder Alkohol im Spiel gewesen.

Kriminalitätszahlen

Sven-Otto Deubel widmete sich in seinem Vortrag auch den Kriminalitätszahlen in Espelkamp im vergangenen Jahr. Und dort hatte er durchaus positive Nachrichten zu verkünden. In Espelkamp habe es im vergangenen Jahr 784 angezeigte Straftaten gegeben. „Die Aufklärungsquote lag bei 56 Prozent“, erläuterte er den Politikern. Im Vergleich zur Nachbarstadt Lübbecke, die 1137 Straftaten registriert hatte, liegt Espelkamp deutlich darunter. Deubel fügte an: „In jeder zweiten Straftat konnte ein Täter ermittelt werden.“

Einen deutlichen Rückgang habe es unter anderem bei der Straßenkriminalität gegeben. „2019 haben wir 174 angezeigte Straftaten.“ 2018 waren es noch 261.

Wohnungseinbrüche

Positiv bewertete Deubel auch die Zahlen bei den Wohnungseinbrüchen, die 18 betrug – im Jahr 2018 lag sie noch bei 42. Er schränkte aber für dieses Jahr bereits ein, dass er davon ausgehe, dass die Tendenz wieder etwas steigen werde.

Stagnierende Zahlen gebe es bei Diebstählen aus Fahrzeugen (18) und bei Körperverletzungen (85). Letztere befänden sich auf einem hohen Niveau, sagte der Wachleiter. Raubüberfälle habe es im vergangenen Jahr gar keine gegeben. Dies habe sich aber bereits im aktuellen Jahr geändert, blickte Deubel schon einmal auf die Entwicklungen für 2020.

Brandstiftungen

Eine deutlichen Rückgang gab es bei den Brandstiftungen. Da wurden im vergangenen Jahr 9 verzeichnet. Im Jahr 2018 seien dies noch 25 gewesen. Damals hatte eine „fürchterliche Serie“, wie Deubel sagte, Feuerwehr und Polizei in Atem gehalten. Bei der Jugendkriminalität – Beteiligte im Alter von 14 bis 18 Jahren – habe die Polizei 88 Fälle registriert.

Der CDU-Ausschussvorsitzende Arthur Wall erklärte abschließend, dass der Rückgang in vielen Bereichen sicherlich „ein Ansporn ist, dies auch weiter so hinzubekommen“.

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