VHS Lübbecker Land stellt neues Programmheft vor – Anmeldungen ab Donnerstag
Im neuen Semester nur Kleingruppen

Espelkamp (WB/aha). Nachdem Corona das erste Semester 2020 der VHS stark beeinträchtigt hat, hofft VHS-Leiterin Anke Steinhauer auf einen halbwegs normalen Verlauf im zweiten Halbjahr. „Wir starten mit angezogener Handbremse in das neue Semester“, sagte sie bei der Präsentation der neuen Programmheftes im Espelkamper Bürgerhaus. Interessierte können sich ab Donnerstag, 16. Juli, für die Kurse anmelden. Getreu dem aktuellen VHS-Motto „Bei uns lernen Sie mit Abstand am besten“ werden Kurse hauptsächlich in Kleingruppen bis maximal sieben Personen angeboten.

Mittwoch, 15.07.2020, 09:00 Uhr
VHS-Leiterin Anke Steinhauer und Verbandsvorsteher Heinrich Vieker haben die neuen Programmhefte vorgestellt. Wie in allen Kursen hielten die anwesenden Dozenten und Fachbereitsleiter auch bei der Präsentation die Abstandsregeln ein. Foto: Arndt Hoppe
VHS-Leiterin Anke Steinhauer und Verbandsvorsteher Heinrich Vieker haben die neuen Programmhefte vorgestellt. Wie in allen Kursen hielten die anwesenden Dozenten und Fachbereitsleiter auch bei der Präsentation die Abstandsregeln ein. Foto: Arndt Hoppe

Bevor die Fachbereichsleiter die Inhalte vorstellten, blickten Anke Steinhauer und Verbandsvorsteher Heinrich Vieker auf das zurückliegende Krisen-Semester zurück. „Man könnte meinen, dass die VHS ein ruhiges Halbjahr hatte, weil so viel ausgefallen ist. Aber das Gegenteil ist der Fall. Ich bin stolz, dass wir das Programmheft wieder so gut füllen konnten“, sagte Vieker. Steinhauer ergänzte: „Vor dem Ausbruch der Pandemie hatten wir exzellente Anmeldezahlen, ausgebuchte Kurse und Veranstaltungen.“

Freitag, der 13.

Doch nach dem „Freitag, dem 13.“ im März, als die Schutzverordnungen in Kraft traten, sei alles anders gekommen. „Das Frühjahr hat uns vor große Herausforderungen gestellt. Nach dem erstem Schock waren wir zunächst damit beschäftigt, Angebote abzusagen. Kurse, die unterbrochen oder abgesagt wurden, mussten neu kalkuliert werden“, berichtete die VHS-Leiterin. „Wir mussten jeden Kurs in der Planung zwei bis drei mal ‚anpacken‘, um uns den ständig wechselnden Auflagen anzupassen.“

Anke Steinhauer betonte, dass die VHS Lübbecker Land sich bewusst dafür entschieden habe, das Semester nicht nach Ostern abzubrechen: „Das war im Sinne der Teilnehmer und aus Verantwortung für unsere Dozenten.“ Der Neustart Anfang Mai sei schwierig gewesen. Einerseits wegen der vielen Regeln, aber auch weil sich das Team erst in Online-Angebote habe einarbeiten müssen. „Im Deutsch-Integrationsbereich gab es schnell Online-Tutorien. Die waren zunächst schwergängig, wurden dann aber gut angenommen“, sagte sie. Bitter sei gewesen, dass manche Kursteilnehmer kurz vor wichtigen Prüfungen wie dem Einbürgerungstest standen, die erst jetzt langsam wieder anlaufen.

Ort der sozialen Kontakte

Steinhauer machte ihre Überzeugung deutlich: „Die VHS ist ein Ort der sozialen Kontakte.“ Online-Angebote seien wichtig gewesen und viele würden weitergeführt. Alle hätten viel gelernt, was Online-Konferenzen und -Seminare angeht. „Aber sollte die Zukunft der Weiterbildung digital sein ohne Präsenz-Veranstaltungen, wäre das das Ende der Volkshochschule.“ Für sie bedeute VHS, leibhaftig miteinander in Kontakt zu treten. „Und dass die Menschen im Lübbecker Land das auch so sehen, zeigen die Anmeldezahlen.“

Die VHS-Leiterin hob hervor, dass das Programm ganz bewusst noch in Heftform aufgelegt wird: „Etwa ein Drittel der Volkshochschulen in NRW veröffentlichen ihr Programm nur noch digital – also im Internet.“ Das stand bei der heimischen VHS nie zur Debatte: „Wir wissen von unseren Teilnehmenden, dass sie häufig durch das Heft auf die Veranstaltungen aufmerksam geworden sind.“

430 Kurse im zweiten Semester

Außerdem erwähnte Steinhauer, dass das Angebot der Sommer-VHS in fast allen Fachbereichen ausgeweitet wurde. So ginge die Sommer-VHS fast nahtlos in das neue Semester über. Ihr ausdrücklicher Dank ging an ihr Team. „Da gehören manche auch zur Risikogruppe, es war ordentlich Stress Zuhause mit Homeoffice, Kindern und weiteren Anspannungen, aber es haben alle tadellos mitgezogen.“

Zur Statistik des Corona-Halbjahres erklärte Jürgen Hackemeier, dass es 5152 Anmeldungen gegeben habe. Erstmals seien es mit 56 Prozent mehr Online-Anmeldungen gewesen als per Karte. Die Annahmequote lag bei 60 Prozent. Im zweiten Semester wird die VHS 7571 Unterrichtsstunden in etwa 430 Kursen anbieten. Dafür werden insgesamt etwa 200 Dozenten im Einsatz sein. „Bei nur sieben Personen pro Kurs müssen wird sehen, ob wir noch Zusatzkurse hinbekommen“, sagte Anke Steinhauer.

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