Espelkamper Gymnasium ist eine MINT-freundliche Schule
Söderblom erfüllt alle 14 Kriterien

Espelkamp (WB). Eine große Ehrung ist dem Söderblom-Gymnasium zuteil geworden. Gemeinsam mit 124 weiteren Schulen aus ganz Nordrhein-Westfalen wurde das Gymnasium als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet.

Mittwoch, 16.09.2020, 17:08 Uhr aktualisiert: 16.09.2020, 17:10 Uhr
Das Söderblom-Gymnasium ist als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet worden: Schulleiterin Marie-Luise Schellong (Mitte) freut sich mit Informatiklehrerin Sabine Salloch (rechts), die unter Mitwirkung der Biologielehrerin Bärbel Schultz die Bewerbung initiierte. Foto:
Das Söderblom-Gymnasium ist als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet worden: Schulleiterin Marie-Luise Schellong (Mitte) freut sich mit Informatiklehrerin Sabine Salloch (rechts), die unter Mitwirkung der Biologielehrerin Bärbel Schultz die Bewerbung initiierte.

Die Auszeichnung wurde wegen Corona im Rahmen einer Online-Veranstaltung durch den stellvertretenden Vorsitzenden der bundesweiten Initiative „MINT – Zukunft schaffen!“, Professor Dr. Hannes Federrath, und die Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Yvonne Gebauer, vorgenommen. Schulleiterin Marie Luise Schellong nahm die Auszeichnung für die Espelkamper Schule entgegen.

Ehrung

„Das Söderblom-Gymnasium zählt zu den 34 Schulen, die das erste Mal ausgezeichnet wurden. Die Ehrung der ‚MINT-freundlichen Schulen‘ in Nordrhein-Westfalen steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz“, erläutert Elisabeth Müller-Prunsche, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit an der Schule.

Die Initiative „MINT – Zukunft schaffen!“ hat den Schwerpunkt, Schüler für mathematisch-naturwissenschaftliche, technische und Informatik-Inhalte zu begeistern und Schulen im Bereich MINT zu motivieren, zu fördern und auszuzeichnen.

Durch die Stärkung der Schulen in diesem Bereich wird eine Erhöhung der Zahl der Studienanfänger in MINT-Studiengängen angestrebt, insbesondere ein höherer Frauenanteil. Langfristig sei es Ziel der Initiative, die Qualität der Absolventen von MINT-Studiengängen und –Ausbildungsberufen in Deutschland zu sichern und zu steigern.

Gezielte Förderung

Schulen, die sich um die Auszeichnung als „MINT-freundliche Schule“ bewerben, werden auf der Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess. Die MINT-freundlichen Schulen weisen nach, dass sie mindestens zehn von 14 Kriterien im MINT-Bereich erfüllen, darunter zum Beispiel die Zusammenarbeit mit heimischen Wirtschaftsunternehmen, gezielte Förderung von Mädchen und ein breites MINT-Fächerangebot bis in die Oberstufe hinein. Außerdem muss die Förderung naturwissenschaftlicher Fächer im Schulprogramm verankert und nach außen durch erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben und überregionalen Projekten dokumentiert sein.

„Das Söderblom-Gymnasium konnte alle 14 Kriterien erfüllen“, sagt Müller-Prunsche weiter. So soll bereits in der Jahrgangsstufe 5 das Angebot „Kreatives Programmieren“ im Muku-Bereich für die digitale Welt begeistern. Ab Jahrgangsstufe 7 wird eine Roboter-AG angeboten, in der es unter anderem reine Mädchengruppen gibt. In der Oberstufe seien alle MINT-Fächer (bis auf Technik) vertreten, wobei der Leistungskurs Physik einen herausragenden Ruf genieße, so Müller-Prunsche. Dazu gebe es das Fach Ernährungslehre als regionales Alleinstellungsmerkmal.

Talentförderung

„Seit vielen Jahren nimmt die Schule immer wieder erfolgreich am Känguruh-Wettbewerb und der Mathematik-Olympiade teil. Und erstmals konnte das Söderblom-Gymnasium im Januar 2020 einen begehrten Platz im ‚Make your school‘-Projekt erringen, wo Schülerinnen und Schüler an drei Tagen unter Anleitung von Profis im Informatik-Bereich interessante IT-Lösungen für schulinterne Probleme austüftelten“, so Müller-Prunsche. Aber auch das Drehtürmodell als Talentförderung in der Sekundarstufe I, das „Schulgärtchen“ im Muku-Bereich und die Schach-AG ergänzten die Bedingungen, die eine MINT-freundliche Schule ausmachen.

Hinzu komme eine rasante Entwicklung im digitalen Bereich, natürlich auch durch Corona vorangetrieben. „Über eine schulinterne Cloud konnten alle Schülerinnen und Schüler bereits während des Lockdowns erreicht und mit Aufgaben versorgt werden“, sagt Müller-Prunsche. Jetzt könne auch flächendeckend der Unterricht über Videokonferenzen stattfinden. Zugänge wurden allen Schülern bereitgestellt und digitale Endgeräte sollen demnächst einheitlich für alle vorgehalten werden.

Federführend für die Bewerbung war Sabine Salloch, Informatiklehrerin am Söderblom, unterstützt von Bärbel Schultz, die unter anderem Biologie unterrichtet. „Aber ohne die Arbeit und Unterstützung aller Kollegen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich wäre eine solche Bewerbung nicht möglich gewesen.“, betont Salloch.

Motivation

Für sie sei das breite MINT-Angebot in allen Jahrgangsstufen, AGs und Projektkurse in den Bereichen Technik/Informatik und die Teilnahme an Wettbewerben die entscheidenden Bausteine. Mit der Auszeichnung als „MINT-freundliche Schule“ werde die Motivation noch stärker werden, die Begeisterung für Naturwissenschaften, Mathematik, Informatik und Technik auch für die Zukunft am Söderblom hochzuhalten.

Kommentare

Kommentar schreiben

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7587580?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516048%2F
Comeback mit Auswärtspunkt
Arminias Cebio Soukou (links, hier gegen Frankfurts Martin Hinteregger) erzielte das 1:0 für den Aufsteiger. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker