Stadtmarketing organisiert anstelle der Großveranstaltung zwei kleine Aktionen
Abend-Shopping statt City-Fest

Von Arndt Hoppe

Samstag, 19.09.2020, 05:00 Uhr
Das Stadtmarketing möchte den Espelkamper Einzelhandel unterstützen: Dirk Engelmann-Homölle und Thorsten Blauert präsentieren Plakate für das Abend-Shopping am Freitag, 25. September. Daran beteiligen sich auch einige Wochenmarktstände. Foto: Arndt Hoppe
Das Stadtmarketing möchte den Espelkamper Einzelhandel unterstützen: Dirk Engelmann-Homölle und Thorsten Blauert präsentieren Plakate für das Abend-Shopping am Freitag, 25. September. Daran beteiligen sich auch einige Wochenmarktstände. Foto: Arndt Hoppe

Espelkamp (WB). Kein Sommer auf dem Anger, kein City-Fest und zuletzt sind auch noch die verkaufsoffenen Sonntage verboten worden (wir berichteten). 2020 ist wahrhaftig ein schwieriges Jahr für den Verein Stadtmarketing Espelkamp. Aber der wird trotzdem nicht müde, sich immer wieder neue Angebote auszudenken, um Gewerbetreibende der Stadt zu unterstützen.

„Für das City-Fest-Wochenende haben wir zwei Veranstaltungen in der Innenstadt geplant“, sagen Dirk Engelmann-Homölle und Thorsten Blauert vom Stadtmarketing. Am Freitag, 25. September, gibt es das erste Abend-Shopping gemeinsam organisiert mit den Einzelhändlern, Gastronomen und Dienstleistern. Und am Samstag, 26. September, lockt der traditionelle Kinder-Flohmarkt in die Innenstadt. Der Aktions-Abend gibt den Espelkampern und auswärtigen Besuchern die Gelegenheit, bis 20 Uhr einzukaufen. In der Gastronomie kann man auch danach noch entspannt über die erbeuteten Schnäppchen reden und das Wochenende einläuten. „Sogar der Wochenmarkt wird an dem Tag zum Abend-Wochenmarkt. Vier bis fünf Anbieter bleiben dafür extra mit ihren Stände bis zum Abend auf dem Wilhelm-Kern-Platz“, sagt Stadtmarketingvorsitzender Blauert.

Programm

„Um den Menschen das Flanieren und Verweilen noch attraktiver zu machen, haben wir ab 16 Uhr ein kleines Programm zusammengestellt“, erklärt er. Die Saxophon-Gruppe Saxvibes als Walking Band wird entlang der Breslauer Straße unterwegs sein. „Die Musiker werden an verschiedenen Orten kurze etwa viertelstündige Mini-Konzerte spielen und dann zum nächsten Platz weitergehen“, beschreibt Engelmann-Homölle. Solche Walking Bands waren unter anderem bei den Veranstaltungen „Sommer auf dem Anger“ erfolgreich im Einsatz. „In der Corona-Zeit hat das den Vorteil gegenüber einer großen festen Bühne, dass es keine größeren Menschenansammlungen gibt.“

Die Kinder können auf einer Hüpfburg auf der Fläche vor Zone 1 ihren Spaß haben. Außerdem pendelt die Moorhof-Bahn ab 16 Uhr vom Real-Markt über die Breslauer Straße bis zum Marktkauf. „So werden auch die Geschäfte außerhalb der Innenstadt mit eingebunden, die auf den verkaufsoffenen Sonntag gehofft hatten, wie zum Beispiel Polster Peper“, sagt Thorsten Blauert.

Herbst-Lose

Doch das Stadtmarketing bietet noch einige weitere Anreize, unter anderem im Zusammenhang mit dem kürzlich eingeführten digitalen Espelkamp-Gutschein. So veranstaltet der Verein ein Herbst-Preisrätsel. „Die Lose gibt es ab Montag in verschiedenen Geschäften. Diesmal muss eine Preisfrage beantwortet werden. Zu gewinnen gibt es Gutscheine im Wert von insgesamt 500 Euros. Der Hauptpreis beträgt 100 Euro“, erklärt Thorsten Blauert. „Außerdem organisieren wir in dieser Woche einen Sonderverkauf für unsere Espelkamp-Gutscheine. Wer einen 25-Euro-Gutschein kauft, bekommt ihn für 20 Euro“, sagt Dirk Engelmann-Homölle. Die Zahl dieser Gutscheine mit 20-Prozent-Rabatt sei allerdings begrenzt und es sei pro Person nur einer erhältlich.

Der Kinder-Flohmarkt, der am Samstag, 26. September, vor dem Kaffeehaus Schmidt veranstaltet wird, ist normalerweise fester Bestandteil des City-Festes. Auf ihn müssen die Espelkamper auch in diesem Jahr nicht verzichten. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre können von 10 bis 14 Uhr dort kostenlos ihre Stände aufbauen. Anmeldungen erfolgen direkt vor Ort. Bei Fragen ist Kerstin Kottenbrink (Telefon 0162/3121586) die Ansprechpartnerin.

Frustriert

„Wir sind schon ziemlich frustriert von der ständigen Hin und Her in diesem Jahr“, geht Thorsten Blauert noch einmal auf das Verbot der Sonntagsöffnung ein. „Seit Corona ging erst gar nichts. Dann haben wir alles darangesetzt, wenigstens attraktive verkaufsoffene Sonntage hinzubekommen. Und es gab die Zustimmung vom Rat. Doch dann kam das Urteil gegen die Öffnungen.“ Aber das Ziel des Vereins bleibe: „Wir wollen den Handel unterstützen, der nachweislich unter der Corona-Krise gelitten hat.“ Während der Corona-Zeit habe der Verein engen Kontakt zu den Händler gehalten. „80 Prozent waren für eine Sonntagsöffnung.“

Stadtmarketing plant zur Unterstützung der Einzelhändler noch weitere Abend-Shopping-Termine. Der nächste wäre am Freitag, 23. Oktober“, sagt Thorsten Blauert. Zu den Chancen auf einen Weihnachtsmarkt mit Sonntagsöffnung sagt der Stadtmarketingvorsitzende: „Wir waren schon mal pessimistischer.“

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