Jahreshauptversammlung der Dorfgemeinschaft Gestringen
Ideen für Bolzplatz sind gefragt

Espelkamp-Gestringen (WB/ko). Der Bolzplatz in Gestringen soll nach den Vorstellungen der Dorfgemeinschaft mit neuem Leben gefüllt werden. Max Grote, Vorstandsmitglied und gleichzeitig Ortsvorsteher hat in der Jahreshauptversammlung angeregt, über eine Um- und Neugestaltung nachzudenken. Grote dachte dabei an erster Stelle an die Jugendlichen.

Montag, 21.09.2020, 22:00 Uhr
Vom Bolzplatz über den Lindenhügel bis zum Gemeindezentrum: Themen hat die Dorfgemeinschaft Gestringen reichlich gehabt. Foto: Andreas Kokemoor
Vom Bolzplatz über den Lindenhügel bis zum Gemeindezentrum: Themen hat die Dorfgemeinschaft Gestringen reichlich gehabt. Foto: Andreas Kokemoor

Bolzplatz

Vorsitzender Bernd Wlotkowski wünschte sich von der Versammlung Ideen. Spontan kamen Wünsche nach einem Soccer-Court, Boule-Platz oder Beach-Volleyballfeld. Eine weitere Idee war das Anlegen eines Obstbaumstreifens. „Lasst uns da am Ball bleiben“, erklärte Grote. Jens Nickel, Vorsitzender des VfB Fabbenstedt begrüßte den Vorschlag der Dorfgemeinschaft. Er habe in seiner Jugend viel Zeit auf diesem Platz verbracht, fast täglich. Wlotkowski sagte, er würde sich freuen, wenn dazu weitere Ideen und Unterstützung sowie Kritik kämen, bevor die Dorfgemeinschaft weitere Planungen anstrebt.

Nachfolge im Vorstand

Positiv stimmte Bernd Wlotkowski, dass der Verein für die Zukunft im Vorstand gut aufgestellt ist. Er konnte Stephan Becker als neuen stellvertretenden Vorsitzenden vorstellen, der die Nachfolge von Monika Schaefer antritt. Bei eigener Enthaltung wurde Becker einstimmig gewählt. Der 32-jährige Industriemeister sagte, er freue sich auf die Herausforderung „jungen Wind“ in die Dorfgemeinschaft zu bringen.

Mitfahrbänke

Mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge blickte Wlotkowski auf das Projekt der Gestringer Mitfahrbänke. Andere Ortschaften in der Region hätten nach Gestringen ebenfalls Mitfahrbänke ins Leben gerufen. „Ganz so schlecht kann die Idee also nicht sein“, meinte Wlotkowski. Dennoch würden die Bänke selten genutzt. Abgelehnt wurde von der Versammlung sein Vorschlag, die Gestringer Mitfahrbänke für eine Zeit „stillzulegen und außer Betrieb zu nehmen“.

Die ursprüngliche Idee sei gewesen, sagte der Dorfgemeinschaftsvorsitzende, „einfach ein Zeichen zu setzen“. Die Bänke seien erfolgreich eingeweiht worden und würden nun im Ort und an verschiedenen Stellen in Espelkamp stehen, würden aber immer noch nicht oder kaum benutzt. Das Abhängen und somit Stilllegen sollte die Bürger vor Ort wach rütteln und aufmerksam machen, sowie einen Effekt erzeugen: um auf die einfache Möglichkeit dieses Mitfahrangebots von Bürger für Bürger, die sich dafür absprechen oder auch nicht, hinzuweisen.

Die Corona-Situation sei mit Sicherheit ein Grund, dass sich zurzeit niemand hinsetzen wolle und dass auch niemand anhalten würde vermutete die Versammlung. Burghard Kleffmann und Diethard Rosenfeld von Dorfgemeinschaft meinten, dass sich alle Beteiligten bewusst wären, dass dieses Projekt eine gewisse Anlaufzeit benötigen würde und diese Zeit sollten sich die Beobachter nehmen.

Gemeindezentrum

Ebenfalls Thema der Jahreshauptversammlung war das Gemeindezentrum. »Man merkt richtig, dass die Leute im Dorf dahinter stehen und dass keiner möchte, dass dieses Haus geschlossen wird«, machte Bernd Wlotkowski noch einmal deutlich. Der Vorsitzende des Fördervereins des Gemeindezentrums Gestringen, Uwe Lomberg, gab einen Einblick die Pläne, an denen sich nichts geändert habe: „ Wir wollen das Haus kaufen und haben dafür ein Konzept erarbeitet.“ Lomberg, der im regelmäßigen Kontakt mit der Kirchengemeinde Alswede, Kirchenkreis und Landeskirche steht wartet noch auf eine Antwort. Wlotkowski sagte, er wünsche im Interesse der Dorfgemeinschaft, dass die Verhandlungen zeitnah „über die Bühne gehen“. Wlotkowski gratulierte Uwe Lomberg noch einmal zu seiner Ernennung als Ortsheimatpfleger und somit Nachfolger von Karl-Friedrich Hüsemann.

Lindenhügel

„Was passiert mit dem Lindenhügel?, sprach Bernd Wlotkowski ein Dauerthema an. Die Wildblumenwiese sei vom Unkraut überwuchert. Der Efeu im Jahr darauf sei nicht angewachsen. „Wir werden wieder auf den Hügel steigen und etwas Neues pflanzen“, sagte Wlotkowski. Dieter Them von der Dorfgemeinschaft erinnerte an die Ehrenamtlichen, die den Hügel das ganze Jahr über, an manchen Tagen sogar stundenlang vom Unkraut befreien und die Ortseingänge mit Säh- und Pflanzaktionen verschönern würden. Er wünsche sich mehr Anerkennung für „die kleinen Dinge“, die so mancher im Dorf für die Gemeinschaft leiste. Them dankte in diesem Zusammenhang Dieter Labitzke.

Kein Weihnachtsmarkt

„Eine gelungene Premiere feierte im vergangenen Jahr Peter Dürr als Nikolaus“, blickte Wlotkowski auf den Gestringer Weihnachtsmarkt 2019 zurück. Nach einiger Diskussion fasste die Versammlung mehrheitlich den Entschluss, dieses keinen Weihnachtsmarkt in der gewohnten Form zu feiern. Wlotkowski sprach sich für einen Weihnachtsbaum auf dem Dorfplatz und für eine Weihnachtsbeleuchtung entlang der Straßenbeleuchtung im Ort aus. Christian Rehburg vom Johanniter-Kindergarten Rasselbande sagte, er könne sich vorstellen, dass die Kinder wie üblich, den Baum schmücken könnten. Er informierte darüber, dass die Einrichtung ihr traditionelles Laternenfest in diesem Jahr intern feiern wird, aber trotzdem nach Möglichkeiten sucht, das Dorf wieder einzubeziehen.

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