Tag der offenen Tür beim „MUT-Haus“ des Ludwig-Steil-Hofes
Viel Lob für beeindruckende Arbeiten

Espelkamp (WB). Ein Barfußpfad durch ein lichtes Waldstück, eine liebevoll gestaltete Gartenmitte und Kunstwerke, die im Rahmen eines Projektes für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen entstanden sind: Im Rahmen eines Tages der offenen Tür am Ludwig-Steil-Hof wurde das „MUT-Haus“ vorgestellt. Die Veranstaltung lockte zahlreiche geladene Gäste an und präsentierte Ziele und Inhalte des Projektes „Motivation-Unterstützung-Training“, kurz „MUT“.

Donnerstag, 15.10.2020, 18:00 Uhr
Der Garten hat beim Tag der offenen Tür im „MUT-Projekt“ zum Entdecken und Verweilen eingeladen. Die Besucher haben sich einen Eindruck von den künstlerischen Talenten und den kreativen Ideen machen können. Foto:
Der Garten hat beim Tag der offenen Tür im „MUT-Projekt“ zum Entdecken und Verweilen eingeladen. Die Besucher haben sich einen Eindruck von den künstlerischen Talenten und den kreativen Ideen machen können.

Besonders beeindruckend war die aufwendig gestaltete und errichtete Gartenmauer aus Holz. Über einen Zeitraum von mehreren Monaten hatte ein Teilnehmer des Projektes Paletten zerlegt, bearbeitet, kreativ gestaltet und farbig gestrichen. Das Ergebnis bekam viele lobende Worte.

Bestaunt wurden aber auch die Acrylbilder ehemaliger Teilnehmer, die im Garten als Vernissage präsentiert wurden. Im angrenzenden Waldstück bestand die Möglichkeit, den von den Teilnehmern angelegten Barfußpfad und die Bewegungs- und Entspannungszone auszuprobieren.

Parallel stand das Mitarbeiter-Team des Projektes am Ludwig-Steil-Hof den interessierten Gästen für Fragen zur Verfügung. „Unsere Maßnahme ‚MUT‘ unterstützt Menschen auf dem Weg zurück in den Arbeitsmarkt“, erklärte Lydia Redekop. Als Psychologin ist sie Teil des Teams, dem außerdem Sozialpädagogen und Praxisanleiter angehören, und steht während der neunmonatigen Maßnahme den Teilnehmern für Gespräche zur Verfügung. Ziel des Projekts sei es, erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mit psychischen Beeinträchtigungen durch verschiedenste Beschäftigungen wieder mehr Struktur und Stabilität im Alltag zu geben und sie langfristig über Praktika in Arbeit zu vermitteln, so die Psychologin weiter.

Das „MUT-Projekt“ wird durch das Amt Pro-Arbeit Jobcenter des Kreises Minden-Lübbecke gefördert, über das auch die Zuweisung der Teilnehmer erfolgt.

Zu den regelmäßigen „Aufgaben“ im „MUT-Haus“ gehören Holz- und Gartenarbeiten, das Nähen sowie das Kochen. Aber auch eigene kreative Ideen können die Teilnehmer umsetzen.

Darüber hinaus steht Gesundheitsförderung regelmäßig auf dem Wochenplan. Die fest eingeplante Wirbelsäulengymnastik gehört ebenso zum Konzept wie Ernährungsschulungen und Entspannungsangebote.

Auch für die Zukunft hat das „MUT-Team“ bereits Pläne: Als nächstes sollen Betonskulpturen gestaltet werden. „An immer neuen Ideen seitens der Teilnehmer mangelt es nicht. Ohne die tatkräftige Unterstützung der Teilnehmer wäre die Umsetzung eines solchen Tages nicht möglich gewesen“, betonte Redekop, die sich besonders freute, dass auch ehemalige Teilnehmer zum Tag der offenen Tür kamen und über ihre Erfahrungen und ihren Werdegang nach der Maßnahme berichteten.

Kommentare

Kommentar schreiben

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7633489?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516048%2F
Geheimdienste sollen WhatsApp & Co. mitlesen dürfen
Die WhatsApp-Plattform wird von mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit genutzt.
Nachrichten-Ticker