Weggefährten und Freunde verabschieden Bürgermeister Heinrich Vieker
„Ein ziemlich guter Dirigent“

Espelkamp (WB). Der dienstälteste Bürgermeister der Region hat sich am Freitagnachmittag von seinen Freunden und Weggefährten verabschiedet. Espelkamps Bürgermeister Heinrich Vieker hat ein zweites Mal von seinem Amt als Stadtoberhaupt Abschied genommen. Am Ende durfte er sich nach mehr als 21 Jahren als Verwaltungschef über Standing Ovations freuen.

Freitag, 16.10.2020, 18:33 Uhr aktualisiert: 16.10.2020, 18:36 Uhr
Bürgermeister Heinrich Vieker (Mitte) ist im Bürgerhaus als Stadtoberhaupt verabschiedet worden. Er feierte gemeinsam mit Ehefrau Ulrike (2. von links), der stellvertretenden Bürgermeisterin Christel Senckel (links) sowie mit seinem Sohn Henning (rechts) und dessen Ehefrau Antje. Henning Vieker tritt am 1. November die Nachfolge seines Vaters im Bürgermeisteramt an. Foto: Felix Quebbemann
Bürgermeister Heinrich Vieker (Mitte) ist im Bürgerhaus als Stadtoberhaupt verabschiedet worden. Er feierte gemeinsam mit Ehefrau Ulrike (2. von links), der stellvertretenden Bürgermeisterin Christel Senckel (links) sowie mit seinem Sohn Henning (rechts) und dessen Ehefrau Antje. Henning Vieker tritt am 1. November die Nachfolge seines Vaters im Bürgermeisteramt an. Foto: Felix Quebbemann

Vor einer Woche bereits wurde Vieker aus den Reihen des Rates verabschiedet. An gleicher Stelle, nämlich im Bürgerhaussaal, durfte Vieker nun so manche Glückwünsche von Amtskollegen, von Freunden aus der Wirtschaft und politischen Wegbegleitern entgegennehmen.

Kein Alleinunterhalter

Eigentlich, so Vieker in seiner Dankesrede, seien die Feierlichkeiten ja zum Schinkenfrühstück während des City-Festes geplant gewesen. Doch all das habe der Coronavirus nicht zugelassen. Und so wurden die Abschiedsfeiern gesplittet.

Vieker dankte seinen Vorrednern für die wohlwollenden Worte und bekannte, dass er dem Wohl und Wehe der Stadt Espelkamp, die er mehr als 21 Jahre mitgeleitet und gestaltet hat, vieles untergeordnet habe. Es habe sich seit dem Jahr 1999, seinem Amtsantritt, keine andere Kommune im Mühlenkreis besser entwickelt als Espelkamp. „Das ist allerdings nicht der Verdienst eines Alleinunterhalters namens Heinrich Vieker“, sagte er.

Christel Senckel, stellvertretenden Bürgermeisterin Espelkamps, bezeichnete in ihrer Rede Heinrich Vieker als Kapitän, der am Steuerrad steht und sein Schiff namens Espelkamp auch durch widrigste Gewässer navigiert.

Vieker selbst zog einen anderen Vergleich: Die Stadt Espelkamp, ihre Verwaltung und ihre Bürger sehe er eher als Orchester, in dem er Dirigent gewesen sei. Nach dem, was er in den Festreden gehört habe, sei er über 21 Jahre wohl „ein ziemlich guter Dirigent dieser Stadt“ gewesen. „Aber auch ein Stardirigent wäre aufgeschmissen, wenn sein Orchester nichts taugt“, sagte Vieker. Seiner Stadtverwaltung stellte er ein tadelloses Zeugnis aus. Die habe über all die Jahre wunderbar funktioniert.

Als Gratulanten waren unter anderem die Regierungspräsidentin a. D. Marianne Thomann-Stahl, Landrat Dr. Ralf Niermann und Espelkamps Ehrenbürger Karin und Paul Gauselmann zu Gast. Vieker bezeichnete Unternehmer Paul Gauselmann als „väterlichen Freund“.

Geschicke der Stadt

Der Noch-Bürgermeister versprach Rolf-Bernd Eggersmann, Präsident des Stadtmarketingvereins, jenem Marketingverein weiter eng verbunden zu bleiben, auch ohne offizielle Funktion.

Er übergebe nun, so Heinrich Vieker weiter, die Stadt in die besten Hände, die er sich vorstellen könne – „in die Hände meines Sohnes Henning“. Der wird ab 1. November als Bürgermeister die Geschicke der Stadt leiten.

Beachtliche Leistung

Landrat Dr. Ralf Niermann bezeichnete die vier Amtszeiten Viekers in der heutigen schnelllebigen Zeit als beachtliche Leistung. Niermann sagte, er habe in all den Jahren keinen Verdruss bei dem 65-Jährigen gespürt. „Espelkamp war für dich der Mittelpunkt des Lebens.“ Der Landrat lobte die „hervorragenden Verwaltungsmitarbeiter“, die „tolle Ideen“ gehabt hätten. Mit Vieker an der Spitze sei Espelkamp zu einem „wichtigen und starken Motor des Kreises“ geworden. „Andere Kommunen schauen hier hin“, lobte Niermann die Entwicklung der Stadt unter Heinrich Vieker.

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